Peri-Peral (Pe-ri-"-Pe-rahl)

Kontinent der hundert Inseln

Written by Nightone

Es gibt kaum ein besseres Reiseziel als die Hundert Inseln – oder Peri-Peral, wie ihr es nennen wollt. Dort gibt es seltene Früchte, Gewürze, edle Hölzer, köstlichen Fisch und schier unerschöpfliche Thaumarith-Vorkommen!   Daneben gibt es noch wirklich interessante Eingeborene, die keine Ahnung haben, was wirklich wertvoll ist und was nicht.   Und dann sind da noch die Nixen mit ihrem schönen Gesang ... Ganz zu schweigen von ihren Handelswaren.   Blaue Lagunen, weiße Strände, schattenspendende Palmen – es gibt wirklich schlimmere Orte, an denen man darauf warten kann, dass eine Ladung gelöscht und eine andere wieder an Bord gebracht wird.   Einzig das Wetter ist manchmal etwas unberechenbar. Oh, und dann sind da noch die Piraten und natürlich die Kriegsflotte aus Valeras sowie die großen Ungeheuer, welche die äußeren Inseln bewohnen.   Habe ich dir eigentlich schon mal erzählt, wie sich plötzlich ein gewaltiger Strudel vor uns auftat, während unser Schiff von einem riesigen Kraken angegriffen wurde?
— Olga Hrimmswehr, Kapitänin der "THS Handelswind"



Karte der Peri-Peral by Nightone




Allgemeines

Die Peri-Peral, die auch als die Hundert Inseln oder der zerbrochene Kontinent bezeichnet wird, wird von den meisten Aravelliern wie ein eigenständiger Kontinent behandelt. Dabei handelt es sich eigentlich um ein gewaltiges Archipel, das sich über eine Fläche erstreckt, die tatsächlich der Größe eines kleinen Kontinents entspricht.   Aufgrund seiner zentralen Lage am Äquator Irdas grenzt die Peri-Peral an alle Kontinente außer Daterra.   Es ist nicht schwer zu erkennen, warum die Gelehrten Aravelliens davon ausgehen, dass es sich bei den Inseln um das einstige Arkánîdien im Zentrum des Superkontinents Irdaliá handeln muss, in dessen Zentrum sich wiederum das Herzstück des Elvarin Imperium, die Himmelssäule, befunden haben soll, deren Zerstörung den Kataklysmus auslöste.   Die scheinbar willkürlich angeordneten Inseln erschweren aufgrund ihrer unterschiedlichen geographischen Entfernungen und teilweise markanten Biomunterschiede zueinander das Aufzeigen genauer regionaler Grenzen.   Dennoch nutzen die großen Seemächte eine einfache geografische Beschreibung für die Inseln. Das gesamte Archipel wird in die zentralen Inseln, den inneren Ring, den mittleren Ring und die äußeren Inseln unterteilt, wobei die Bereiche der inneren, mittleren und äußeren jeweils noch in Nord, Süd, West und Ost eingeteilt sind, sodass grob dreizehn Regionen entstehen.   Tatsächlich nutzen aber nur wenige Personen, die die Peri-Peral bewohnen oder bereisen, diese Einteilung. Seefahrer orientieren sich eher an den Namen der einzelnen Inselgruppen, die meist in den Sprachen der Kolonialmächte auf den aravellischen Karten verzeichnet sind.   Das Zentrum und der innere Ring befinden sich dabei im äquatorialen Tropenring Irdas, während der mittlere Ring im Norden und Süden bis in die subtropischen Bereiche vorstößt. Im äußersten Süden und Norden finden sich auch vereinzelte Inseln und Inselgruppen, die dem äußeren Ring zugeordnet werden und in den gemäßigten Klimazonen liegen.   Zudem finden über die Peri-Peral verteilt starke Thaum-Fluktuationen statt, die vermutlich noch immer auf die Detonation der mächtigen Feuerblitz-Bündelung in der Schlacht um die Himmelsäule zurückzuführen sind.   Je näher man dem Zentrum kommt, desto stärker werden die Auswirkungen des Thaums spürbar: Sei es durch magische Mutationen, Wetterphänomene oder gewaltige Strudel. Ganz zu schweigen davon, dass die Fähigkeiten vieler Windrufer und anderer arkaner Spruchmagier an Bord von Expeditionsschiffen extrem beeinflusst werden und teilweise sogar plötzlich vollkommen anderen Gesetzen zu folgen scheinen.
Erstaunlicherweise scheint es auf den Peri-Peral keine einheimischen Menschen, Halblinge, Gnome oder Elfen zu geben. Dafür gibt es dort Völker, die zwar humanoide Merkmale aufweisen, aber jedes Mal so wirken, als wären die uns bekannten Rassen mit Tieren gekreuzt worden.   Solche Wesen sind uns auch aus Aravellien bekannt, beispielsweise die katzenartigen Katfey und die wolfähnlichen Wyldfeyn. Bei uns stellen sie jedoch leider eine zu vernachlässigende Minderheit dar. In Peri-Peral bilden diese Tiermenschen die Hauptpopulationen und verfügen teilweise über ganze Inselreiche.   Dabei bleiben sie meist unter sich, es gibt jedoch auch Reiche, in denen zwei oder drei Völker zusammenleben. leben.Erstaunlich ist auch die Varianz an einzelnen Spezies: Neben den Katfey-Tuma finden sich die flinken, eichhörnchenartigen Sciurusae und die mächtigen, an kleine Baumbären erinnernden Ailuranen.   Und das schließt die als halbintelligent eingestuften Wesen wie die Jankay-Ru noch nicht einmal mit ein.   Wenn man bedenkt, wie weit viele der Inseln voneinander entfernt liegen und wie gering der technologische Fortschritt der einzelnen Stämme ist, verwundert es jedoch nicht, dass keine der Rassen ganz Peri-Peral unterworfen hat, ehe die Turelier und Valeraner kamen. Und viele von ihnen versklavten...   Und wir haben bis heute noch nicht einmal alle Inseln erkunden können.

Wer weiß, was da noch auf uns wartet ... Madermädchen? Ebermänner? Mausmenschen?
Solange es nur nicht noch mehr dieser haarlosen Zwerge sind ... Die sind langweilig.  
— Prof. D. An Shive, begeister Forscher auf dem Gebiet der Thaum-Mutation-Lehre
Eckdaten
Art
Kontinent
Klassifizierung
Kontinental Archipel
N-S Ausdehnung
ca. 5.900 km
O-W Ausdehnung
ca. 5.700 km
Höchste Stelle
2.102 m (Sumuk-Atta auf Girma)
Endeckt
5 Herroar 2311 ndK
Entdecker
Commodore Lilliath Bergmann
Hauptbestandteile
Äußere Inseln
Mittlerer Inselring
Innerer Inselring
Zentrum mit dem Schlund
Die Zentralkolonien Tureliums
La Colonia marítima de Valeras
Wichtigste Städte
Wellenberg (Turelium)
Königsstolz (Turelium)
Gran Bahiátana (Valeras)
Blue Heart Harbour (Piraten)
Gimúlth'nîthélm (Wellenelfen)
Lokalisiert
Zentral am Äquator
Kairon-Archipel by Nightone w/ Dream
 
Kolonialstadt Wellenberg by Nightone w/ ChatGPT
Ona-Hibi Archipel by Nightone w/ chatGPT
Steckt die Nase in den Wind und erfreut euch an den Düften der Inseln!
Spürt die Magie im Boden und im Meer, bewundert die farbenfrohe Vielfalt der hier lebenden Wesen und freut euch auf die Abenteuer und exotischen Reize der Hundert Inseln!
— Feliá Hestrada, sirumitische Abenteurerin und Entdeckerin zur See
Schon wieder diese Kerle von jenseits des Wassers!? Wollen die schon wieder Streit?
— Kuga, Ailuranen Krieger

Der Äußere Ring

Die Inseln und Inselgruppen des äußeren Rings weisen die höchste Anzahl an Biomen in den Peri-Peralen auf. Sie reichen von Eilanden mit gemäßigten Klimaten, die mit dichten Laub- und Nadelwäldern bewachsen sind, im höchsten Norden und Süden, über subtropische und tropische Urwald-Inseln bis hin zu Inseln, die groß genug sind, um Stein- oder Sandwüsten zu beherbergen, in denen sich der unvorsichtige Besucher verlieren kann.   Da sich bei Peri-Peral viele der großen Meereströmungen Irdas treffen, kann es vor allem im äußeren Ring immer wieder zu Wetterphänomenen und plötzlichen Strudelbildungen kommen. Ein Beispiel hierfür ist das Auge von Kalum, ein mächtiger Strudel, der sich unter den richtigen Voraussetzungen im Winter oder Sommer öffnet und sich im nordöstlichen Kalum-Hanta Archipel befindet.   Die einzelnen Inselgruppen sind hier meist noch weit voneinander entfernt. Je weiter man jedoch in den äußeren Ring Richtung Zentrum vorstößt, desto häufiger und dichter werden die aus dem Wasser ragenden Landmassen.   Obwohl die Inseln so weit voneinander entfernt sind, müssen die Seefahrer vorsichtig sein, denn es gibt Riffe, Grate und Felseninseln, die nur knapp unter der Wasseroberfläche liegen, weshalb nur erfahrene Kapitäne es wagen können, weit von den vorgegebenen Routen abzuweichen.   Trotz der zuvor genannten Hindernisse ist das Meer hier dennoch tief genug, um einigen großen Meereskreaturen wie Meeresdrakes, Kraken, Haien, Walen und anderen Wesen der Tiefe ein Zuhause zu bieten. Dies ist ein weiterer Umstand, der schon manches Schiff verschwinden lassen hat.   Logischerweise waren die Inseln des Äußeren Ringes die ersten, die von Aravellien aus entdeckt und besiedelt wurden. Die anfangs als Handels- und Ausgangsposten für weitere Expeditionen nach Westen gedachten Siedlungen verwandelten sich bald in kleine Hafenstädte und kurz darauf in wahre Inselfestungen, um den Anspruch auf ganze Inselgruppen zu festigen – schließlich trieben sich auch andere Seestreitkräfte in den Gewässern herum.   Selbst heute, knapp 3.700 Jahre nach der ersten Entdeckung der Äußeren Inseln, finden wagemutige Kapitäne, die von vorgegebenen und bekannten Kursen abweichen, noch neue, unentdeckte Inseln, die zum Äußeren Ring gezählt werden müssen. Vor allem die östlichen Inseln in Richtung Ortakum und Lugaresien sind kaum kartographiert.   Indigene Völker findet man auf den äußeren Inseln eher selten, und wenn, dann nur auf größeren Archipelen, deren Inseln untereinander mit einfachen Ruderbooten und Flößen erreicht werden können. Als die Kolonialmächte hier eintrafen, wurde ihnen schnell klar, dass sich vor allem die bereits bewohnten Inseln zur Kolonisierung anboten, da hier Rohstoffe erhältlich waren, die einen guten Profit oder anderweitigen Vorteil boten. Sehr zum Leidwesen der Einheimischen.   Nach der ersten Besiedlung und dem Aufblühen des Handels zwischen den Kolonien und ihren Heimatreichen entstand schnell eine weitere Gefahr im Äußeren Ring: Piraten. Die vielen Inseln boten abtrünnigen Seeleuten genügend Versteckmöglichkeiten, um ganze Schattenhäfen zu errichten, während die Handelsschiffe und Hafenstädte gute Beute versprachen. Es verwundert also nicht, dass so manche Schiffsbesatzung lieber ihr Glück als Freibeuter suchte, als sich weiter der Krone ihres Landes zu beugen.
Besonders erwähnenswert ist Blue Heart Harbour, der heute am stärksten befestigte Piratenhafen. Er wurde von dem berüchtigten Wellenelfen Márlyn'Ulthá'Kinne und seiner Nichte, der Sturmruferin Fhalynn'Arán-Ulthá'Kinne, errichtet und ist bis heute in Familienbesitz. Mittlerweile verfügt er über eine kleine Flotte. Die Piratenflotte wird „Meeresklingen-Flotte” genannt – nach ihrem Gründer. Hier herrscht das besondere Gesetz des Hafenfriedens: Jedes Schiff darf anlegen und steht, solange es sich entsprechend friedlich verhält und einen angemessenen Tribut entrichtet, unter dem Schutz der Piratenfamilie – solange es sich in Sicht- und Schussweite der Festung befindet. Wer den Hafenfrieden verletzt, also einen Angriff gegen ein verfeindetes Schiff oder dessen Besatzung im Hafen verübt, findet sich ganz schnell auf dem Grund des Hafenbeckens oder am Ende eines Strickes von der Festungsmauer baumelnd wieder.   Die Koordinaten der Festung sind allseits bekannt. Während Händler- und Marineschiffe einen weiten Bogen darum machen, finden sich hier Schmuggler, Piraten, Seesöldner, Spione und Meuchler ebenso ein wie Huren, Glücksspieler, Braumeister, Schiffszimmerleute und Schwarzmarkthändler. Ganz zu schweigen von denen, die die besonderen Dienste der erstgenannten Gruppe in Anspruch nehmen möchten.

Der Mittlere Ring

Die Inselgruppen des Mittleren Rings sind um ein Vielfaches größer als die des Äußeren Rings. Inselverbünde aus 20 bis 30 Inseln sind keine Seltenheit, und auch die Größe der einzelnen Inseln nimmt weiter zu. Grob kann man sagen, dass man von jeder Inselgruppe aus die nächste bereits am Horizont erblicken kann. Dabei wird das Inselgeflecht immer dichter und die Fahrrinnen zwischen den Inseln immer seichter, je weiter man in Richtung Zentrum vorstößt.   Der Mittlere Ring ist die wahre Schatzkammer Peri-Perals. Seine tropischen und subtropischen Inseln, die fruchtbaren Böden und das vorherrschende Klima erlauben es einer Vielzahl exotischer Nutzpflanzen, hier zu gedeihen. Deshalb haben die Kolonialmächte auf den größeren Inseln gewaltige Plantagen errichten lassen, um Tee, Pelaf-Nüsse, Rohrzucker, Kenua-Bohnen, Baumwolle und viele weitere Früchte anzubauen.   In den vulkanischen Bergen vieler Inseln lassen sich aber auch wertvolle Erze und Edelsteine finden, und so manche natürliche Thaumaritquelle kann auf den Eilanden entdeckt werden. Daneben gedeihen dort auch magische Pflanzen und Tiere, die von den erhöhten Thaumwerten und deren Fluktuation profitieren und für Alchemisten, Magier und Chimärenforscher von hohem Interesse sind.   Der Inselring wird zudem von einer hohen Anzahl Einheimischer bewohnt. Diese scheinen allesamt aus magischen Kreuzungen zwischen Humanoiden und Tieren hervorgegangen zu sein, mit einer Ausnahme. Neben den tigerartigen Katfey-Toma sind die eichhörnchenartigen Sciurusae und die rotpandaähnlichen Ailuranen zu nennen.   Die einzige Ausnahme sind die Inselzwerge, die sogenannten Mak-Ki-Nag. Sie sind besonders, da sie nicht in Bingen unter den Bergen der Inseln, sondern in Holz- und Strohhütten in Strandnähe leben. Außerdem tragen sie kein Haar am Körper. Ihre kahlen, glatten Schädel und Gesichter haben ihnen von ihren Verwandten den Beinamen „Kieselsteinzwerge” eingebracht. Dafür bemalen sie sich jedoch am ganzen Körper mit Tattoos, die für die Zwerge nicht nur eine besondere Bedeutung haben, sondern die sich mithilfe besonderer Thaumantinte auch in magische Runen verwandeln lassen.   An der Grenze zum Inneren Ring befinden sich die „Zentralkolonien Tureliums” mit ihrer Hauptstadt Wellenberg auf der Insel Tüben und die „Colonia marítima de Valeras” mit der Hauptstadt Gran Bahiátana auf der Isla del Gracién. Daneben liegt hier im Mittleren Ring auch der Hafen der unabhängigen Wellenelfen-Kolonie Gimúlth'nîthélm.   Unter den Wellen ist das Meer hier schon deutlich weniger tief und immer wieder zieren bunte Korallenriffe die äußeren Bereiche der Inseln. Diese sind nicht nur ein Sammelplatz für viele verschiedene Fischarten wie die Totenkopfmuräne, sondern auch für Nixen oder Sirenen.   Delphine, Rochen und Seehunde sind oft in der Nähe der Strände zu sehen, und aus den Wäldern der Inseln erschallen unzählige Vögel, deren bunte Federn bei Eingeborenen, Händlern und Touristen gleichermaßen beliebt sind. Ein Beispiel für einen solchen Vogel ist die Azurglanzmöwe.   Arkane Zauberwirker bemerken sofort die hohe Dichte des Thaums und dass sie hier unter Umständen wesentlich mächtigere Zauber wirken als beabsichtigt, da sich das wilde Thaum in ihre Zauberformeln quetscht. Hin und wieder kommt es zu thaumverstärkten Wirbelstürmen und Taifunen, die für unvorbereitete Siedlungen und Schiffe eine große Gefahr darstellen können.
Azurglanzmöwe by nightone w/ Dream

Totenkopfmuräne by Nightone w/ Dream

Nixe Leni by Nightone w/ Dream
Mak-Ki-Nag by Nightone w/ ChatGPT
Sciurusae by Nightone w/ Dream
Ailuranen by Nightone w/ Dream
Katfey-Tuma by Nightone w/ Dream

Der Innere Ring

Unter den gelehrten Kartographen Aravelliens wird immer wieder diskutiert, ob der innere Ring als eine Vielzahl von Inseln mit sehr schmalen und seichten Meerespassagen oder als eine einzige breite Landmasse, die sich zwischen den Inseln des mittleren Rings und dem gefährlichen Zentrum Peri-Perals erhebt, dargestellt werden soll.   Tatsächlich gibt es zwar unzählige Meerwasserpassagen, die vom Zentrum her über den Ring und auch wieder zurückfließen. Es gibt jedoch nur drei Passagen, in denen eine Fahrrinne existiert, die tief und breit genug ist, um es einem hochseetauglichen Schiff zu erlauben, den Ring zu passieren. Alle anderen Passagen können bzw. müssen mit Flößen, Ruderbooten oder Kanus überquert werden, sofern man nicht einfach durchschwimmt oder in manchen Fällen sogar durchwatet.   Der Inselring ist vollständig im tropischen Klima des Äquators eingebettet, dementsprechend ist er mit dichtem Urwald überwuchert. Berge und Vulkane ragen allenthalben in die Höhe, Lagunen, Bäche und Sümpfe finden sich überall.   Die Gewässer vor dem Inselring sind ebenfalls sehr seicht und übersät von Korallenriffen und Sandbänken. Große Schiffe können sich nur bis auf mehrere hundert Meter dem Land nähern, außer an den zuvor benannten tiefen Passagen. Den Rest des Weges muss man dann mit einem Ruderboot zurücklegen, sofern man die Inselmasse überhaupt betreten will.   Der Innere Ring ist thaumisch hochaktiv und weist eine der höchsten Thaumdichten in ganz Irdas auf. In unregelmäßigen Abständen fegen zudem gewaltige Wellen des Thaums vom Zentrum aus über die Inseln und führen so zu mächtigen Thaumstürmen.   Fast alle Lebewesen hier verfügen über besondere Fähigkeiten, um sich das Thaum zunutze zu machen oder sich davor zu schützen. Einige ernähren sich sogar direkt davon, während andere sich damit einen evolutionären Vorteil verschafft haben.
Ein Beispiel ist der Suroide Rascoponidur, der größte Fleischfresser Peri-Perals.   Mit einer beachtlichen Körperlänge von bis zu zehn Metern hat er an Land und im seichten Wasser keine natürlichen Feinde. Er nutzt das Thaum, um seine enorme Körperfülle zu unterstützen und sich trotz seines Gewichts leichtfüßig und schnell über Land und im Wasser bewegen zu können. Wenn man sein großes Rückensegel erkennt, ist man ihm bereits zu nah!   Doch auch die Pflanzenwelt hat einen Weg gefunden, sich mit dem überschüssigen Thaum zu arrangieren. Einige speichern das Thaum in gewaltigen Blüten, andere wandeln es in andere Arten von Energie um. Sie alle helfen dadurch, das Thaum ein wenig zu regulieren.   Aufgrund des hohen Thaumaufkommens haben sich überall im Gestein der Insel Thaumarite gebildet. Es ist ein Leichtes, auf gewaltige Ablagerungen zu stoßen. Das ist der Grund, warum die Kolonialmächte immer wieder versuchen, den Inneren Ring zu erschließen. Doch nur wenige vernunftbegabte Geschöpfe Aravelliens können sich lange auf dem Ring aufhalten, ohne dass Nebenwirkungen auftreten. Selbst die einheimischen Bewohner des Mittleren Rings meiden die Innere Inselkette.   Nur die Mak-Ki-Nag begeben sich während einer Thaumflaute freiwillig dorthin, um spezielle Ingredienzen für ihre Thaumtinte zu besorgen oder besondere Riten durchzuführen.   Anfangs versuchten die Kolonialmächte deshalb, die Zwerge zu versklaven und als Arbeiter auf dem Inselring einzusetzen. Ein Plan, der schnell verworfen wurde, da die Zwerge nur abwarten mussten, bis ihre Aufseher vom vielen Thaum berauscht waren, um sich zu befreien.   Seitdem ist klar, dass die Inselzwerge ihren kontinentalen Verwandten in nichts nachstehen, wenn es darum geht, zu kämpfen und einen Groll zu hegen.
Für arkane Thaumwirker, die sich mit der Umgebung nicht auskennen, ist hier höchste Vorsicht geboten. Nicht nur kann das externe Thaum schnell mal eine Formel exponentiell verstärken, der stetige Einfluss des Thaums kann Spruchwirker auch schnell in einen Rausch versetzen, der dem von Thilyte ähnelt. Sie fühlen sich übermächtig, was sie schnell süchtig und wahnsinnig werden lässt, wenn sie sich nicht abzuschirmen wissen.   Es verwundert also nicht, dass es keine dauerhaften Siedlungen auf dem inneren Ring gibt. Es gibt lediglich etwas besser befestigte Expeditionslager an den großen Passagen. Die nördliche Passage wird von Turelium gehalten, die südliche von Valeras und die östliche Passage wurde bisher von keiner der Seemächte erschlossen.
Mal sehen, wie deine Einteilung aussieht.   Was? Du musst ins Lager auf den inneren Ring?   Autsch, wem hast du denn ans Bein gepisst?   Drei Wochen!   Länger hält es keiner aus, ohne das Nebenwirkungen auftretten.   Bete, dass bis dahin deine Ablöse da ist.   Äh, sag mal, du beherrschst aber keine Magie, oder?

— Sigurd Haller, turelischer Quartiermeister in Wellenberg

Das Zentrum

Das eigentliche Zentrum Peri-Perals ist ein ewiger Mahlstrom aus Wind, Wasser und Thaum. Ein infernalischer Strudel mitten im Meer, der alles verschlingt, was in seine Strömung gerät. Der Strudel, einfach der Schlund genannt, wird von einigen zerklüfteten Inseln umringt, auf denen nur thaumresistente Pflanzen wachsen.   Jenseits dieser Strudelinseln befindet sich ein Ring gewaltiger, wellenbrechender Klippen, die wie ein Schutz für den inneren Ring wirken.   Über dem Schlund herrscht fast durchgehend ein gewaltiger Thaumsturm, der sogar von den Monden aus mit bloßem Auge erkennbar ist. Wenn dieser jedoch einmal abebt, können die Götter von ihren hohen Gefährten aus in einen tiefen Abgrund blicken, an dessen Boden in dunklem Violett eine der größten Thaumansammlungen Irdas glüht.   Das Verschwinden des Sturms ist zudem das Zeichen für alles und jeden, der sich innerhalb des inneren Rings befindet, sofort eine gute und stabile Deckung zu suchen.   Denn der Sturm flaut nicht ab, sondern er zieht sich zu einer superverdichteten Sphere zusammen und nimmt dabei auch all das Wasser auf, das der Strudel sonst umwälzt.   Für einen Kurzen Augenblick existiert der Schlund dann nicht.   Der gesamte magische Vorgang dauert ca. zehn bis fünfzehn Minuten, ehe eine magische Entladung aus dem Thaumreservoir im Inneren des Schlundes die Kugel zum Platzen bringt, sodass sich das superverdichtete Gemisch aus Thaum, Wind und Thaum explosionsartig perfekt kreisförmig ausbreitet.   Der dabei entstehende atmosphärische und ozeanische Unterdruck lässt das Meer sich vom inneren Ring in Richtung Schlund zurückziehen, sodass es sich auftürmt, ehe es in Form einer von der elementaren Explosion angetriebenen, magisch angereicherten Tsunamiwelle wieder in Richtung des inneren Inselringes rollt. Ohne die vorgelagerten Felsenklippen wäre der Inselring vermutlich schon lange nicht mehr von Lebewesen bevölkert.   Aber selbst mit den Brechern stürzen immer noch Unmengen an Wasser auf die Innenseite des Inselringes und die eigentlichen Wasserpassagen, die kurz davor wie trockengelegt wirkten, werden überschwemmt. Das Wasser reißt alles mit, was zu nah an den Wasserläufen ist. Zugleich ergießt sich das Thaum über die Inselketten und überlädt alles, das nicht damit umzugehen weiß.   Nach zwanzig Minuten ist das Schauspiel wieder vorbei und über dem Schlund beginnt der nächste Thaumsturm aufzuziehen. Bisher konnte man keine Regelmäßigkeit in den magischen Eruptionen des Schlundes feststellen. Der kürzeste Zeitraum zwischen den Thaumtsunamis betrug knapp 30 Tage, der längste gemessene Zeitraum hingegen 120 Tage.   Es muss wohl nicht betont werden, dass auch die großen Seemächte, die die Einfahrtspassagen ins Zentrum besetzt halten, es bisher nicht gewagt haben, im Zentrum selbst ein dauerhaftes Lager aufzuschlagen. Um genau zu sein, wagen es die Flotten nicht einmal, Schiffe überhaupt ins Zentrum zu schicken.   Die Gelehrten Aravelliens sind davon überzeugt, dass dieses Naturschauspiel keinen natürlichen Ursprung hat, sondern eine der vielen Nachwirkungen der Zerstörung der Himmelssäule ist, ein magisches Echo der Feuerblitzbündelung des Auslösers des Kataklysmus selbst.
Ist dir nicht bewusst, was das bedeutet? Es muss eine Art magisches Kontrollsystem für den Thaumfluss Irdas geben.   Mit der Zerstörung der Himmelssäule wurde dieser Mechanismus vermutlich erheblich gestört und dauerhaft beschädigt.   Meine Theorie ist, dass der Thaum einen ähnlichen Kreislauf wie eine Meeresströmung oder der Wind hat. Allerdings fließt er durch Irda selbst hindurch.   Wenn der Schlund den Eintrittspunkt darstellt, dann müsste der Austrittspunkt auf der genau entgegengesetzten Seite der Welt liegen, nämlich in den Sturmmeeren. Das ist der einzige Ort, von dem wir wissen, dass dort ebenfalls so extreme Thaumstürme auftreten.   Also: Ich vermute, dass der Schaden im Schlund so groß für das Thaumsystem ist, dass er ständig verstopft und die Energie beginnt, überzulaufen, bis eine kritische Dichte erreicht ist.   Und wenn das passiert, dann ...   Nun ja... BUMMM!!!

— Algenor De Constance, valerischer Thaumtheoretiker
Der Schlund by Nightone w/ ChatGPT
Beginn der Thaumexplosion am Schlund by Nightone w/ ChatGPT

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Entry for my Mission by BlueFairy 74:  



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Mamor by Nightone w/ Dream
Peri-Peral by Nightone w/ ChatGPT


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