47. Ecce Venfrend!

General Summary

5. Tag der 4. Woche   Die Nebelungen fuhren weiter auf den Hafen der Stadt Venfrend zu, obwohl niemand von ihnen so wirklich wusste, was sie dort erwartete. Sie staunten sehr über die furchtbar große Stadt, die alles in den Schatten stellte, was sie auf Elothrisin je gesehen hatten. Die Menge von Leuten trug ihren Teil zum Schock bei. Letztlich legten sie aber an und schrumpften ihr Schiff, um es weiter mitzunehmen. Außerdem waren sie sich nicht sicher, ob ansonsten nicht eine horrende Hafengebühr auf sie warten könnte. Die Leute am Hafen staunten nicht schlecht, als plötzlich das Schiff der Nebelungen einfach so verschwand.   Kurz nach dem Landgang der Nebelungen wurden sie von einer Wache mit halbwegs passabler Handelssprache gefragt, wer sie wären und was sie wollten. Es war wohl offensichtlich, dass die Nebelungen sich nicht so wirklich auskannten. Sie konnten aber zu Verstehen geben, dass sie quasi im Namen einer anderen Nation als Botschafter:innen hier wären. Da horchte die Wache auf und brachte die Nebelungen eiligst zum Gebäude der Stadtverwaltung und arrangierte eine Audienz mit Ezed Igorgo, der hier anscheinend eine wichtige Figur war.   Von Ezed wurden die Nebelungen fürstlich empfangen und bewirtet, während er sich von ihnen erzählen ließ, wo sie herkamen und was das für eine ferne Nation wäre. Von Elothrisin hatte er schließlich noch nie gehört. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass Elothrisin für die wirtschaftlichen Interessen von Venfrend nicht wirklich von Interesse sein konnte. Die Nebelungen hatten allerdings Gelegenheit, auch ihrerseits eine Menge Fragen zu stellen und entlockten Ezed so weiteres Wissen über die Stadt und über die weite, unbekannte Welt, in der die Nebelungen sich immerhin mittlerweile befanden.   Nachdem sie die Stadtverwaltung verlassen hatten, gaben sie zunächst ein wenig Geld für weitere neue Kleidungsstücke aus, während sie überlegten, was sie nun tun wollten. Zunächst wollten sie für ein Quartier sorgen, das etwas abseits des Trubels war. Von einer Verkäuferin bekamen sie Informationen über eine geeignete Unterkunft, zu der sie sich auch flugs aufmachten. Auf dem Weg durchquerten sie die Große Obstbaumwiese der Stadt. Dort probierten Teile der Nebelungen die fremdartigen Früchte und wunderten sich auf jeden Fall über die neuen Geschmacksrichtungen.   Kurz bevor sie den Obstgarten verließen, wurden sie von einer Person eingeladen, am Abend das Podium der Zukunft zu besuchen. Es hörte sich interessant an, also wollten die Nebelungen auf diese Einladung eingehen. Aber erst einmal quartierten sie sich in ihrer Unterkunft ein und nutzten die verbleibenden Stunden Sonnenlicht, um die Umgebung zu erkunden.   Am Abend besuchten sie das Podium der Zukunft. Es schien sich zwar nicht um eine verbotene, aber eine verschwiegene Veranstaltung zu handeln. Glücklicherweise fasste Bram Wildfall - die wichtige Person des Abends - zusammen, worum es im Podium der Zukunft ging. Hier wurden technologische Fortschritte aus der ganzen Welt präsentiert, um Interessierte möglichst aktuell zu halten. Dennoch befanden sich nur wenige hundert Personen in den Zuschauer:innenrängen.   Dann ging es an die Präsentation des Abends: Bram Wildfall förderte aus unterschiedlichen Kisten jeweils ein todbringendes Gerät des Imperiums Tellura und des Reichs Terßek zutage. Beides waren Handwaffen und beides spie Tod über eine Distanz in einer furchtbar hohen Geschwindigkeit. Die Waffe des Reichs Terßek erzeugte dabei viel Krach und Rauch, wohingegen die deutlich größere und klobigere Waffe aus Tellura nur ein leises Geräusch machte, aber mit jedem Schuss einen hellen Lichtblitz schleuderte.   Die Nebelungen waren von dieser Vorführung äußerst beeindruckt. Um die Ereignisse zu verarbeiten, zogen sie sich in ihre Unterkunft zurück.
Datum des Berichts
27 Jan 2021


Cover image: by Viktoria Konradi