Daterra (Da-ter-ra)
Kontinent von Nebel und Gold
Ah ja, der „Goldene Kontinent“! Wahrlich ein guter Ort zum Anlanden – sofern man nicht in eine dieser Nebelbänke gerät. Die Häfen der Gold- und Eisenzwerge im Zian-Xu-Gebirge sind vollgepackt mit wertvollen Metallen und Edelsteinen. Und das Kaiserreich von Ya-Xyning lockt mit edlen Stoffen, Gewürzen und Duftwässern, nach denen sich der Adel in Mittel-Aravellien die Finger leckt. Im Süden kannst du mit seltenem Goldmarmor und Wuxanig-Holz ein gutes Geschäft machen. Wenn du mutig bist, kannst du dich auch am Waffenhandel mit den Nördlichen Reichen versuchen. Die sind echt nicht knauserig und wissen gute Schmiedearbeit zu schätzen. Allerdings musst du ganz schön auf der Hut sein, denn trotz ihres stetigen Lächelns haben die Einwohner es faustdick hinter den Ohren und werden dich ohne mit der Wimper zu zucken über den Tisch ziehen, wenn du nicht aufpasst. Der Weg dorthin ist beschwerlich. Wenn du richtig Pech hast, fangen dich die Sonnenelfen von Belhérrâs ab, ehe du die richtig lukrativen Orte ansteuern kannst, und verlangen mächtig Zoll. Schade nur, dass deren Sprache so verquer ist und es nur wenige Dolmetscher auf dem freien Markt gibt. Das erschwert die Sache und schmälert vor allem den Gewinn.
Allgemeines
Daterra ist der kleinste vollständige Kontinent Irdas und liegt in der südöstlichen Hemisphäre des Planeten.
Im Westen trennt die viel befahrene Datav-Passage den Kontinent von Aravellien, im Osten der Dathai Ozean mit der Mauer von Axal-Chen, die eine äußerst gefährliche und nahezu unmöglich zu befahrende Meeresregion darstellt, Daterra vom nächsten Nachbarkontinent Ortakum.
Die Gelehrten Aravelliens gehen davon aus, dass es sich bei Daterra um das östliche Bruchstück des einstigen Haílfen handelt, einer Region des Superkontinents Irdaliá, die im Kataklysmus zerbrach und so Daterra erschuf.
Grob kann man den Kontinent in vier Teile untergliedern: die Norddomäne Beihōyū, die Zentralebenen Jinz-Guóxīn und die Süddomänen Xīfān-Wonyun und Dōng-Hanrin. Vom äquatorialen Urwald bis hin zu den südlichen Fjorden und Eisbuchten durchläuft der Kontinent unzählige Biome, die den Einwohnern unterschiedliche Probleme bereiten. Dabei ist der Westen durch den warmen Strom der Datav-Passage deutlich gemäßigter als der Osten.
Im Norden dominiert der äquatoriale und gebirgsreiche Urwald Wan-Jinn-Hen die Hochebenen des Kontinents. Nördlich und südlich des Urwaldes beherrschen subtropische Gebirgszüge die Landschaft, ehe das Land zu den zentralen, gemäßigten und fruchtbaren Ebenen abflacht, die von vielen breiten Flüssen durchzogen sind.
Je weiter man nach Süden gelangt, desto kälter werden die Regionen. Der Südosten ist von kleineren Küstengebirgen, Fjorden sowie borealen Wäldern und kalten Sumpf- und Tundralandschaften durchzogen, während sich der Südwesten durch weite Graslandsteppen und Flusslandschaften auszeichnet. Der Permafrostboden der Tundren beginnt hier dank der Einflüsse des warmen Meeresstroms erst recht spät, trotz der relativen Nähe zum südlichen Eiskontinent Surtika.
Neben den tropischen Hochebenen gibt es noch vier namhafte Gebirge auf Daterra: das nördliche Kanata-Mamori, das mächtige und reiche Zian-Xu-Gebirge im Zentrum, das sich an der Grenze zwischen Südost- und Südwest-Daterra befindende Gyeok-Shān und das südwestliche, immer schneebedeckte Seol-Shān.
Der Kontinent steht fast vollständig unter der Kontrolle des Kaiserreichs Ya-Xyning, in dem die Jinzahri die herrschende Rasse bilden und über die Ethnien der bodenstämmigen Guóxinren, der wilden Hanrinri und der nomadischen Wonyunri herrschen. Das Kaiserreich erstreckt sich über die Zentralebenen Jinz-Guóxīn sowie die Süddomänen Xīfān-Wonyun und Dōng-Hanrin. Einzig die Bewohner der Feudalreiche der nördlichen Hochebenen des Beihōyū, die Beihyri, sowie die im Urwald lebenden Katfey und die in den Gebirgen hausenden Zwergen-Clans der Cuǐcàn-Nanjaeri und der Xuě-Nanjaeri konnten vom Kaiserreich nie erobert werden. Allerdings konnte auch keine der Volksgruppen Gebietseroberungen gegenüber dem Kaiserreich verzeichnen, obwohl sich die Feudalherren des Nordens immer wieder zu Kriegszügen zu diesem Zweck zusammengeschlossen haben. Einzig das sonnenelfische Imperium von Belheras hat dem Kaiserreich jemals Land abringen können, das es bis heute hält. Der Sonnenthron beharrt dabei auf Ansprüche aus der Zeit vor dem Kataklysmus, wodurch dieses Land als fester Teil des Imperiums und nicht als Kolonie angesehen wird. Belheras ist somit das einzige Reich, dessen Hauptterritorium sich auf zwei Kontinente erstreckt und aus aravellischer Sicht anerkannt wurde. Dass das Kaiserreich Ya-Xyning die Sachlage etwas anders sieht, dürfte schon fast selbsterklärend sein, oder?
Eckdaten
Bei-Sakai (Schwelle zum Norden)
Jinz-Guóxīn (Goldenes Herz des Landes)
Xīfān-Wonyun (Weststdomäne der kalten Weite )
Dōng-Hanrin (Östliches Land des kalten Waldes)
Wen-Jinn-Hen (äquatorialer Nebelurwald)
Kanata-Mamor (Gebirge: Die fernen Wächter)
Zian Xu (Gebirge: Die langsamen und ruhigen Söhne)
Gyeok-Shān (Die Grenzberge)
Seol-Shān (Das Schneegebirge)
Wānshi Tzu (Ya-Xyning)
Umlei-Xung(Ya-Xyning)
Rengteng (Ya-Xyning)
Tukenyō (Beihyri Shogunat)
Wen-Nekon (Wen-Ja)
Gun-Xal-Kuz (Cuǐcàn-Nanjaeri)
Tol-En-Kil (Cuǐcàn-Nanjaeri)
Bei-Tuz-Kul (Xuě-Nanjaeri)
Bel'Jesré'thâm (Belhérrâs)
Drug-Kaz-Jet (Eisenzwerge / aravellisch)
Unwilliger Nachbar
Da Aravellien und Daterra nur durch die Datav-Passage getrennt sind und der Abstand somit vielerorts geringer ist als zwischen Aravellien und der Teerkischen Insel, ist es nicht verwunderlich, dass der Nachbarkontinent mit der Entwicklung hochtseetauglicher Schiffe relativ schnell entdeckt wurde.
Die Sonnenelfen von Hêrrá'Néthîmal-tol Belhérrâs unter der Führung der wagemutigen Kapitänin Nárâ'Líam waren die Ersten, die auf der Suche nach Überbleibseln ihrer einstigen Kultur nach Osten segelten und prompt auf das nur 600 bis 800 Kilometer entfernte Daterra stießen.
Dummerweise führte dieser Umstand dazu, dass der elfische Kaiser seine vorkataklysmischen Gebietsansprüche geltend machte und sich diese wieder einverleiben wollte, während der Kaiser des damaligen Longfen-Imperiums nicht vorhatte, ganze Landstriche an die fremden Eroberer abzugeben.
Die Jahre des Krieges führten schließlich zum Untergang der Longfen-Dynastie, zum Aufstieg der Wu-Xuing-Dynastie und zur rigorosen Abschottung der Küsten gegen weitere Eroberer. Zudem wurden jegliche Beziehungen zu anderen Reichen des Kontinents abgelehnt. Es folgten Jahrhunderte der Selbstisolierung, die durch die Seehoheit der Sonnenelfen noch verstärkt wurden.
Erst als die Wu-Xuing-Dynastie um 2120 in einem brutalen Bürgerkrieg unterging und die Rishui-Dynastie sich etablieren konnte, gelang es Händlern, Entdeckern und Abenteurern aus den Reichen Turelium und Valeras, Beziehungen nach Daterra aufzubauen.
Dennoch gilt der Goldene Kontinent für viele Aravellier immer noch als Mysterium. Die fremde Sprache ist fast schwerer zu erlernen als das Eldanthale, zumal sie eigenartige Schriftzeichen verwenden, die mit den in Aravellien gebräuchlichen Zahlen und Buchstaben nichts gemein zu haben scheinen.
Zwar herrscht unter der Ya-Xyning-Dynastie wieder reger Handel mit den Nachbarn, dennoch sind die Daterraner auf Dauer lieber in ihrer Heimat als irgendwo sonst auf der Welt. Sie sind auch heilfroh, wenn die hochgewachsenen Händler nach einem guten Geschäft wieder davon segeln.
Da Belherrâs allerdings einen Großteil der Datav-Passage kontrolliert, ist es für aravellische Händler schwer, den Kontinent zu erreichen, ohne ordentlichen Zoll zahlen zu müssen. Deshalb endet die Westroute häufig bereits im südwestlichen Rengteng, wo sogar einige Handelskontore errichtet wurden.
Da die Ostroute mit den Zielhäfen Umlei-Xung und Tol-En-Kil jedoch sehr viel lukrativer ist, verwundert es nicht, dass die aravellischen Reiche versuchen, auf die eine oder andere Art Handelshäfen auf der Ostseite Aravelliens zu errichten. Ein typisches Beispiel hierfür ist das turelische Neu Hamsberghafen am Rande des Arev-Nahl.
Und so sorgen die ererbten Abneigungen gegenüber Fremden sowie die komplexe Sprachen Daterras sowie Belhérrâs effektive Blockade dafür, dass der Kontinent für die Aravellier weiterhin ein Mysterium bleibt.
Ich sage euch da ist keine logik dahinter! hier dieses zeichen soll angeblich für "Huhn" stehen, kommt aber nur dieser kleine hacken hier dran, der fast wie ein Schwertstreich gegen das Zeichen aussieht... so dann... bedeutet es plötzlich "Zorn der Natur"! Wo ist da der Sinn? wer denkt sich sowas aus?
Beihōyū
Der Norden Daterras, der durch die Landenge Bei-Sakai (Grenzschwelle zum Norden) vom Rest des Kontinents getrennt ist, besteht vornehmlich aus Hochlandplateaus und dem äquatorialen Urwald Wan-Jinn-Hen.
Die tropischen und subtropischen Klimazonen sorgen für konstante Regenfälle und Sonnenstunden, sodass hier eine Vielzahl von Pflanzen gedeihen kann, die andernorts sehr beliebt sind.
Gold- und Silberlotus, Drachenbäume, Markankraut und verschiedene Teepflanzen sind nur einige Beispiele für diese besonderen Pflanzen, die auf den Hochplateaus kultiviert werden.
Allerdings herrscht hier auch häufig starker Hochnebel, der das Land fast jeden Tag für einige Stunden in einen schier undurchdringlichen Schleier hüllt und selbst für Ortskundige zur Gefahr wird, da Spalten und Abgründe nicht mehr sichtbar sind.
An der nördlichen Spitze der Region (und des Kontinents) befinden sich die Kanata-Mamori-Berge (Ferne Wächter), eine unwirtlich scheinende Region mit hohen Berggraten und tiefen Schluchten.
Abgesehen davon, dass die Region eine Brutstätte der Yōkairā (daterrianische Bezeichnung für Scheusale) ist, befindet sich hier auch eine Zwergenbinge namens Drug-Kaz-Jet (Dreckiges Heim der Verbannung), das von vertriebenen aravellischen Eisenzwergen gegründet wurde. Da die Berge von den Menschen nicht beansprucht werden, kümmert dies niemanden und nur wenige Daterrianer wissen überhaupt um die Bergbesetzer.
Alles Land nördlich und südlich des Urwaldes Wan-Jinn-Hen sowie ein schmaler Streifen entlang der West- und Ostkanten des Urwaldes wird von den Feudalreichen der Beihyri (Menschen von Beihōyū) beansprucht. Dadurch entstehen teilweise Städte und Siedlungen sowie abgeholzte Lücken im immergrünen Urwald. Zudem gibt es zwei Verbindungen zwischen den Süd- und Nordreichen der Beihyri.
Obwohl die Beihyri viel Land beanspruchen, stellen sie dennoch kein geeintes Volk dar, da sie sich in viele feudale Kleinstreiche aufteilen, die in ständig variierenden politischen und teilweise komplizierten verwandtschaftlichen Verhältnissen zueinander stehen. Offene Kämpfe sind ebenso eine Normalität wie politisch motivierte Attentate durch die gefürchteten Assassinen, den Kirigami (Nebelgeister).
Sie sind ein von übertriebenem Stolz und Ehre getriebenes, philosophisches Volk. In nur einer Sache sind sie sich einig. Sie wollen niemals unter die Herrschaft des südlichen Kaiserreichs Ya-Xyning fallen. Angriffe des Kaiserreichs waren in der langen, von Konflikten geprägten Geschichte Beihōyūs der einzige Anlass, die eigenen Konflikte beiseitezulegen und einen Dai-Shōgun (Großherrscher) zu ernennen.
In einigen wenigen Fällen wurde auch aktiv ein Gun-Shōgun (Kriegsherrscher) gewählt, um ein vereintes Heer in einen Angriff gegen die Länder des südlichen Kaiserreichs zu führen.
Der Rest des Urwaldes steht jedoch unter der relativen Herrschaft der Katfey-Wen – wenn man einmal von den zahlreichen Ansiedlungen und Brutstätten der Yōkairā sowie einigen wenigen Waldelfendörfern im Gewirr des Urwaldes absieht.
Ihr Priesterkönigreich Wen-Ja hat seine Haupttempelstadt Wen-Nekon tief im Urwald zwischen den Bergen Sūshin (Erhabener Richter) und Rōishi (Der alte Stein).
Am Sūshin entspringt der östliche Urwaldstrom Kirisui (Nebelwasser) und am Rōishi der westliche Fluss Kagekō (Schattenstrom). Mit ihren unzähligen Nebenarmen und Zuflüssen stellen sie die beiden Hauptlebensadern des Urwaldes dar.
Im südlichen Hochland, am Berg Megumori (Hüter der Gaben), entspringt der Komigawa (Reisfluss). Er fließt in weiten Kehren bis zur Landenge Bei-Sakai, wo er in den Golf von Gāmi mündet.
Seinen Namen hat dieser Fluss erhalten, da er die unzähligen Reisfeldterrassen der Beihyri bewässert. Um dies zu erreichen, wurde der Fluss in unzählige Kanäle und Staubecken gezwungen. Durch die ständige Wasserentnahme reicht das Wasser kaum tiefer als bis zu den Lenden, sodass der Fluss fast überall ohne Schwierigkeiten zu Fuß durchquert werden kann.
Das Gelände des Kontinents fällt zur Bei-Sakai hin immer weiter ab und geht in eine weite Hügellandschaft über.
Da jedes der kleinen Feudalreiche der Beihyri seine eigene Hauptstadt hat und manchmal sogar nur aus einer Stadt besteht, gibt es in Beihōyū natürlich keine große Hauptstadt.
Die mächtigste und reichste Stadt ist jedoch die Hafenstadt Tukenyō an der Mündung des Komigawa. Sie steht direkt an der Grenze zum Südlichen Kaiserreich und war bei vielen Offensiven beider Seiten entweder das erste Ziel oder der Ausgangspunkt.
Wenn der Berg dein Freund ist, was will dir der Donner antun?
Ein ehrenvoller Tod ist wertvoller als ein unehrenhaftes Leben.
Bisher hast du dich dem Feind gestellt, wie es dein Shōgun verlangte, und bist offen im Felde gestanden, den Speer und das Schwert in der Hand! Ich werde dir nun beibringen, dich im Nebel des Hochlandes zu bewegen, Mauern lautlos zu überwinden und so zu kämpfen, dass deine Feinde dich erst bemerken, wenn ihr Blut den Boden berührt. Das Schwert wird deine letzte Waffe sein, während Gift, Wurfnadel, Karotte und Messer deine erste Wahl sein werden!
Du verdienst weder das Leben noch Ehre, soll der Nebel dich holen!
Jinz-Guóxīn
Der Name dieser Region bedeutet übersetzt „Das goldene Herz des Landes“ – und dieser Name trifft mehr als nur zu. An der Westküste herrscht ein mediterranes Klima, während es nach Osten hin gemäßigt ist. Lediglich der äußerste Osten des Landes wird hin und wieder von schweren Unwettern getroffen, die vom Meer hereinbrechen.
Das Land ist sehr fruchtbar und von Flüssen, Wiesen und Wäldern durchzogen. Überall finden sich bäuerliche Kommunen und landwirtschaftliche Nutzflächen, auf denen Mais, Krummweizen, Gelbkorn und vor allem Reis angebaut werden.
Hier liegt die Wiege des Kaiserreichs Ya-Xyning und befindet sich das politische Machtzentrum mit der Hauptstadt Xuān-Pei am Bìjiāng (Azur-Fluss). Der Bìjiāng ist der mächtigste Strom der Herzlande und fließt vom südlichen Zian-Xu-Gebirge aus nach Süden und Westen.
Das Zian Xu selbst und die es umschließende Ebene stehen nicht unter der Kontrolle des Kaiserreichs, sondern sind fest in der Hand der Cuǐcàn-Nanjaeri (Goldzwerge), deren Hauptstadt Gun-Xal-Kuz sich unter dem höchsten Berg des Kontinents, dem Xānashān, befindet und über gewaltige Gold- und Edelsteinvorkommen verfügt. Über den nach Westen fließenden Fluss Tak-Un-Gang (der Schlammbringer) werden die Handelsbestände der Zwerge zu ihrer großen Hafenstadt Tol-En-Kil an der Mündung zur Datav-Passage transportiert.
Der Lan He (der „Blaue Fluss”) fließt vom Zian-Xu-Gebirge aus in östlicher Richtung bis zum Dathai-Ozean. Entlang seines Laufes finden sich hin und wieder besonders bewachte Blütenhaine, in denen Yǔlíng Dié (Geisterfederfalter) und Jīnyáng Dié (Sonnenglanzfalter) gezüchtet werden. Aus den Kokons der beiden Schmetterlingsarten werden zwei unterschiedliche Seidenstoffe gewonnen, die nur unter strengen kaiserlichen Auflagen gewonnen, verarbeitet und verwendet werden dürfen.
Die südwestliche Küste ist vom Náhlêrrá, dem Sonnenwald, umgeben, dessen östlicher Rand gleichzeitig die Grenze des von Hêrrá'Néthîmal-Tol Belherras beanspruchten Gebietes ist. Der Wald selbst besteht hauptsächlich aus bis zu 35 Meter hohen Marléares-Bäumen, deren goldene Blätter das Licht der Sonne durchscheinen lassen. Da kaum Unterholz vorhanden ist und das eigentliche Blätterwerk frühestens in 15 m Höhe beginnt, ist der Wald an vielen Stellen und vor allem in den Morgen- und Abendstunden vom Licht der Sonne erfüllt.
Durch den Náhlêrrá fließt zudem der Dûinêrrá (elfisch) bzw. Rìjiāng (Ya-Xinn), der als ruhiges Gewässer mit vielen kleinen Wasserfällen, Furten und zahlreichen Flussfischarten bekannte Sonnenfluss.
Entlang der Küste im Osten befindet sich der Nordteil des Líng-Hún Dài (Gürtel von Seele und Geist). Dieser Teil wird auch Xiānlín (Wald der Unsterblichen) genannt. Hier wachsen die sagenumwobenen Yíngsōng (Kirschkiefern), die ihren Namen den rosa Blättern und dem unter der dunklen Borke versteckten, leicht rosafarbenen Holz verdanken.
Ihre Samen, die nur von speziell ausgebildeten Personen geerntet werden dürfen, werden geröstet und geschält bei religiösen und schamanistischen Bräuchen verwendet oder aber als eine der teuersten Luxusspeisen an den Adel verkauft. Aus dem Harz der Bäume lässt sich zudem ein besonderes Räucherwerk herstellen.
Das Holz der Bäume selbst darf nur genutzt werden, wenn es von allein zu Boden fällt oder wenn ein Baum auf göttliches oder kaiserliches Geheiß gefällt wird. Kein Kaiser hat es bisher gewagt, mehr als zwei Bäume in seiner Regierungszeit fällen zu lassen.
Im Übrigen wird das Kaiserreich politisch, kulturell, religiös, wirtschaftlich und militärisch vom Menschenschlag der Jinzahri (Volk des goldenen Zentrums) geführt. Sie sind von allen menschlichen daterrianischen Ethnien die größten und feingliedrigsten, dabei aber immer noch etwas kleiner als der durchschnittliche Mittel-Aravellier. Sie berufen sich auf ihre edle Herkunft, die sie auf einen vorkataklysmischen Melán (Halbelfen) zurückführen. Zwar bestreitet niemand, dass sie einst elfisches Blut besessen haben, aber bezüglich der Zeitschiene haben viele Gelehrte Aravelliens und vor allem elfische Gelehrte sehr starke Bedenken, da die Mischlinge eigentlich erst im Dunklen Jahrtausend auf Aravellien aufgetreten sind.
Unter den Jinzahri leben auch die Guóxinren (Menschen des Herzlandes). Sie sind kleiner und stämmiger als die Jinzahri und werden aufgrund ihrer krausen Haare von Aravelliern oft beim ersten Mal für besonders groß gewachsene Halblinge gehalten. Sie bilden die Arbeiter- und Soldatenkaste. Das strenge System des Kaiserreichs verhindert ihnen einen Aufstieg, der über den Mittelstand hinausgeht.
Natürlich sind wir mit dem Mandat der Herrschaft gesegnet! Schau dir nur unser Land an! Unsere Macht erstreckt sich über fast den gesamten Kontinent. Kein anderes Volk ist so rein wie wir. Selbst unser Blut ist reiner als das der Târi'Hêrrá, die augenscheinlich im Laufe der Jahrtausende verdorben wurden und ihr Mandat zur Herrschaft verloren, als die Welt zerbrach.
Dōng-Hanrin
Dōng-Hanrin bedeutet übersetzt in etwa „Östliches Land des kalten Waldes”. Im Osten setzt sich der Líng-Hún Dài fort, doch nehmen hier zunehmend winterfeste Nadelbäume, die Wuxanig-Tannen, den Wald ein, sodass ein borealer Urwald entsteht. Dieser südliche Teil wird Fánlín (Wald der Sterblichen) genannt. Das Holz der hiesigen Bäume wird von den Einwohnern, den Hanrin, ohne zu zögern genutzt. Das stabile Holz ist dabei im ganzen Kaiserreich vor allem als Baumaterial begehrt.
Die Hanrin (Menschen des kalten Waldes) sind ein eigenwilliger Menschenschlag mit kräftiger Statur, aber auch wildem Gemüt und handwerklichem Geschick. In den Reihen der imperialen Armee findet man sie häufig in Pionier- oder Erkundungstrupps oder als Bogenschützen in Unterstützungstruppen.
Sie leben in kleinen Dörfern und Siedlungen entlang des Waldsaums und der Küste.
Der Norden der Region wird vom Wānzu (der Gewundene) durchflossen. An ihm liegt die größte Stadt der Region, Wānshi Tzu, die durch den Handel mit den Hölzern des Südens und den Lebensmitteln des Nordens reich und bedeutend wurde.
Im Süden wird das Land karger und kälter. Es geht zuerst in eine Permafrosttundra und dann in kleine Gebirgszüge entlang der Südküste über, wo sich einige Fjorde gebildet haben.
An Seefahrt ist hier nur im daterrianischen Sommer zu denken, wenn das Südeismeer von Surtika aus nicht zugefroren ist.
Mir scheint, der Kaiser hat eine neue Truppe geschickt, um die Arbeiter zu schützen. Schaut nur, wie die armen Kerle bibbern und zittern! Wirt, bring den Jungs mal eine heiße Schüssel Duqoif und einen frischen Kumtantee, sonst liegt die kaiserliche Elite morgen mit einer Erkältung flach! Als ob wir nicht schon genug mit den Banditen und Wildtieren um die Ohren hätten, muss ich jetzt auch noch Krankenpfleger spielen!
Xīfān-Wonyun
Der Name bedeutet übersetzt „Westdomäne der kalten Ebenen”.
Dieser Teil des Kontinents ist von weiten Prärien und Grasslandsteppen bedeckt, die weiter nach Süden hin in Torflandschaften und Tundren übergehen.
Im Nordosten erheben sich die Gyeok-Shān (Die Grenzberge), die dem Kaiserreich unter anderem Kohle und Kupfer liefern. Von den Westhängen des Gebirges ergießt sich der Yaeshuǐkēn (Die Wildtränke) in die Ebenen im Süden.
Am östlichsten Zipfel des Landes wächst das Seol-Shān (das Schneegebirge) in die Höhe. Der Gebirgszug ist das Herrschaftsgebiet der Xuě-Nanjaeri (Schnee-Zwerge, eine Unterart der Gletscher-Zwerge). Sie leben vornehmlich in ihrer großen Binge Bei-Tuz-Kul, die sich tief im Gebirge befindet. Hier bauen sie den seltenen Goldmarmor ab, verarbeiten ihn in speziellen Verfahren und verschiffen ihn anschließend über die außerhalb des Gebirges liegende kaiserliche Hafenstadt Rengteng.
Rengteng ist die einzige Stadt des Kaiserreichs, in der sowohl turelische als auch valerasische Handelskontore zugelassen sind und dementsprechend zugezogene aravellische Bewohner zu finden sind.
Zwischen den beiden Gebirgen durchziehen gewaltige Herden kleiner Riaqi und mächtiger Ouanxi die Grasslandschaften, begleitet von den nomadisch lebenden Wonyunri (Menschen der kalten Ebenen), die die Tiere als Woll-, Milch- und Fleischlieferanten nutzen und die Ouanxi zudem als Zugtiere einsetzen.
Daneben nutzen sie die sauroiden Vyncolaryx als Reittiere, um ihre Herden zu hüten und die langen Familientracks schützend zu flankieren.
Und Schutz ist nötig, denn die Steppen sind voller Gefahren: Steppenwölfe und Schwarzfellhyänen machen ebenso Jagd auf die Herden wie die großen Jäger der Lüfte, die Feiyuar, und die mächtigen, landgängigen Sauroiden, die Koryitomos, deren Biss einen Ouanxi zerteilen kann.
In der Armee des Kaiserreichs finden sich die heißblütigen Steppenreiter verständlicherweise meist als Kavalleristen oder Streitwagenfahrer wieder.
Mögen wir uns wieder treffen, wo auch immer die Herden uns leiten.

















Umlei-Xung ... herrlich :D Eine wirklich sehr detaillierte Ausführung über den Kontinent. Da bin ich gespannt, welche zusätzlichen Details du in Artikel über die einzelnen Region packst, wenn schon so viele Details hier gelandet sind.
Schön das dir das kleien Wortspiel aufgefallen ist! Ich weiß nur noch nicht wann ich Daterra das nächste ,mal einen tieferen Einblick verpassen kann. Aber wenn dann steht noch so Einiges in den Regionen an. ^^
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