Rahmenknochen Aufhängung

Windlenkung mit Knochen und Leder

Go to the english version: Frame‑Bone Rig

Hintergrund

Die Frostmenschen verfügen über keine absolut geraden Baumaterialien, die es ihnen erlauben würden, Schiffe mit klassischen Masten auszustatten. Als gut zu bearbeitendes Material steht ihnen im Wesentlichen nur Knochen zur Verfügung. Aus diesem Grund entwickelte sich eine besondere Segelaufhängung, die vollständig ohne Masten auskommt. Sie ist seit sehr langer Zeit bekannt, und niemand weiß mehr, wer sie ursprünglich erdacht hat. Ihre Wurzeln reichen noch in die Zeit vor dem Exodus zurück.

Aufbau

Die Rahmenknochen Aufhängung ist eine Segelkonstruktion mit einer dreiteiligen Bewegungsmechanik (Siehe irdisches Wikipedia: Kardanische Aufhängung). Sie besteht aus einem Drehrahmen, einem Kipprahmen und einer stabilen äußeren Rahmenstruktur. Diese Bauweise ermöglicht eine präzise Steuerung und eine flexible Anpassung an wechselnde Windverhältnisse.
Das meist lederne Segel wird in einen dreieckigen Drehrahmen aus Knochen gespannt, der sich um eine vertikale Achse drehen lässt. Dadurch kann das Segel optimal auf den Wind ausgerichtet werden. Dieser Drehrahmen ist in einen Kipprahmen eingebettet, der die horizontale Neigung des Segels steuert und eine feine Regulierung der Windaufnahme erlaubt. Am Kipprahmen sind Gegengewichte befestigt, die verhindern, dass die Konstruktion überschlägt.
Getragen wird das gesamte System von einem äußeren Rahmen aus stoßzahnähnlichen Knochenstreben. Diese verlaufen von einer Relingseite zur gegenüberliegenden und sind meist fest installiert. Sie verleihen der Konstruktion ihre Stabilität und werden zusätzlich durch Seilverbindungen an Bug und Heck gesichert. Kleinere militärische Schiffe, die auf Großkampfschiffe verladen werden, können die gesamte Aufhängung aushebeln und umklappen, um Platz zu sparen.

Steuerung

Dreh- und Kipprahmen werden über Seile gesteuert, die durch Umlenkrollen geführt werden. Der Drehrahmen besitzt an seinen seitlichen Ecken die Lenkseile, während der Kipprahmen an seiner oberen Spitze geführt wird. Soll ein Schiff vollständig aus dem Wind gestellt werden, wird der Kipprahmen waagrecht fixiert, sodass der Wind ungehindert durch das Segel gleiten kann.

Größe und Einsatz

Da die Konstruktion aus vielen beweglichen Teilen besteht, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, hat sich eine eher kleine Segelfläche bewährt. Im Normalfall messen die Segel nicht mehr als vier mal vier Meter. Großkampfschiffe nutzen daher sogenannte gekachelte Rahmensegel: In einem äußeren Rahmen, der theoretisch ein großes Segel von etwa acht Metern Kantenlänge aufnehmen könnte, werden stattdessen drei kleinere Segel montiert.

  Erfahrene Matrosen bewegen sich sicher innerhalb dieser Mechanik, überprüfen die beweglichen Teile, befestigen die Kippsegel bei Ankerung oder reparieren beschädigte Rahmensegel. Es existieren besondere Seilspannungen, die es ermöglichen, alle Rahmensegel eines gekachelten Segels gleichzeitig und in identischer Ausrichtung zu steuern. Eine individuelle Ausrichtung ist ebenfalls möglich, macht die Handhabung jedoch deutlich komplexer. Nur eingespielte Mannschaften beherrschen diese Technik zuverlässig.

Technische Zusammenfassung

Der Drehrahmen ermöglicht die vertikale Rotation des Segels und reagiert damit auf Windveränderungen und Kursanpassungen. Der Kipprahmen reguliert die horizontale Neigung des Segels und optimiert die Windaufnahme. Über mehrere Befestigungspunkte an der Reling werden die Seile geführt, Umlenkrollen erleichtern die Steuerung, und die Seilspannungen sorgen dafür, dass die äußeren Rahmenknochen stabil mit dem Schiff verbunden bleiben.

Bilderklärung:

Auf dem ersten Bild ist nur die Grundkonstruktion ohne Lenkseile dargestellt. Das zweite Bild zeigt eine schematische gekachelte Variante, wie sie auf Großkampfschiffen verwendet wird.
by Selibaque
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Created by Selibaque 2025


Cover image: by Microsoft Copilot.

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