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Fri, Sep 26th 2025 06:52   Edited on Wed, Jul 1st 2026 02:20

[Tag 24, kurz nach Mitternacht] Der Arkh der Schwarzen Schlange II

Gulama sieht Mari an. Ihr Blick wirkt etwas verstört, etwas verloren, verständnislos. Erst nach einer kleinen Weile kommt Bewegung in die schöne Blondine. Gulama kommt aus ihrem Bett. Ihr Nachthemd ist dünn, lässt alles erahnen, was es zu erahnen gibt. Sie kommt auf Mari zu, das Haar offen und noch ein wenig zerzaust, das Gesicht ungeschminkt. Dann bleibt sie stehen, ihre Augen weiten sich und erschrocken schaut sie auf Maris Hemd.   “Mari, was ist denn passiert?” fragt sie und deutet auf den roten Blutfleck an ihrer Schulter.
Fri, Sep 26th 2025 01:18

Nur mit Mühe beherrscht sich Mari, um sich nicht in die Arme Gulamas zu flüchten und für ein paar Stunden alles zu vergessen. Doch Saya wartet! "Ist nur ein Kratzer, Schatz. Nicht so schlimm.": sagt sie mit rauher Stimme. Dann schießt ihr ein Gedanken durch den Kopf. "Ist vielleicht besser, wenn du dir doch was anziehst." Während sich Gulama umzieht, erzählt sie in Stichworten, was vorgefallen ist. Ganz wird Gulama die Zusammenhänge wahrscheinlich nicht verstehen, aber als sie angezogen ist, weiß sie in groben Zügen Bescheid. "Ich hab' keine andere Wahl gehabt.": sagt Mari leise und nimmt Gulamas Hand. "Was auch passiert, ich hab dich lieb' und ich laß mich lieber vierteilen, als daß ich zuschau' wie diese Klaue dich seinen Jägern oder Bluthunden vorwirft." Ihre Lippen beben, als sie Gulama einen Kuß gibt. "Laß uns gehen! Saya wartet unten.": sagt sie dann.  
Sat, Sep 27th 2025 10:02

Gulama schaut Mari mit großen Augen an. Dann zieht sie sich ihr Nachthemd über den Kopf, steht nun splitterfasernackt vor Gulama. Sie schluckt ordentlich. Wie es aussieht, ist ihr im Moment gar nicht wohl in ihrer Haut. Nun, Gulama hat ihr auch nicht gerade Mut gemacht. Schließlich dreht sie sich um, geht zurück zum Bett. Sie wirft ihr Nachthemd auf das Bett, dreht sich zum Tisch. Sie nimmt nun ihre Kleider, fein säuberlich über den Stuhl drappiert. Langsam zieht sie sich das kurze Hemdchen und den ebenso kurzen Rock an. Dann schaut sie Mari wieder an.   “So besser?” fragt sie schließlich.
Sun, Sep 28th 2025 03:21

Für einen Moment vergißt Mari ihre Probleme, als Gulama nackt vor ihr steht. Gulamas Schönheit ist wie der Sonnenaufgang an einem Wintermorgen. Sie macht einen Schritt auf ihren Sonnenschein zu und streicht ihr zärtlich über die Wange. "Schau nicht so geschreckt, Liebste. Sie haben Saya an einen Baum gehängt, sie ausgepeitscht und gedemütigt. Dazu hat sie offene Wunden, Schmerzen und ist müde. Widersprich ihr nicht, wenn's nicht sein muß und ärgere sie nicht. So war's gemeint." Zart küßt sie Mari auf den Mund. "Mußt keine Angst haben, ich paß schon auf dich auf.": sagt sie sanft, "Komm! Gehen wir." Mari nimmt sie bei der Hand und verläßt mit ihr das Zimmer. Unten im Speisezimmer angekommen, wendet sie sich an Saya. "Ich brauch' jetzt einen Schnaps! Willst du auch einen?" Im Licht der Lampen sind ihre neuen Tätowierungen nicht zu übersehen.      
Sun, Sep 28th 2025 08:02

Mari ist mit ihrer Frage eindeutig zu spät dran. Saya sitzt auf dem Tisch, die Füße auf einem Stuhl. Sie hat die Lederjacke geöffnet, aber nicht ausgezogen. Trotzdem kann man die Striemen über ihre Brust gut sehen, und noch immer bluten sie. In einer Hand hält sie die Schnapsflasche, in der anderen eine brennende Zigarette. Und in dem Moment, als Mari das Zimmer betritt, ist gerade die Flasche an Sayas Mund und der Schnaps gurgelt in sie hinein. Sie setzt ab, als sie Mari und Gulama bemerkt. Sie schaut die Sklavin mit kalten Augen an.   “Hol den Heiler, er soll sich Maris Schulter ansehen,” sagt sie. “Und geh zu den Jägern, hol mir Condir. Und beeil dich, sonst, ich sage dir, ich hänge dich an den Balken, dass dir Hören und Sehen vergeht!”   Gulama zuckt zusammen, rennt dann auch schon, barfuß wie sie ist, die Treppe nach unten. Saya setzt die Schnapsflasche wieder an, macht noch einen ordentlichen Zug und reicht sie dann wortlos Mari.  
Mon, Sep 29th 2025 10:17   Edited on Mon, Sep 29th 2025 10:17

Gulama flitzt so schnell zur Türe hinaus, daß Mari keine Zeit bleibt, etwas zu sagen und um ihr nachzulaufen ist sie einfach zu fertig. So nimmt sie die Flasche, die ihr Saya reicht und trinkt einen kräftigen Schluck. Mit der Flasche immer noch in der Hand läßt sie sich auf den Stuhl neben Saya fallen und trinkt nochmals, bevor sie Saya die Flasche zurückgibt. "Ich werd' den Heiler nicht brauchen, Saya. Die haben mich verarztet, als wäre ich die Tochter des Fürsten. Die Sklavin, die sich um gekümmert hat, war sehr sorgfältig, hat die Bißwunde von der karischen Furie gründlich gereinigt. Sie wollte sie nicht verbinden, weil's besser ist sie bluten zu lassen, damit sie sich nicht entzündet. Er soll sich besser um dich kümmern."   Mari greift sich nochmals die Flasche und macht einen kräftigen Schluck. "Die Kralle hat mri noch was gesagt, als er mit mir geredet hat, Saya. Ich weiß natürlich nicht, ob's stimmt, aber er sagt, daß dich einer deiner Rivalen denunziert hat. Weils offiziell war, ist ihm gar nichts anderes übrig geblieben, als was zu tun." Die wohlige Wärme, die sich langsam ihn ihr ausbreitet, als der Schnaps seine Wirkung entfaltet, zaubert ein wenig Rot auf ihre Wangen. Nochmals trinkt sie. "Kannst du mir sagen, was das alles soll? Ich blick' überhaupt nicht mehr durch. Ich versteh's einfach nicht! Gut, das Verhandeln mit den Ratten, das macht irgendwie Sinn. Aber alles andere? Was bezweckt der Kerl mit dem ganzen Theater?"  
Mon, Sep 29th 2025 02:53

Saya zuckt mit den Schultern.   “Ich bin eine neue Dargha,” sagt sie. “Und vielleicht passt es manch anderen Darghe nicht, wie ich mein Viertel führe. Die haben wohl Angst, dass ich Erfolg habe, also versuchen sie mich fertig zu machen. Und auf keinen Fall zu riskieren, dass ich ihre Pläne, weiter aufzusteigen, zunichte mache. Und die Kralle, die will einfach die absolute Kontrolle über mich haben. Und sie weiß ganz genau, dass du mein wunder Punkt bist. Wenn die Kralle also bei dir einhakt, dann hat sie mich viel mehr als wenn sie nur mir drohen würde. Es hat also nichts mit dir zu tun. Nichts wirklich damit, dass ich dich aus den Klauen der Ratten rausgeholt habe. Wäre das nicht gewesen, würde die Kralle etwas anderes hernehmen.”   Sie nimmt wieder die Schnapsflasche, macht einen Zug davon.   “Aber Lisina werde ich mir trotzdem noch einmal vorknöpfen. Dass sie dir die Farben verpasst haben, dafür wird sie schmerzlich bezahlen. Sie wird vor dir knien und um Verzeihung winseln.”   Sie sieht Mari mit eiskaltem Blick an.  
Mon, Sep 29th 2025 03:50

Unschlüssig wiegt Mari den Kopf. "Ich weiß nicht, Saya. Das war so komisch! Der Typ hat sich fast normal mit mir unterhalten, als wir allein waren. Ich frag' mich, ob der den Halbirren nicht nur spielt." Aber dann zuckt sie mit den Achseln. "Ein bißchen Tinte unter der Haut gegen dein Leben, das ist kein so schlechtes Geschäft. Wobei die Feder sogar recht hübsch ist." Für einen Moment betrachtet sie den Zeigefinger ihrer linken Hand, dann sieht sie wieder Saya an. "Ich bin immer noch deine Hausratte, Liebste. Daran ändern die Tätowierungen nichts. Ist für mich kein Glaubensbekenntnis wie für dich. Ich hab sie halt. Die Kralle kann doch mit jedem hier umspringen, wie sie will, egal ob man tätowiert ist oder nicht. Mit der Hilfe der Behüterin werd' ich versuchen, das Beste draus machen. Wie ist denn das eigentlich? Weiß jetzt jeder von euch, wenn er die Tätowierungen sieht, daß es die Kralle ist, die mich an der Leine hat?" Dann schüttelt sie den Kopf. "Saya, du kannst natürlich mit Ina machen, was du willst! Aber bitte laß mich aus dem Spiel. Ich geb' kein Stück Hundescheiße für Inas Gewinsel, ich bin fertig mit dem Dreckstück. Ich hab' dir versprochen, daß ich Ruhe geb' solang sie mich in Frieden läßt. Lassen wir's dabei, bitte!"  
Mon, Sep 29th 2025 04:22

Auf Sayas Gesicht legt sich ein Grinsen, das die Augen jedoch nicht erreicht.   “Natürlich spielt er den nur,” sagt sie. “Das war orchestriert vom Anfang bis zum Ende. Zehn Peitschenhiebe? Das ist doch keine Strafe! Mir ist zwar noch immer nicht klar, was der Zweck dabei war, außer mir zu zeigen, dass er mich beobachtet. Aber hätte er mich wirklich bestrafen wollen, hätte nicht ich Gulama zum Heiler geschickt, das ist klar. Und der Heiler hätte seine liebe Mühe gehabt, meine Haut so weit zu dehnen, dass die wieder den ganzen Körper bedeckt. Was er allerdings erreicht hat ist, dass du, wenn die Kacke zum Dampfen kommst, nicht einfach auf Thornhoff-Gebiet abschieben kannst. Oder zurück zu den Ratten. Von mir hat die Kralle also nur mehr sehr wenig zu befürchten, wenn ich dich nicht opfern will. Oder umgekehrt: Er will dich in seinen Diensten, weil du einfach ein kluges Mädel bist. Und wenn er über dich bestimmen will, dann muss er halt mich an einen Baum binden. Es ging sicher nicht darum, dass du mir im Zwilling einen Schubs gegeben hast!”  
Mon, Sep 29th 2025 04:26

Inzwischen ist Gulama vor dem Haus des Heilers angekommen. Sie ist außer Atem. Der Wind fährt um ihre Ohren, ihre Haare wehen im Wind. Gulamas Kleidung ist nicht gemacht für einen nächtlichen Ausflug in den Außenbezirken der Stadt. Und das merkt sie sehr gut: Betrunkene pfeifen ihr nach, und angstmachende Kommentare hat sie zur Genüge gehört. Doch ist das nichts gegen die Angst vor dem Balken, mit dem die Dargha gedroht hat. Sie muss sich nur beeilen, dann wird sie - vielleicht - diesem Balken entweichen können. Mit aller Kraft hämmert sie gegen die Tür des Heilers, hofft darauf, dass er bald aufwacht. Bevor sie doch von einigen Halbstarken angegriffen wird. Und bevor der Dargha die Geduld ausgeht.  
Wed, Oct 1st 2025 08:01

[Heiler] Es dauert nicht lange bis Gulama die verschlafene, unwillige Stimme des Heilers durch die Türe hört. "Bei den Schatten! Ich komm’ ja schon." Schon kann sie hören wie der Riegel zurückgeschoben wird und dann wird die Türe aufgerissen. "Wisst ihr verdammt noch einmal wie spät es ist?": giftet der Heiler noch im Tür Aufmachen. Dann erkennt er, daß es Gulama ist. "Komm rein, Gulama.": sagt er schon wesentlich freundlicher und schließt die Türe hinter ihr. "Wo brennt es denn? Liegt wieder einmal ein Gast der Dargha im Sterben?": erkundigt er sich mit deutlich zynischem Unterton und gähnt dann ausgiebig.      
Wed, Oct 1st 2025 08:41

"Zehn Peitschenhiebe, keine Strafe? Also für mich wär's zehnmal zuviel.": sagt Mari. "Ich hab schon genug von den Schlägen, die ich kassiert hab'. Morgen bin ich sicher von oben bis unten grün und blau. Aber ein paar Mal hab' ich die Furie auch erwischt.": sagt Mari befriedigt. Nachdenklich hört sie Saya zu. "Wenn ich abhauen will, dann kann ich das auch mit den Tätowierungen. Ein Handschuh oder ein Verband reicht für den Anfang und dann kann man es überstechen lassen. Aber ich will ja nicht abhauen. Ich will bei dir sein." Langsam macht sich der Schnaps auf leeren Magen auch in Maris Sprechweise bemerkbar. "Ich hab' ihn gefragt, ob er das alles nur abzieht, um mich in seine Dienste zu pressen. Er hat gelacht und gemeint, er hätte das improvisiert. Aber ich blick' bei dem nicht durch! Bei dem ist das wie, wenn du in einen kleinen Deich reinschaust. Du siehst nur dein Gesicht, aber nicht, was unter dem Wasser ist. Vielleicht stimmt's, vielleicht nicht. Aber eins ist sicher. Der fickt uns beide und das gleichzeitig." Mari schüttelt leicht den Kopf. "Wenn's nicht ausgerechnet wir beide wären, dann würd' ich sagen, daß er das verdammt elegant gedeichselt hat." Mari greift wieder nach der Flasche, läßt sie aber dann doch stehen.    
Wed, Oct 1st 2025 01:55

“Improvisiert…” sagt Saya nachdenklich. “Also, ehrlich, wenn er weiß, dass du was mit Gulama am Laufen hast, dann weiß der wohl auch ziemlich genau, dass ich hier mit Ratten verhandle, dass der Gregorian immer wieder hier war. Er weiß, dass ich mit meinen Jägern gegen die Ratten gezogen bin. Aber er bestraft mich dafür, dass du mich im Zwilling geschubst hast. Ganz abgesehen davon, dass er soundso uns beiden die Haut abziehen kann, wann immer er will, hätte er hier gar einige Punkte, mit denen er es auch plausibel erklären kann. Aber er nimmt die Lappalie, für die er mich an einen Baum hängt, stundenlang einfach hängen lässt und dann gibt er mir zehn Peitschenhiebe. Und er lässt dich dabei praktisch zusehen, damit sich der Eindruck von mir, zerschlagen am Baum, dir in den Kopf brennt.”   Saya nimmt die Schnapsflasche, nimmt noch einen ordentlichen Schluck, schaut Mari dann wieder an.   “Weißt du, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zum Schluss, dass sich das alles um dich dreht, und nicht um mich. Er wollte dich haben, er weiß aber, dass er dich nicht kriegt, wenn er mir den Hals umdreht. Jetzt hat er dich, ich bin praktisch entmachtet, und du bist die wahre Dargha, die nur ihren Bericht etwas biegen muss, wenn ich etwas machen will, das du nicht willst. Und du trägst jetzt die Farben der Kralle, du gehörst jetzt zu seinem Clan. Das heißt, er könnte dich nun auch offiziell einsetzen. Und er hat nun einen Kontakt zu den Ratten. Das heißt, wenn dich die Ratten jetzt, wo du die Farben trägst, überhaupt noch akzeptieren. Ich bin nur noch da, um Druck auf dich auszuüben. Das heißt, wenn er dich zu etwas zwingen will, genügt es, mich wieder an den Baum zu binden und mehr oder weniger zu verprügeln.”  
Wed, Oct 1st 2025 01:58

Gulama ist noch immer ganz aufgeregt. Heftig schüttelt sie mit dem Kopf.   “Dieses Mal geht es nicht um irgendein Folteropfer, Onkel,” meint Gulama. “Dieses Mal geht es um Mari. Und die Dargha. Mari hat eine blutige Wunde an der Schulter, und sie hat gesagt, jemand hätte die Dargha ausgepeitscht und sie hätte offene Wunden. Ich habe nur einige blutige Striemen an ihrer Brust gesehen, als ich hergekommen bin. Aber die Dargha hat gesagt, ich solle mich beeilen, also bitte, kommt schnell mit mir. Ich habe Angst, die Dargha könnte mich bestrafen, wenn ich zu lange brauche!”   Sie sieht den Heiler inständig an.  
Wed, Oct 1st 2025 10:09

"Jetzt red' doch keinen Blödsinn, Saya! Du bist doch nicht entmachtet! Ich soll dir nur helfen und den Bericht müssen wir beide machen. Da kann ich nichts verdrehen und du glaubst doch nicht wirklich, daß ich hinter deinem Rücken mit dem Kerl mauschle? Außerdem, selbst wenn ich so ein Miststück wär' hätt's keinen Sinn. Ich kann niemanden was anschaffen. Es gibt doch keiner einen Furz darauf, wenn ich anfangen wollt' herumzukommandieren. Du bist die Dargha, Saya und daß er uns gegeneinander ausspielen kann, das trifft uns beide."   Mari dreht sich jetzt ganz zu Saya. "Die haben mich aus der Küche vom Zwilling gezerrt, ich hab' keine Ahnung gehabt. Was hätt' ich denn tun sollen? Ich hab' ihm gesagt, ich bin schuld an der ganzen Geschichte, er soll mich bestrafen, nicht dich. Er hat's mir nicht gelaubt. Ich konnt' dich doch nicht einfach verrecken lassen! Glaub mir, ich hab das nicht so gewollt. Ich hab' dich nicht hintergangen, Saya, ich will mich nicht auf deinen Sessel setzen und Dargha spielen! Ich schwör's dir bei der Behüterin und all ihren Schatten!" Jetzt schnürt es ihr die Kehle zu, aber Mari will nicht losheulen. So schluckt sie ein paar Mal, dann nuschelt sie. "Ich brauch' einen Becher Wasser." Etwas wacklig steht sie auf.  
Wed, Oct 1st 2025 10:27

[Heiler] "Also dann, in Anais Namen.": brummt der Heiler, der Gulama nicht viel abschlagen kann. "Warte einen Augenblick, ich hole nur meine Sachen." Der Heiler ist schnell angezogen und sein großer Lederbeutel, in dem er seine Arzneien und Instrumente transportiert, steht wie immer gepackt bereit. Bevor er die Lampen löscht, zündet er noch die kleine Reiselaterne an, die er bei seinen nächtlichen Patientenbesuchen verwendet und drückt sie Gulama in die Hand. "Leuchte uns!": sagt er und greift nach dem langen Hartholzstab. Zu dieser Stunde, mit Gulama an seiner Seite will er kein Risiko eingehen. Er verschließt die Eingangstüre und sie machen sich eilends auf den Weg. Es dauert nicht lange, bis sie die Residenz erreichen.  
Wed, Oct 1st 2025 10:34

Saya nimmt noch einen ordentlichen Schluck, schaut danach Mari wieder an.   “Mari, ich sag ja nicht, dass du das gern tun würdest,” sagt sie dann. “Ich sag ja nicht, dass ich irgendwie glaube, dass du statt mir Dargha werden willst. Ich will mir nur auf die verdammte Geschichte einen verfickten Reim machen. Und, ja, mit dir hat die Kralle halt einmal das große Los gezogen. Denn wenn du sagst, du stellst dich nicht gegen mich, wenn er es will, dann wird er Gulama kassieren. Dann kannst du dir aussuchen, ob du nur mich verlierst oder alle beide. Aber es hilft nichts, wir müssen trotzdem weitermachen. Wir müssen mit dem Puff Gas geben. Wer weiß, wenn wir von den Ratten wieder etwas erwarten können, vielleicht kriegen im Puff die Kontakte, um unsere verdammten Tinkturen den Thornhoffern unter die Nase zu reiben. Und sonst alles, was wir herstellen werden.”    
Wed, Oct 1st 2025 10:39

Gulama rennt voraus, und der Heiler hat alle Mühe ihr zu folgen. Ihre Füße klatschen leicht auf dem unregelmäßigen Pflaster, und bald rennt sie mit ihm durch das große Tor, die Treppe nach oben.   Mari und Saya sind im Speisezimmer. Saya sitzt auf dem Tisch, die Schnapsflasche in der einen, die Zigarette in der anderen Hand. Ihre schwarze Jacke ist offen und gibt den Blick auf einige blutige Striemen frei, die ihr wohl quer über die Brust laufen.   Die Dargha grüßt den Heiler und deutet auf Mari.   “Könnt Ihr Euch ihre Schulter einmal anschauen?” fragt sie.
Thu, Oct 2nd 2025 06:05

Mari beruhigt sich etwas nach den Worten Sayas und holt sich schon bißchen wacklig auf den Beinen einen Krug Wasser und kippt den ersten Becher schon im Zurückgehen hinunter. "Es bleibt uns gar nichts anderes über, als weiterzumachen! Aber wir müssen darüber reden. Vielleicht ist es nicht nur ein Nachteil, daß mich die Kralle an der Leine hat. Aber erst, nachdem ich ein paar Stunden geschlafen hab. In meinem Kopf dreht sich alles, mir tut alles weh und halb besoffen bin ich auch." Mari stellt Wasserkrug und Becher auf den Tisch, geht zu Saya und streicht ihr übers Gesicht.   "Es wird uns schon was einfallen, Schatz, wie wir das so drehen können, daß du einen Vorteil davon hast, nicht die Kralle. Jede lausige Münze hat zwei Seiten." Als sie Saya einen Kuß gibt, hört sie Schritte und als sie sich umdreht, sieht sie den Heiler und Gulama. Sie grüßt den Heiler und schaut Gulama liebvoll an. Dann dreht sie sich um "Mich haben sie schon verarztet.": sagt sie auf Sayas Bitte an den Heiler, sich ihre Schulter anzusehen. "Saya hat's nötiger, daß ihr sie anschaut als ich." Aber Mari ist zu müde und schon wackelig auf den Beinen und bevor sie sich jetzt auf eine Diskussion einläßt, zieht sie sich ihr Hemd aus. Ihr ganzer Oberkörper ist mit Blutergüssen übersät, vor allem die rechte Seite. An der linken Schulter hat sie über dem Trapezmuskel eine recht tiefe Bißwunde. "Sie haben die Wunde gereinigt, aber die Sklavin hat gesagt, besser offen lassen, als verbinden."  
Thu, Oct 2nd 2025 06:21

[Heiler] Der Heiler deutet eine Verbeugung an, als er das Zimmer hinter Gulama betritt. "Die Zwillinge mit euch!": grüßt er höflich und nickt auf Sayas Bitte hin. "Selbstverständlich.": erwidert er und wartet bis sich Mari das Hemd ausgezogen hat. Verwundert zieht er eine Augenbraue hoch, als er feststellt, daß es sich bei der Schulterwunde um einen menschlichen Biß handelt. Mari muß eine gehörige Tracht Prügel kassiert haben, nach den Blutergüssen, die sich schon zu verfärben beginnen. Aber der Heiler läßt es unkommentiert. "Da es eine Bißverletzung ist, stimme ich zu die Wunde offenzulassen, aber ich werde euch etwas geben, Mari, mit dem ihr die Wunde alle paar Stunden eintupfen werdet. Aber paßt auf, die Tinktur hinterläßt Flecken, die sich nur schwer entfernen lassen. Zieht also nicht eure besten Kleidungsstücke an." Der Heiler kramt in seinem Beutel und reicht nach einer kurzen Weile Mari eine kleine Tonflasche. "Drei, vier Tropfen, nicht mehr." Dann wendet er sich Saya zu. "Zieht bitte euer Oberteil aus, Dargha, damit ich mir das Ausmaß eurer Verletzungen ansehen kann."      
Thu, Oct 2nd 2025 07:14

“Diese verfickte Dreckshure!” entfährt es Saya als sie Maris verfärbten Körper sieht. “Heiler, wenn ich dieses elendige Miststück in die Hände kriege, wie viel verlangt Ihr, wenn Ihr sie nachher falsch wieder zusammensetzt?”   Sie erwartet sich keine Antwort, wartet geduldig, bis der Heiler Mari untersucht hat. Sie stellt die Schnapsflasche auf den Tisch zurück, raucht inzwischen gemütlich weiter. Sie sitzt noch immer auf dem Tisch, relativ locker, mit geöffneter Lederjacke, die bereits den Bereich zwischen den Brüsten mit dazugehörigen blutigen Peitschenstriemen preisgibt. Dann schaut sie den Heiler an, schlüpft aus ihrer Jacke und stellt sich vor den Heiler.   Auf dem Rücken sind fünf fast exakt waagrechte Striemen eingezeichnet, wohl mit einer glatten, dünnen Schnur und mit viel Kraft ausgeführt. Die Haut ist nämlich auf der ganzen Länge aufgeplatzt. Auf dem Rücken sind derer vier: einer auf dem Bauch, zwei über den Busen, zwei Finger über den Brustwarzen der eine, genau darüber der zweite, einer eine knappe Handbreit unter dem Schlüsselbein. Über eine Brustwarze liegt noch ein zweites Mal, wohl von einem Rohrstock oder etwas ähnlichem ausgeführt.
Fri, Oct 3rd 2025 04:22

[Heiler] Sorgfältig nimmt der Heiler die Verletzungen in Augenschein und nickt zufrieden, als er hört, daß auch Sayas Wunden gereinigt wurden. "Eure Wunden sind zwar schmerzhaft und lästig, Dargha, aber wirkliche Gefahr besteht nicht. Ich könnte euch leichte Verbände anlegen, doch die müssten mehrfach am Tag gewechselt werden und ich habe meine Zweifel, ob ihr dazu die Geduld aufbringen würdet." Ein leichtes Schmunzeln umspielt seine Mundwinkel. "Ich rate euch daher die nächsten zwei, drei Tage zu Unterhemdchen, die ihr ein paar Mal am Tag wechselt. Wichtig ist dabei nur, daß ihr sie nicht so lange tragen dürft, daß sie an den Wunden kleben bleiben und verkrusten. Wenn ihr keine habt, dann wird euch Gulama ein paar geben. Ausschließen kann ich es nicht, daß an einigen Stellen oberflächliche Narben zurückbleiben werden, doch dagegen bin ich als Heiler machtlos." Der Heiler legt seine Neugierde, wer die Dargha wohl so zugerichtet hat, straffe Zügel an und denkt nicht daran, sich mit einer Nachfrage in ein Hornissennest zu setzten. Auch die neuen Tätowierungen Maris sind ihm aufgefallen, doch auch die übergeht er scheinbar. "Sonst kann ich euch nur raten, daß ihr euch zumindest diesen Tag lang mit schweren körperlichen Anstrengungen zurückhaltet, damit die Wunden nicht wieder aufbrechen.": sagt der Heiler abschließend.      
Mon, Oct 6th 2025 03:11

In diesem Moment kommt Gulama mit Condir in das Esszimmer. Condir schaut Saya an. In seinen Augen blitzt Wut auf, außer einem Grummeln kommt jedoch kein Wort über seine Lippen. Saya hingegen wendet sich zunächst an Gulama.   “Prinzesschen, geh runter und wecke einen der Jäger,” meint sie. “Sie sollen dir ein paar Unterhemden, Hemden, irgend so einen Kram geben. Und dann bringst du es mir herauf.”   Sie wendet sich an Condir.   “Und du holst mir Lisina,” sagt sie. “Bring mir einen Rohrstock und Seile zum Fesseln. Wenn sie hier ist, werde ich dir den Befehl erteilen, die Jäger zu holen, den du jedoch nicht ausführen wirst. Haben wir uns verstanden?”   Nun kommt sie wieder zum Heiler zurück.   “Ich danke Euch, Heiler. Und ich denke, dieses Mal wird es mir sogar gelingen, Eure Ratschläge genau zu befolgen,” meint sie. “Und es tut mir leid, dass ich Euch also wegen solcher Lappalien geholt habe. Aber ich habe bereits viele gesehen, die von einer Bissverletzung das verdammte Fieber bekommen haben.”
Mon, Oct 6th 2025 09:11

[Heiler] "Ihr habt gut daran getan mich zu rufen, Dargha! Wie ihr richtig sagt, sind Bißwunden gefährlich, besonders wenn sie von Menschen stammen. Wenn sich bei euch oder bei Mari Anzeichen einer Entzündung einstellen, bitte laßt mich sofort holen. Wenn ich sonst nichts mehr für euch tun kann, dann werde ich mich mit euerer Erlaubnis auf den Heimweg machen." Der Heiler hängt sich seinen Beutel über die Schulter und deutet höflich eine Verbeugung an, zuerst in Richtung Sayas dann Maris. "Schnelle Besserung und eine gute Nacht.": sagt er und wendet sich zum Gehen.    
Mon, Oct 6th 2025 09:12   Edited on Mon, Oct 6th 2025 09:58

Als Mari etwas von Rohrstock und Stricken im Zusammenhang mit Lisina hört, verzieht sie das Gesicht. Sie verabschiedet sich vom Heiler und wendet sich dann an Saya. "Ich will mir nicht anschauen, was du mit Ina vorhast, Saya! Dazu brauchst du meine Hilfe nicht und für heut' hab' ich mehr als genug von Prügeln und Blut. Ich geh' ins Bett!": sagt Mari mit rauher Stimme, wendet sich ab und macht sich leicht schwankend davon.  
Mon, Oct 6th 2025 10:59

Es ist mitten in der Nacht, als sich der Schlüssel zu Lisinas Gemach im Schloss dreht. Den ganzen Tag ist sie allein gewesen. Die Jäger haben ihr bloß einmal einen Krug Wasser und einen Topf mit dem unsäglichen Eintopf hingestellt - wie immer ohne irgendwelches Besteck. Von Saya gab es den ganzen Tag lang keine Spur.   Condir ist der erste, der den Raum betritt. Unverwandt schaut er auf die schlafende Lisina und weckt sie mit einem Tritt in die Seite.   “Aufwachen, Miststück!” sagt er verächtlich und schaut sie unverwandt, ja feindselig an.   Lisina weiß, dass sie von diesem Hünen wenig Nachsicht zu erwarten hat - ganz im Gegenteil: Er scheint einer derer zu sein, der sie am meisten hasst, vielleicht abgesehen von Marissa. Auf der anderen Seite gehört er zu denjenigen, die sie wenigstens noch nie unsittlich berührt haben. Ganz im Gegenteil, Lisina als Frau scheint ihm völlig egal zu sein.   “Die Dargha will dich sehen!” herrscht er sie an und zerrt sie an den Haaren auf die Füße.   Zwei weitere Jäger kommen herbei, binden ihr die Hände vor dem Oberkörper zusammen. Condir nimmt sie an eben diesen Händen und zieht sie aus dem Raum, die Treppe nach oben.
Mon, Oct 6th 2025 11:11

Saya verabschiedet sich nun auch vom Heiler.   “Wendet Euch gerne morgen an Gulama, sie wird Euch für Eure Umstände bezahlen,” sagt sie zu ihm.   Nachdem er schließlich gegangen ist, wendet sie sich an Mari.   “Ich weiß noch nicht, ob ich sie wirklich so stark schlagen werde,” sagt sie. “Ich werde ihr einen gehörigen Schrecken einjagen, sie zum Winseln bringen. Vielleicht zwei drei Schläge, die richtig schmerzen, nur um ihr die Angst etwas zu vergrößern. Dass sie sich der Tragweite ihrer verblödeten Aktion noch einmal klar wird. Wenn ich sie richtig misshandle, dann ausschließlich dann, wenn sie sich auch noch blöd verhält.”   Sie schaut zur Treppe, ihr kommt vor, als hätte sie bereits Schritte gehört. Sie wendet sich wieder an Mari und fügt leiser hinzu: “Ich weiß nicht, was du mit mir gemacht hast, aber ich bin es einfach leid, ständig Menschen zu verprügeln.”
Mon, Oct 6th 2025 11:20

Den ganzen vergangenen Tag über hat Lisina mit verbissener Zähigkeit geübt. Mit der Linken Bewegungsabläufe wie das Ziehen einer Waffe, Paraden, Stiche, Hiebe und mit der Rechten hat sie immer wieder versucht ihre steifen Finger zu bewegen, bis die Schmerzen unerträglich geworden waren. Als es dunkel geworden war in ihrem Loch, hat sie sich müde auf ihren Strohsack gelegt. Sie hat geschlafen, aber war schon aufgewacht, als sich die Türe geöffnet hat. "Fick dich, Mastochse!": knurrt sie, als sie Condir sie an den Haaren hochzieht. Sonst verhält sie sich ruhig und macht keine Schwierigkeiten. Wozu auch? Sie hat sich Saya ergeben. Das ändert zwar nichts daran, daß sie dieser riesigen Mißgeburt nur zu gern einen kräftigen Tritt in die Eier verpaßt hätte, aber sie läßt sich ohne jeden Widerstand hinauf führen.      
Mon, Oct 6th 2025 11:36

Schon fast auf der Treppe, dreht sich Mari um, schaut Saya an und kommt dann leicht wackelig wieder auf sie zu. Sie sagt nichts, umarmt sie und küßt sie. Erst als sie wieder von ihr abläßt sagt Mari leise. "Das ist gut, Saya. Wirklich! Auch wenn sie's tausendmal verdient hätt' ist es gut so! Glaub mir!" In Maris Augen leuchtet nur tiefe Zuneigung. Sanft streicht sie Saya über die Wange. "Vergiß es halt nicht, auch wenn sie wieder ihr Schandmaul aufreißt." Nochmals küßt sie Saya, sehr zart und innig. "Ich bin besoffen, Schatz! Ich muß mich hinlegen.": flüstert sie und läßt Saya los.      
Tue, Oct 7th 2025 08:58

Saya erwidert den Kuss, auch wenn Mari merken wird, dass sie zu Beginn zusammenzuckt. Die Umarmung schmerzt auf den blutigen Striemen, der Kuss schmerzt auf den zerschlagenen Lippen.   “Sie hat dich in die Fänge der Kralle getrieben,” sagt sie dann jedoch mit finsterem Blick. “Ich kann ihr das nicht durchgehen lassen!”   In diesem Moment erscheinen die Jäger mit Lisina im Esszimmer. Zu Beginn sieht Lisina Saya von hinten, den großen, tätowierten Skorpion auf ihrem Rücken, von fünf blutigen Striemen durchzogen. Sie hat sich nämlich die Jacke nicht wieder angezogen. Sie dreht sich um, schaut Lisina kalt, finster an. Ein Striemen führt ihren Bauch entlang, zwei über die Brust. Die Brustwarzen sind aufgeschlagen, geschwollen. Ein weiterer Striemen geht über ihr Brustbein. Die Lippen sind aufgeplatzt, ebenfalls inzwischen angeschwollen.   “Bindet sie bäuchlings über den Tisch, die Beine an die Tischbeine!” befiehlt sie nur knapp.
Tue, Oct 7th 2025 11:08

Condir nickt. Die Fesseln werden kurz gelöst, längere Seile an die Handgelenke gelegt. Er zieht Lisina zum Tisch, bis sie mit der Hüfte gegen die Tischplatte stößt. Dann drückt er sie unsanft auf die Platte. Die Jäger ziehen an den Seilen an den Handgelenken, bis die Arme gestreckt sind, befestigen sie an den Tischbeinen. Dann binden sie ihre Beine fest. Sie legt nun bäuchlings auf dem Tisch, die Hüfte gegen die Kante gepresst, mit gespreizten Beinen. Saya setzt sich rittlings auf einen Stuhl vor ihr, schaut ihr kalt ins Gesicht.
Tue, Oct 7th 2025 02:36

Es liegt Mari schon eine Antwort auf der Zunge, aber sie hat keine Kraft mehr, um mit Saya zu diskutieren und sie will auch nicht mehr. Wackelig tappt sie die Stufen hinauf, wobei ihr die geprellten Muskeln fast so viel Schwierigkeiten machen, wie der Schnaps, den sie in sich hineingeschüttet hat. Endlich im Schlafzimmer angelangt, läßt sie sich auf ihr Bett plumpsen, streift nach einigen mißlungenen Versuchen ihre Schuhe ab und zieht sich die Hose aus. Sie läßt sich einfach auf die Seite fallen. Das Bett unter ihr schwankt wie ein Boot in leichter Dünung, aber das stört sie jetzt nicht mehr. Ächzend zieht sie sich die Decke bis zum Kinn. Für einen Augenblick wandern ihre Gedanken zu Saya und Mari betet. Sie dankt der Behüterin für ihren Schutz und daß sie Saya langsam zu sich finden läßt. Sie will nicht mehr über die Zukunft und die Folgen dieses Tages nachdenken. Für den Augenblick genügt es ihr, daß die beiden Frauen, die sie liebt, in Sicherheit sind. Dann zieht sie Schnaps und Müdigkeit in den Schlaf.      
Tue, Oct 7th 2025 02:37

Überrascht reißt Lisina die Augen auf, als sie die Jäger ins Eßzimmer treiben und sie die blutigen Striemen am Körper der halbnackten Saya bemerkt. "Bei den Schatten! Wie siehst du denn aus? Wer hat sich da an dir ausgetobt?": erkundigt sie sich erstaunt. Sie läßt sich ohne Gegenwehr an den Tisch binden. Als sich Saya vor sie hinsetzt, hebt sie den Kopf, so daß sie ihr in die Augen sehen kann. "Was wird das jetzt? Ich bin den ganzen Tag in meinem Kobel gehockt und habe nicht einmal einer Fliege die Beine ausgerissen. Krieg ich es jetzt, weil dir deine Oberherren ein paar verpaßt haben? Wenn du dich abreagieren willst, dann nur zu. Aber zum Dampf ablassen, Dargha, fällt mir auch was ein. Ich zeig’ es dir, wenn du mich wieder losmachen läßt." Lisinas grinst sie anzüglich an.  
Wed, Oct 8th 2025 10:51

Saya schaut zu den Jägern.   “Ihr könnt gehen, Condir, du bleibst bitte noch ein wenig.”   Dann sieht sie Lisina kalt an.   “Weißt du, es geht nicht darum, was du heute getan hast,” antwortet sie ruhig und mit derselben Eiseskälte in der Stimme wie in den Augen. “Es geht darum, was du getan hast, bevor du hier gelandet bist, und was du damit angerichtet hast.”   Saya steht auf und streicht Lisina über die Wange.   “Ich habe heute einige sehr unangenehme Momente verbracht deswegen,” sagt sie. “Aber es geht gar nicht so sehr darum. Es geht darum, was mit Mari deswegen passiert ist.”   Sie geht nun langsam den Tisch nach unten, streicht mit ihrer Hand über Lisinas Rücken, ihr Gesäß.   “Mari wurde gezwungen, sich die Farben der Kralle tätowieren zu lassen, sie ist nun also in direkter Abhängigkeit zu ihr, muss ihr folgen, ihr Auskunft geben, ihr zur Verfügung zu stehen. Und das alles wegen dir.”   Sie fährt mit der Hand zwischen ihre Beine, die Oberschenkel nach unten.   “Du hast also uns beide ziemlich in den Arsch gefickt, Lisina,” meint sie dann und schlägt ihr abrupt mit dem Rohrstock zwischen die Beine, nicht mit Gewalt, aber doch ziemlich schmerzhaft. “Und mir gefällt es, wenn die Strafen zu dem passen, was jemand angerichtet hat.”   Sie kommt wieder zu Lisinas Gesicht hoch, indem sie mit der Hand den umgekehrten Weg von vorhin nimmt. Sie setzt sich wieder vor Lisina hin, schaut ihr wieder kalt in die Augen.   “Condir, hol mir doch bitte vier oder fünf Jäger, die gerade Lust haben, Lisinas Hintereingang zu penetrieren.”   Condir nickt, wenig später hört Lisina, wie er die Treppen nach unten geht.
Thu, Oct 9th 2025 01:29

Ihrem Gesichtsausdruck nach zu schließen, hat Lisina kaum eine Idee, wovon Saya redet. Sayas Berührungen dagegen sind ihr nicht unangenehm. Selbst als Saya mit dem Rohrstock zuschlägt, ist ihr leises Stöhnen zumindest zu einem Teil begehrlich. Doch dann verändert sich ihr Gesichtsausdruck und ein kalter Glanz tritt in ihre Augen. "Was habe ich mit einer Kralle zu tun? Ich weiß ja nicht einmal was oder wer das ist. Oder mit euren blödsinnigen Tätowierungen? Wenn ich etwas getan habe, dann stehe ich auch dazu und du brauchst dir nichts einfallen zu lassen, um mich zu quälen. Ich weiß, daß du es brauchst, daß es dich die Quälerei geil macht. Also schlag mich, wenn du willst! Quäle mich, benutze mich, gib es mir bis du naß bist. Ich habe mich dir ergeben, bedingungslos. Du hast mich in der Hand, weil ich es so haben wollte. Ich kann und will mich nicht dagegen wehren. Aber eines sage ich dir! Wenn du mich noch einmal diesen Tieren vorwirfst, dann bring mich hinterher besser um. Denn wenn du mich am Leben läßt, dann stehe ich irgendwann hinter dir und dann nehme ich dich aus wie einen Fisch, erwürge dich mit deinem Gedärm und wenn es das Letzte ist, was ich in dieser Welt tue, bevor ich zu den Schatten fahre." Lisina ist nicht laut geworden. Es klingt auch keine Wut in ihrer Stimme mit, nur kalte Entschlossenheit. "Also überlege es dir." Immer noch schaut sie Saya direkt in die Augen.      
Fri, Oct 10th 2025 09:16   Edited on Fri, Oct 10th 2025 09:29

Saya streicht mit ihren Fingern noch einmal über Lisinas Wange und schaut sie mit einem diabolischen Grinsen an.   “Weisst du, Lisina,” meint sie dann mit kalter Stimme, “dank dir hat mich die Kralle auf dem Kieker. Das heißt, dass ich früher oder später soundso ausgeweidet werde. Die Frage ist also nur mehr, wie lange das Filetieren dauert. Und die Kralle nimmt sich dafür sehr viel Zeit, das kannst du mir glauben.”   Saya steht auf, streicht noch einmal über Lisinas Rücken.   “Und du willst wissen, wer die Kralle ist? Die Kralle ist der Mann, dem ich mit Haut und Haaren ausgeliefert bin. Er ist der Mann, der jeden verdammten Dargha in dieser Stadt kontrolliert. Und er hat, immer dank dir, Mari mit seinen Farben versehen.”   Die Hand streicht nun wieder über Lisinas Po.   “Er hat sie in einen Treueschwur ihm gegenüber gezwungen, und das heißt für mich, dass ich jetzt einen seiner Agenten in meinem Bett habe. Einen Agenten jenes Mannes, der mir in den nächsten ein oder zwei Jahren wohl die Haut abziehen wird.”   Sie fasst Lisina nun an der Taille und drückt mit einem Ruck ihre Hüften gegen ihr Hinterteil, während sie sagt: “Verstehst du also, wie sehr du mich in den Arsch gefickt hast?”
Fri, Oct 10th 2025 02:51   Edited on Fri, Oct 10th 2025 02:54

"Was redest du da für einen Scheiß daher? Wieso dank mir?": knurrt Lisina. "Gut, du hast Probleme mit deinem Haus, das verstehe ich. Du bist sauer, daß verstehe ich auch. Aber was verdammt noch einmal soll ich damit zu tun haben? Schon vergessen? Ich bin eine Kellerratte und die haben nichts mit euch Tätowierten zu tun!" Dann senkt sie für einen Moment ihren Blick.   "Wenn du glaubst, daß irgendeine blöde Tätowierung Marissa zur Verräterin macht, dann kennst du sie nicht! Hast du es immer noch nicht begriffen? Sie liebt dich und sie geht für dich sterben, wenn es sein muß!" Für einen Moment klingt Lisinas Stimme weich und traurig. "Aber wenn du ihr nicht mehr trauen willst, dann mußt du sie wohl aus deinem Bett werfen. Doch das wird dir eines Tages leid tun." Als Lisina ihren Blick wieder zu Saya hebt, ist der kalte Glanz aus ihren Augen gewichen. "Du willst deine Wut an mir auslassen. Dann mach es, Saya. Aber wirf mich nicht mehr diesen Tieren vor!" Langsam, zögerlich, so als fiele es ihr schwer sie auszusprechen, kommen ihre nächsten Worte. "Ich will dich nicht hassen müssen, bitte!"  
Sat, Oct 11th 2025 08:31

Der Rohrstock trifft Lisina wieder zwischen den Beinen, etwas stärker als letztes Mal, aber wieder komplett aus dem Handgelenk ausgeführt.   “Und das soll es besser machen?” fragt Saya. Die Kälte aus ihrer Stimme ist gewichen. Wut ist in ihr, und Sorge. Ganz viel Sorge. “Soll es besser sein, wenn Mari ihr Leben auch noch wegwirft? Wenn die Kralle mir beim nächsten kleinen Fehltritt den Arsch aufreißt und Mari noch dazu, weil sie nichts darüber berichtet hat? Das soll mich wirklich trösten?”   Der Rohrstock knallt wieder zwischen ihre Beine.   “Und was du damit zu tun hast? Wärst du einfach in deinem Rattenloch geblieben, hätten wir noch immer unsere Ruhe. Alles hat damit begonnen, dass du dir in deinen Kopf gesetzt hast, Mari umzubringen und mich zu entführen! Dass ich mich gegen dich wehren musste!”   Nun hört Lisina das zwischen des Rohrstocks in der Luft, er trifft sie auf der linken Pobacke. Sie spürt das Holz des Stockes über ihren Rücken streichen und wenig später erscheint Saya wieder vor ihrem Kopf.   “Du hast es also wahrscheinlich doch geschafft, Mari und mich umzubringen. Und nun soll ich Gnade walten lassen?”   Sie setzt sich wieder auf den Stuhl vor Lisina.   “Was glaubst du, wie viele werden sich melden, dir ihr Ding in den Arsch zu rammen?”
Sat, Oct 11th 2025 05:39   Edited on Sat, Oct 11th 2025 07:13

"Nein! Es macht es nicht besser, aber es gibt dir die Sicherheit ihr über den Weg trauen zu können und ihr müßt euch gegenseitig trauen, sonst hat dieser Krallenarsch schon gewonnen." Die Schläge scheinen ihr langsam keine Freude mehr zu machen, aber sie zuckt nicht mit der Wimper, als sie Saya wieder trifft. "Ich habe mir gar nichts in den Kopf gesetzt! Ich wollte einfach mein Leben zurück, sonst gar nichts. Und dich umbringen? Wozu? Wer schmeißt schon den Schlüssel zu einer Truhe voll Silber in den Fluß? Nein, du warst nur ein Mittel zum Zweck. Und jetzt komm' mir nicht damit, daß du es nicht getan hättest, an meiner Stelle." Als Saya um den Tisch herumgeht und Lisina wieder sehen kann, schaut sie zu ihr hinauf.   "Ich wollte Marissa damals nicht das Licht ausblasen und ich war mir nicht einmal sicher, ob ich sie wirklich an meinen Vater ausgeliefert hätte, wäre sie in meine Hände gefallen. Ich habe sie damals so gequält, damit sie am Leben bleibt, damit ich sie liegen lassen kann und es meinem Vater als besondere Grausamkeit verkaufen konnte. Ich hätte sie umbringen sollen. Und du? Ich weiß nicht, was du mit mir gemacht hast, aber ich glaube, ich könnte es jetzt nicht mehr. Aber nochmals diese dreckigen Tiere?" Lisina schüttelt langsam den Kopf. "Ich habe es ernst gemeint. Dann mußt du mich umbringen! Vielleicht willst du das ja auch. Dann tue es, Saya, ich kann dich nicht daran hindern." Sie zuckt die Achseln auf die Frage Sayas. "Wahrscheinlich alle, bis auf den Mastochsen und die zwei, drei, die mich auch das erste Mal in Ruhe gelassen haben. Aber was spielt das schon für eine Rolle? Schon einer von diesen Scheißkerlen ist einer zu viel."  
Sun, Oct 12th 2025 10:29

“Nur hast du dein Leben nicht zurück,” antwortet Saya kühl. “Das Einzige, das du erreicht hast, ist, dass du Maris Leben auch weggeworfen hast. Sage mir, Lisina, was soll ich mit dir tun? Wie soll ich dich dafür bestrafen? Welche Strafe wäre angemessen, dafür, dass du einfach nicht in deinem Loch bleiben konntest, dass du meinen Haushalt in Gefahr gebracht hast, obwohl wir mit dir überhaupt gar nichts zu tun haben wollten? Eigentlich wäre jede Strafe zu milde. Also, sag du mir, was würdest du mit mir anstellen, wäre ich du, und du ich?”   Saya sieht Lisina an, spielt dabei mit dem Rohrstock zwischen ihren Fingern.   “Es wird übrigens keiner der Jäger kommen,” sagt sie schließlich. “Ich habe Condir gesagt, er soll diesen Befehl nicht ausführen. Du würdest einfach verbluten, wenn sie dich noch einmal rannehmen, und das wäre viel zu einfach. Ich kann dich auch nicht an deinen Vater verkaufen, weil er einfach zu dumm dazu ist, mit mir eine Einigung zu finden. Weil er mir verspricht, sich von seiner Macht zu verabschieden, und stattdessen einen Krieg beginnt. Und mich ebenfalls versucht, in den Arsch zu ficken. Also, sag mir, was soll ich mit dir jetzt machen?”
Tue, Oct 14th 2025 05:17   Edited on Tue, Oct 14th 2025 05:17

"Ich weiß es nicht, Saya. Noch vor zehn Tagen hätte ich dir wahrscheinlich die Haut abgezogen und dich in Stückchen an die Ratten verfüttert. Oder auch nicht. Ich weiß es nicht und jetzt weiß ich es noch viel weniger. Mein Leben und ich sind ein Scherbenhaufen. Alles, was richtig und wahr gewesen ist, hat sich in einen Haufen Zweifel und Fragen aufgelöst. Ich weiß ja nicht einmal mehr, wer ich selber bin, was ich will und wo ich hingehöre.": sagt Lisina leise. Sie schaut vor sich auf den Boden und spricht weiter.     "Danke, Saya, daß du mich nicht diesen Schweinen vorwirfst, daß werde ich dir nicht vergessen. Ich kann nichts ungeschehen machen. Niemand kann das, aber ich kann versuchen, dir von Nutzen zu sein und wenigstens etwas gutzumachen. Ich bin nicht dumm und wenn ich wahrscheinlich im Kampf nicht mehr so gut werde, wie ich einmal war, so werde ich daran arbeiten. Du bist mein Quälgeist und meine Erfüllung, ich will dir weh tun und gleichzeitig hasse ich mich dafür und will ich bei dir sein. Ein Teil von mir haßt dich, der andere liebt dich auf eine seltsame Art, aber beide wollen dich, begehren dich. Wenn du mich bestrafen willst, dann schick mich fort. Wirf mich der ersten Hand in den Rachen oder übergib mich meiner Schwester! Wirf mich den Hunden in der Mehras vor, verkaufe mich an den Gecken, an ein paar Perverse. Oder wenn du länger etwas von deiner Strafe haben willst, dann laß mich jeden Tag zu deinen Füßen um eine Berührung betteln und verwehre sie mir, bevor du mich verkaufst oder langsam umbringst. Aber wenn du mich bei dir läßt, dann schwöre ich dir Gehorsam und du kannst mich von Kopf bis Fuß tätowieren lassen. Liegt an dir, Saya!"  
Wed, Oct 15th 2025 09:49   Edited on Wed, Oct 15th 2025 03:11

“Vielleicht sollte das alles einfach ich übernehmen. An einem Tag lass ich dich betteln, am nächsten Tag bin ich die Perverse, dann wieder eine Hündin aus der Mehras, und du weißt nie, was passiert, wenn ich zur Tür herein komme,” sagt Saya nachdenklich. Schließlich schaut sie Lisina in die Augen, und in in ihren eigenen blitzt es gefährlich auf.   “Aber wenn ich dir meine Farben gebe, dann ist das keine Strafe! Dann ist das eine Ehre für dich!” sagt sie bitternst, während sie die Seile an Lisinas Handgelenken löst und sie damit aus dieser doch unbequemen Position befreit.   “Aber warum deiner Schwester?” fragt Saya. “Was ist nun wieder mit deiner Schwester?”
Wed, Oct 15th 2025 04:03

"Das wäre nichts Neues.": sagt Lisina. "Ich lese dir in der Zwischenzeit schon einiges von der Nasenspitze ab, aber was mich erwartet, wenn du zu mir kommst, daß kann ich nur raten." Auch wenn die Aussicht Imeria Tätowierungen tragen zu müssen, für Lisina ziemlich wenig mit Ehre zu tun hat, sagt sie nichts dazu, denn sie weiß mittlerweile, daß Saya empfindlich ist wie die Haut eines Babyhinterns, wenn es um die Barbarenhorde geht, die sie Haus nennt. Trotzdem war es ernst gemeint gewesen. Sie reibt sich die Handgelenkte, als sie Saya losmacht und sie sich aufrichtet. "Danke.": sagt sie schlicht.   "Für meinen Vater bin ich eine Enttäuschung, ein Ärgerniss und eine Fehlinvestition, aber Sybel haßt mich aus ganzem Herzen. Ich nehme an, du weißt, daß Marissa meine Brüder umgebracht hat. Sybel hat sie auch erwischt, aber sie hat meine kleine Schwester nicht das Licht ausgeblasen, sondern ihr das Gesicht zerschnitten. So schlimm, daß sie selbst zu Hause nur mit einer Maske herumläuft. Ich habe meine kleine Schwester sehr gern gehabt, daß hat Marissa sehr genau gewußt. Wahrscheinlich hat sie Sybel deswegen am Leben gelassen, damit mir jeden Tag das Herz blutet, wenn sie ansehe. Sybel dagegen gibt mir die Schuld an ihrer Verstümmelung und haßt mich dafür, wie die rote Pest. Ganz Unrecht hat sie damit auch nicht, von ihrem Standpunkt aus gesehen! Hätte ich Marissa damals umgebracht und sich nicht nur schwer verletzt hängen gelassen, dann hätte sie ihr zartes, schönes Gesicht immer noch. Wenn sie mich in die Finger kriegt, ohne daß mein Vater davon weiß, dann wird sie es mir bitter heimzahlen."  
Wed, Oct 15th 2025 05:11

“Gibt es eigentlich irgendjemanden, der dich nicht hasst?” fragt Saya und schaut Lisina ernst an. Sie geht dann um den Tisch herum, stellt sich hinter Lisina. Ihre Hände gehen auf Lisinas Brust, drücken sie zusammen, dann gehen sie über ihren Bauch, ihre Leisten, ihre Beine. Sie löst schließlich auch Lisinas Fußfesseln. Sie macht einen Schritt zurück.   “Wer weiß, vielleicht ist dein Vater so blöd, dass deine Schwester auch irgendwann in meiner Hand sein dürfte. Wäre das nicht schön? Euch beide wiederzuvereinen? Oder wäre es dir doch lieber, ich würde dich einfach Condir zum Training überlassen?”   Sie macht eine kurze Pause.   “Sag mir Lisina, wie oft am Tag müsste ich dich durchprügeln, dass du es bei mir schlechter hast als wenn ich dich zurück zu den Ratten schaffen würde? Die Erste Hand trachtet nach dir, dein Vater ebenso, deine Schwester am meisten von allen… Du müsstest mich nicht anflehen, dass ich dich berühre, du müsstest mich anflehen, dass ich dich behalte, wozu auch immer. Also, Lisina, erkläre mir: Was hat dich dazu bewogen, die einzige Frau, die dich nicht gehasst hätte, so schwer zu verletzen? Und überzeuge mich davon, dass du mir von Nutzen sein kannst, außer als Trainingsfleisch für meine Peitschen.”
Wed, Oct 15th 2025 07:10   Edited on Wed, Oct 15th 2025 07:16

Wohlig seufzt Lisina als sie Saya berührt und schmiegt sich ein wenig an sie. "Ich habe mir eine Menge Feinde gemacht, aber unmöglich wäre es nicht, wieder heim zu gehen.": sagt Lisina nach einer kleinen Weile. "Nur dann müßte ich gegen meine Familie kämpfen. Es gäbe schon noch einige, die mir folgen würden. Aber das möchte ich nicht, abgesehen davon, daß ich nicht weg will. Es ist ein bitteres Auflachen, als Saya etwas von Wiedervereinigung der Schwestern sagt. "Wenn es nach mir geht, rennst du damit offene Türen ein. Trotz allem hat sie immer noch einen Platz in meinem Herzen und ich vermisse sie, aber Sybel …" Lisina schüttelt den Kopf. Dann glitzert es einen Moment kalt in ihren Augen. "Dein Mastochse hätte nicht viel Freude an mir, soviel kann ich dir versprechen."   Doch diese Anwandlung geht schnell vorbei. Sie legt den Kopf leicht zur Seite und schaut Saya in die Augen. "Also gut! Ich flehe dich an, laß mich hier bei dir bleiben." Dann senkt sie ihren Blick und ist für ein paar Herzschläge lang still. "Ich weiß nicht, ob es viel Sinn hat, du glaubst mir wahrscheinlich doch nicht. Aber vielleicht hörst du mir diesmal zu. Ich habe Marissa schlecht behandelt. Ich war das Miststück, das so viele in mir sehen, das stimmt. Aber bei den Zwillingen, ich wollte sie niemals martern oder verletzten!" Lisina macht einen kleinen Schritt zurück und setzt sich auf den Tisch.   "Nachdem mein Vater Marissas Vater und ihren Bruder umbringen hat lassen, wollte er reinen Tisch machen und auch Marissa zu den Schatten schicken. Wochenlang habe ich auf ihn eingeredet, um ihn davon abzubringen. Er hat sich nicht überzeugen lassen und als es dann so weit war, da habe ich ihm gesagt, ich mache es. Mein Vater hat mir schon so mißtraut, daß er mir einen meiner Brüder mitgeschickt hat. Ich habe keinen Augenblick die Absicht gehabt, Marissa umzubringen, das schwöre ich. Also habe ich sie an einen Baum hängen lassen und sie ausgepeitscht. So sehr, daß es so ausgesehen hat, daß sie daran sterben wird. Ich habe sie hängen lassen und das auch meinem Vater so verkauft. Aber kurz danach haben sie zwei meiner Leute, auf die ich mich verlassen konnte, vom Baum geholt und sie der Alten übergeben, die ich dafür bezahlt habe, daß sie Marissa wieder auf die Beine bringt. Für meinen Vater war Marissa tot und damit in Sicherheit. Damit, daß sie sich blutig rächt, habe ich nicht gerechnet. Dann hat der ganze Irrsinn erst wirklich angefangen und ich war für meinen Vater und meine Schwester schuld daran, weil ich Marissa nicht wie angeordnet umgebracht habe. Ich habe versucht, Marissa zu erklären, daß ich ihren Vater und ihren Bruder nicht umgebracht habe, aber sie glaubt mir nicht. An ihrer Stelle würde ich es wahrscheinlich auch nicht, aber es ist die verdammte Wahrheit."   Lisina schluckt ein paar Mal, bevor sie weiterredet. "Wie soll ich dich davon überzeugen, daß für dich von Nutzen sein kann, wenn ich tagein, tagaus in der Kammer hocke? Ich könnte vieles für dich tun. Zum Beispiel auf die andere Seite gehen, ich habe immer noch Verbindungen und Kontakte. Ich kann dir Leute vom Hals schaffen, die du sonst nicht anrühren kannst und vieles mehr. Aber das setzt voraus, daß du mir zumindest ein wenig über den Weg traust und das ist das Problem. Laß mich damit anfangen. Komm mit mir raus auf den Hof bitte."  
Wed, Oct 15th 2025 10:36

“Das hört sich ja alles ganz gut an,” antwortet Saya. “Die Sache ist nur die… Wenn alle, die mir Treue geschworen haben, hinter mir stehen würden, ich hätte eine Armee, mit der ich ohne Probleme jeden einzelnen von euch Ratten die Gurgel umdrehen könnte. Nur eben, die meisten waren nackt vor mir - und wenig später trugen sie nicht einmal mehr ihre Haut. Und Mari, nun ja, die sagt halt immer, dass du sehr gut darin bist, Dinge zu sagen, die dir weiterhelfen.”   Sie geht zum Tisch, wo ihre Jacke ist, nimmt ihren Tabakbeutel, formt eine Zigarette, zündet sie an.   “Weisst du, ich vertraue dir weit mehr, als Mari wissen dürfte. Wenn sie wüsste, wie oft ich mit dir alleine irgendwo bin, sie würde durchdrehen. Aber dich zu den Ratten schicken? Du hast als Ratte Mari gefoltert, geschunden. Du wolltest sie als Ratte ermorden. Du hast mich als Ratte entführt. Ich müsste ganz schön dumm sein, dich genau dahin zurückzuschicken, oder? Nicht bevor ich mir nicht sicher sein kann.”   Sie zieht an ihrer Zigarette.   “Aber gut,” sagt Saya schließlich. “Ich habe zwar absolut keinen Bock dazu - aber gehen wir in den Hof.”
Wed, Oct 15th 2025 11:25   Edited on Wed, Oct 15th 2025 11:32

"Stimmt! Marissa hat recht. Ich bin ganz gut mit Worten, wenn ich mich anstrenge. Sie weiß es aus eigener Erfahrung.": gibt Lisina ohne Umschweife zu. "Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, daß es viel mit Vertrauen zu tun hat, daß du oft mit mir allein bist. Ich nicht zwar nicht voll eingestiegen bei unserem kleinen Training, aber du weißt sehr gut, wie sehr mich diese Scheißverletzung behindert. Ich müßte schon verdammt viel Glück haben, dir ans Leder zu kommen und du brauchst nur zu rufen und deine ganze Schweinebande kommt angetrabt. Einmal ganz abgesehen davon, daß du mir nur auf die Titten greifen mußt und ich falle mit weit gespreizten Beinen auf den Rücken. Aber ich weiß schon, daß ich viel verlange, wenn ich von über den Weg trauen rede! Aber ich kann es dir nicht beweisen, wenn du mir keine Gelegenheit dazu gibst."   Dann nickt sie. "Danke, daß du mit mir rausgehst." Auf dem Weg in den Hof sagt Lisina. "Kurz nach dem Erdbeben bin ich nicht davon gerannt, als ihr alle durcheinander gelaufen seid, wie die Hühner und das Tor unbewacht war. Aber ich habe mir etwas gegriffen." Lisina bleibt vor einem der großen steinernen Blumentröge stehen. "Für dich ist es vielleicht nicht viel. Aber es ist das Letzte, was ich noch habe. Der einzige Ausweg zu meinen Bedingungen, mein Hinterausgang." Sie bückt sich, steckt eine Hand in die lockere Erde und zieht sie langsam wieder mit einem ordinären Messer heraus. Keine echte Waffe, aber in geübten Händen so tödlich wie ein Dolch. Noch immer vor dem Trog hockend, schaut Lisina zu Saya hoch und hält ihr das Messer mit dem Griff voraus hin. "Jetzt bin ich wirklich in deiner Hand."      
Thu, Oct 16th 2025 03:54

Wortlos nimmt Saya Lisina das Messer aus der Hand, hält es, die Spitze zum Boden gerichtet. und schaut Lisina einfach nur an.   “Ich werde aus dir einfach nicht schlau,” antwortet sie dann. “Du hättest mich zerstören können. Ich war in deinem Keller, mit einer kaputten Schulter, gebrochenen Rippen. Du hättest mich nur eine halbe Stunde aufziehen müssen, ich wäre zusammengebrochen. Du brauchst mir nicht zu sagen, das hättest du nicht bemerkt. Du hast mich verschont, wohl wissend, dass das dein Untergang sein würde. Ich habe dich gefoltert, ich habe dich geschändet, ich habe dir vielleicht mehr angetan, als ich es je irgendjemandem getan habe, und du wirfst dich mir zu Füßen. Ja, du hast gewinselt, du hast gebettelt. Aber ich habe es nie geschafft, das Feuer in deinen Augen auszulöschen.”   Saya nimmt nun das Messer und steckt es wieder in den Blumentopf, bis der gesamte Schaft in der Erde verborgen ist.   “Du bist der einzige Mensch, dem ich begegnet bin - vielleicht mit Ausnahme von Mari - der mir eigentlich hoffnungslos überlegen ist. Aber auch Mari tut sich schwer, über ihren Schatten zu springen. Für dich scheint dein Schatten ein notwendiges Übel zu sein.”   Sie hebt die rechte Hand, fährt Lisina über ihren Oberkörper, zwischen den Brüsten durch, bis zu ihrem Bauchnabel.   “Was treibt dich an, Lisina, was geht in deinem Kopf vor? Das ist nicht alles Berechnung, ich tue mich einfach schwer, das zu glauben. Du bringst mich an meine Grenzen, du machst irgendetwas mit mir, das für mich schwer zu fassen ist. Deine Bemerkung mit den Farben von vorhin, nur für die Betonung in jenem Satz müsstest du jetzt an einem Balken hängen und das Blut müsste an dir herunterrinnen wie der Regen in einem Sommergewitter. Du hast mich zerstört, du hast Mari zerstört, und doch tue ich mich schwer, dich so zu bestrafen, wie du es dir eigentlich verdient hättest. Du dürftest keine Stimme mehr haben, um vor Schmerz zu schreien, und doch stehst du aufrecht vor mir.”   Sie setzt sich auf den Blumentopf, das wieder vergrabene Messer zwischen ihren geöffneten Beinen, stützt sich mit den Armen am hinteren Rand des irdenen Gefäßes ab.   “Sag mir bitte, was willst du eigentlich? Erstichst du mich jetzt, wo du die Gelegenheit dazu hast? Oder küsst du mich, fällst über mich her wie eine wollüstige Fleischratte?”
Thu, Oct 16th 2025 11:45

"Ich dich erstechen?" Lisina schaut Saya direkt in die Augen und schüttelt dann leicht den Kopf. "Kapierst du es immer noch nicht?": fragt sie leise und berührt für einen Moment sanft ihre Hand mit der ihren. Langsam nähert sich ihr Gesicht, bis sich ihre Lippen mit denen Sayas treffen. Ihr Kuß zart, fast scheu, wie der eines jungen Mädchens. "Du und ich, wir sind beide Motten, die um die gleiche Kerzenflamme tanzen. Verlorene, die man auf Wege geprügelt hat, die nicht die unseren sind. Wir sind uns näher, als es ein Liebespaar und ferner als Monde am Himmel und wir werden in der Flamme, um die wir tanzen, verbrennen! Das weißt du genauso gut wie ich. Aber bevor das passiert, will ich ..." Plötzlich wendet Lisina ihr Gesicht ab, doch in der Bewegung glitzern für einen Moment Tränen auf ihren Wangen. Sie dreht Saya den Rücken zu und wischt sich verstohlen über die Augen.   Doch als sie sich wieder zu Saya dreht, hat sie sich scheinbar wieder unter Kontrolle, nur ihre Stimme zittert immer noch ein wenig. "Klar habe ich bemerkt, daß du im Lagerhaus am Ende warst. Aber ich habe es dir schon ein paar Mal gesagt, du warst nicht eingeplant, nur Improvisation, Mittel zum Zweck. Ich hätte dich auf der Straße vor der Brauerei, als du die Arendai angegriffen hast, erstochen, wenn Kirina dich nicht erkannt hätte und dazwischen gegangen wäre. Für mich warst du in diesem Augenblick nur eine Irre mit einem ausgeprägten Todeswunsch. Ich habe keinen Grund gehabt, dich stundenlang zu foltern. Es hätte keinen Sinn gemacht, dich mehr als unbedingt notwendig zu zerlegen und ich bin nicht so versessen auf Blut wie du. Außerdem hat mir imponiert, was für ein harter Knochen du bist und so wie du ausschaust, hätte ich dich auch nicht von der Bettkante gestoßen. Ohne den Verrat Orles hätte ich auch bekommen, was ich gewollt habe. Aber das ist nicht mehr wichtig! In einem irrst du dich, ich habe dich nicht zerstört. Das machst du schon selbst, besser als ich es könnte. Bei Marissa ist das was Anderes und wenn es irgendetwas in meinem Leben gibt, daß ich bereue, ist es das ich Marissa fortgejagt habe. Aber als ich begriffen habe, daß ich sie wirklich geliebt habe, war es zu spät. "   Lisina macht einen kleinen Schritt auf Saya zu. "Ja, du hast mich gefoltert, du hast mich geschändet und ich habe gewinselt und als ich nicht mehr konnte, hast du einen Arm um mich gelegt wie ein Geliebte und hast mich gehalten! Da ist etwas in mir aufgegangen! Ich habe dich gespürt, wie nah du mir bist, deine Verzweiflung, deine Wut und deinen Hunger und ..." Wieder unterbricht sich Lisina. "Und du hast mich gespürt. Jetzt hängen wir aneinander.": sagt sie nach einer kleinen Pause. "Du hast deine Tiere nicht mehr auf mich losgelassen, weil du es auch spürst und weil wir uns etwas geben können, das uns niemand sonst geben kann. Wir kommen nicht mehr voneinander los, ob im Guten oder im Bösen! Auch wenn du mich umbringst werde ich da sein und du wirst immer bei mir sein, auch wenn ich dir den Kragen umdrehe."      
Fri, Oct 17th 2025 07:23

“Was hättest du erreicht?” hakt Saya ein. “Du meinst, ich hätte den Befehl gegeben, dir Mari auszuliefern, damit du sie umbringen kannst? Bei Achum, nein! Vorher wäre ich gestorben, und du hättest ein Problem mit dem Haus Imeria gehabt. Und wenn nicht mit dem ganzen Haus, dann mit Mari, Condir und Marigar. Du wärest endgültig eine Gejagte geworden, in jeder Sekunde deines Lebens. Oder meinst du, ich wäre deine Sklavin geworden? Vielleicht - aber nicht so, wie du es angefangen hast. Du hättest mir wohl eine Rippe in die Lunge gebohrt, bevor ich breche. Also, sage mir, was hättest du erreicht?”   Sie steht auf, macht einige Schritt in die Richtung der Toreinfahrt.   “Komm mit,” meint sie zu Lisina. “Ich muss nicht vor der ganzen Nachbarschaft mit meinen Titten herumwinken…”   Sie geht dann vor in die Einfahrt. Das Messer, das Lisina ihr gegeben hat, bleibt im Blumentopf stecken.   “Und ja, du hast uns zerstört, Mari und mich,” fährt sie fort, während sie durch die Toreinfahrt gehen und die Treppe hoch. “Durch deine Aktion hat die Kralle anscheinend ein spezielles Auge auf mich geworfen. Das überlebt man eigentlich nie. Vielleicht schaffe ich noch dieses Jahr, vielleicht auch das nächste. Vielleicht stört ihn in einer Woche etwas. Und dann kannst du es haben, dass mir die Haut abgezogen wird und mein Fleisch stückchenweise den Ratten vorgeworfen.”   Sie zuckt mit den Schultern.   “Dann ist es halt so. Ich habe jetzt keine besondere Angst davor. Ich habe nur Angst um Mari, dass die Kralle sich auch Mari greift. Sie hat das nicht verdient, sie ist nicht so verdorben wie wir beide. Und eben, ohne dich hätte die Kralle auch sie nicht im Visier, hätte er sie nicht tätowiert.”   Sie sind wieder im Esszimmer angekommen. Alex nimmt die Flasche, macht einen ordentlichen Schluck daraus und reicht sie dann Lisina.   “Aber warum kommst du auf die Idee, dass ich mich selbst zerstöre? Weil ich will, dass es den Leuten hier im Viertel besser geht? Dass ich dann die halben Darghe der Stadt gegen mich habe, weil ich ihnen zu gefährlich erscheine? Mag sein, aber dann habe ich wenigstens einmal in meinem Leben etwas richtig gemacht. Oder zerstöre ich mich, weil du noch lebst? Du hast wohl recht mit der Fliege, die so lange um ein Licht fliegt, bis die Flamme ihr die Flügel verbrennt. Ich weiß, ich hätte dich schon lange zerlegen müssen - und spätestens in dem Moment, in dem dein Vater diesen verdammten Rattenkrieg begonnen hat. Aber ich weiß nie, ob ich dich an den Balken binden soll oder dir die Fotze lecken…”
Fri, Oct 17th 2025 10:46

"Nein, Saya. so wäre das nicht gelaufen. Mir war schon klar, daß du ein harter Brocken bist. Aber wie lange hätten deine Unterlinge zugesehen, wenn ich ihnen alle paar Stunden ein Stückchen von dir zukommen hätte lassen? Irgendwann hätten sie Marissa schon herausgerückt. Dich versklaven? Wozu? Ich habe damals ehrlich gesagt keine große Sehnsucht gehabt, mich jeden Tag mit dir herumzuschlagen. Sobald ich Marissa gehabt hätte, wärst du zurückgegeben worden. Und Imeria? Glaubst du, das hätte mich gekratzt? Wir haben Generationen lang Probleme mit den Häusern gehabt und sie haben es nie geschafft uns auf die Knie zu zwingen. Was für euch dabei herauskommt, wenn ihr euch auf unser Gebiet wagt, kannst du dir im Viertel um den Tempelberg anschauen, wo ihr versucht habt uns von den dunklen Pfaden zu verdrängen. Unsere Hände haben euch so in den Arsch getreten, daß sich dort niemand mit einer Tätowierung in unser Reich wagt. Was ich erreicht hätte? Entweder hätte ich mein altes Leben zurück gehabt, wenn ich Marissa ausgeliefert hätte oder ich hätte wieder ruhig schlafen können, nachdem ich sie mit der Salzkarawane und genug Silber nach Saguz geschmuggelt hätte. Ich weiß bis heute nicht, was ich wirklich getan hätte, wäre mir Marissa in die Hände gefallen." Für einen Moment schimmert wieder der Zynismus und die Arroganz durch, die für Lisina so typisch gewesen waren. Doch es ist nur ein kurzer Augenblick, als sie über das Viertel um den Tempelberg spricht. Dann nickt sie. "Ja, laß uns reingehen. Mir friert langsam mein Knackarsch ab.": sagt sie mit einem Grinsen und folgt Saya.   "Warum so fatalistisch? Diese Kralle ist auch nur ein Mann!": erkundigt sie sich, als sie das Haus betreten. "Wenn er dich im Visier hat, mußt du ihm halt zeigen, was er sehen will, wenn du ihm keine Klinge zwischen die Rippen jagen kannst." Dann seufzt sie. "Stimmt! Marissa hat sich sowas nicht verdient. Aber daß er sie im Visier hat, das geht auch auf deine Rechnung." Sie nimmt die Flasche und trinkt einen ordentlichen Schluck. "Verdammt, das tut gut.": sagt Lisina und gibt mit Dank die Flasche zurück. "Womit du dich selbst zerstörst, fragst du? Ich habe keine Ahnung, was du hier auf deinem Gebiet abziehen willst und kann es daher auch nicht beurteilen. Es sind wahrscheinlich auch nicht deine Absichten, sondern daß du nicht nachdenkst, aus dem Bauch heraus reagierst, dich in irgendwelche dummen Ideen verbeißt, statt deinen Kopf zu gebrauchen. Als ich davon gehört habe, was du und Marissa im Zwilling abgezogen habt, wußte ich sofort, daß es nur Schmierentheater ist und ihr uns eine Falle locken wollt. Das war so durchsichtig und blöde, daß es schon zum Lachen war. Du läßt ein paar Typen pfählen, die sich an dir vergriffen haben, als du stockbesoffen warst und Marissa, die dich, die Dargha, im Zwilling attackiert, dich vor allen Augen schlägt, die schmeißt du einfach so zur Türe raus? Oder der Schwachsinn vor der Brauerei, der dir fast das Leben gekostet hat? Wenn du das nicht in den Griff kriegst und dich nicht darauf besinnst, daß du jetzt ein anderes Spiel spielst als zuvor, dann sehe ich wirklich schwarz." Dann schüttelt Lisina den Kopf. "Dieser Scheißkrieg! Ratte gegen Ratte! Das ist der Untergang für uns. Verdammt soll er sein für diesen Irrsinn!": bricht es aus ihr heraus. "Aber zu ändern ist es nicht mehr!" Dann schaut sie Saya an. "Lecken wäre mir ehrlich gesagt lieber.": fügt sie dann noch leise hinzu.  
Fri, Oct 17th 2025 11:46

“Vor der Brauerei, da ist so ziemlich alles schief gegangen, das schief gehen konnte. Angefangen damit, dass sich Mari nicht an den Plan gehalten hat und komplett am falschen Ort zur Brauerei raus ist. Und dass die Arendai genau im falschen Moment die Straße wieder runter kamen. Und dass mir der Arsch von Theomer einige Tage zuvor die Schulter kaputtgemacht hat, und diese sich dann genau in dem Moment komplett verabschiedet hat, als mein Messer auf die Rippen von Kirina getroffen ist. Aber in einem, da täuschst du dich: Hättest du wirklich Teile von mir zu Condir geschickt - einen Scheißdreck hätte der getan. Er kennt mich nur zu gut. Viel eher hätte er eine halbe Armee in das Lagerhaus geschickt. Und… was hättest du mir abgeschnitten? Die Finger? Was wäre ich ohne Finger noch gewesen? Da hätte ich dann genausogut warten können, bis du ihm auch den ganzen Kopf lieferst. Und er weiß das. Nein, da hast du dich ganz eindeutig verrechnet. Ganz abgesehen davon, dass es einfach dumm ist, eine Dargha zu entführen, um eine einfache Ratte zu kriegen.”   Saya wird nun unterbrochen, denn Gulama kommt in das Esszimmer.   “Verzeiht, Dargha, wenn Ihr so lange warten musstet,” sagt sie mit gesenktem Kopf. “Aber es war sehr schwierig, geeignete Unterhemden zu finden, die sauber genug waren, um Eure Wunden nicht zu entzünden.”   Sie legt einen kleinen Stapel von Hemden und Unterhemden auf den Tisch, geht dann einige Schritte zurück. Saya mustert Gulama kurz, dann meint sie: “Geh auf dein Zimmer, Prinzesschen. Und danke für die Hemden.”   Gulama rennt auch schon die Treppe nach oben. Saya wendet sich wieder an Lisina.   “Wie kommst du darauf, dass ich daran schuld sei, wenn er Mari nun praktisch für sich versklavt hat? Wärst du nicht aufgetaucht, wäre Mari bis heute einfach eine Gespielin, die mir halt manchen Abend versüßt. Aber dass ich sie beschützt habe, das ist das, das mir vorgehalten wird. Ich hätte sie dir überlassen sollen, weil sie für das Haus ziemlich uninteressant wäre. Und mit tätowierten Händen kann sie auch nicht mehr untertauchen. Irgendwann wird jemand ihre Hände zu Gesicht bekommen, dann weiß jeder, wer ihr Herr ist.”   Sie beugt sich nun zur Schnapflasche, setzt sie an und trinkt.   “Und letzendlich, überschätze die Kraft der Ratten nicht. Sie waren noch nie so schwach wie jetzt. Jetzt könnten wir sie zerquetschen - wenn es denn einen Sinn machen würde. In einigen Jahren wird von den Ratten nur mehr wenig übrig sein.”
Sat, Oct 18th 2025 03:24   Edited on Sat, Oct 18th 2025 07:48

"Die Tour funktioniert im Allgemeinen recht gut, aber kann sein, daß ich es bei euch falsch eingeschätzt habe. Der Mastochse hat keine Ahnung gehabt, wo wir waren, also hätte ihm eine Armee auch nichts genützt. Aber egal, es ist, wie es ist." Als Gulama ins Zimmer kommt, dreht sich Lisina einen Moment um, lächt der Blondine zu und nickt ihr grüßend zu. Sie schaut ihr immer noch nach, als sie die Treppen hinaufeilt. "Irgendwie süß dein Blondchen.": sagt sie dann mit einem Grinsen, um gleich darauf abzuwinken. "Verstehe mich nicht falsch! Die ist nicht mein Typ, ganz und gar nicht. Außerdem kratzt mir Marissa sicherlich die Augen aus, wenn ich der schöne Augen mache. Aber es ist einfach witzig, wie die Beiden zerrinnen, wenn sie sich über den Weg laufen. Ich gönne es ihnen und du vermutlich auch, sonst würdest du wohl nicht zuschauen."   Dann wird sie wieder ernst. "Stimmt schon, wäre ich nicht gekommen, wäre gar nichts passiert. Aber schon am nächsten Morgen nach eurer Einlage im Zwilling haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen. Das muß auch bis zu deiner Kralle gedrungen sein, oder jemand hat es ihm gesteckt. So etwas hätte ein Angreifer auch bei uns nicht überlebt. Du hast schlafende Hunde geweckt, Saya! Vielleicht irre ich mich, aber ich glaube es nicht. Aber abgesehen davon, daß es für Marissa vielleicht ein wenig schwieriger wäre, sich aus dem Staub zu machen, was machen die Tätowierungen schon für einen Unterschied? Bei euch macht doch ohnehin jeder, der was zu sagen hat, mit seinen Untergebenen, was ihm einfällt. Vor allem mit denen, die nicht Imeria sind. Was ich so mitbekommen habe, mußt auch du springen, wenn dieser Krallentyp pfeift. Also ich sehe da nicht viel Unterschied oder gibt es einen?" : erkundigt sich Lisina interessiert, senkt dann aber betroffen den Blick.   "Ich weiß schon, daß wir am Arsch sind durch die verfluchten Idiotie meines Vaters. Aber du irrst dich! Es braucht keine paar Jahre! Wenn dieser völlig sinnlose Bruderkrieg zu Ende ist, dann gibt es keine Kellerratten mehr. Diese hirnlosen Schwanzlutscher der ersten Hand können die Reste keine Woche zusammen halten. Es wird nur mehr Hände geben, die sich anpassen werden, wenn sie nicht verrecken wollen und damit sind die Kellerratten als unabhängiger Machtfaktor gestorben und nach ein paar Jahren sind auch die Hände Geschichte. Ich hoffe nur, daß die Schattenherrin meinem Arschloch von Vater einen würdigen Empfang bereiten wird." Die düsteren Zukunftsaussichten scheinen Lisina ernstlich zu bedrücken. "Aber selbst jetzt, Saya, könnt ihr nicht zerquetschen, was ihr nicht zu fassen kriegt und uns kriegt ihr, von ein paar armen Idioten einmal abgesehen, nicht zu fassen. Unter der Erde seid ihr verloren!" Lisina greift sich die Schnapsflasche und trinkt. "Scheiße!": sagt sie inbrünstig, als sie die Flasche auf den Tisch knallt.  
Sun, Oct 19th 2025 07:52

Saya zuckt wieder mit den Schultern, während sie ziemlich desinteressiert diese Hemden und Unterhemden durchgeht. Sie schaut Lisina dann an.   “Dafür, dass sie keine Ahnung hatten wo wir waren, war es schon ziemlich auffällig, dass wir ihnen in die Arme gelaufen sind, kaum dass wir aus dem Lagerhaus raus waren,” sagt sie. “Eher hatte ich den Eindruck, wenn wir nicht herausgekommen wären, die wären ziemlich schnell hineingegangen. Ich kann mich natürlich irren, aber ich glaube nicht.”   Sie zieht noch einmal an ihrer Zigarette.   “Was Mari betrifft, darum geht es ja. Wenn ich sie in Sicherheit bringen wollte, wenn die Kacke am Dampfen ist, dann ist das jetzt ziemlich schwierig geworden. Man sieht, dass sie Imeria ist. Außerdem - ich hätte ihr gerne meine Farben gegeben, sie hat nie gewollt. Sie wollte nie zum Haus gehören. Nun ist sie dem Clan der Kralle verbunden, nicht dem Clan Nayara. Ich weiß nicht, ob du das verstehst, aber das wäre, als würde sie bei den Ratten einer anderen Hand angehören wie ich. Wenn die Kralle jetzt mit der Hand wedelt, dann muss sie mich umbringen, oder sie verwirkt ihr eigenes Leben. Und ich bin in einer Scheiß-Situation, denn was passiert, wenn mein Clan plötzlich befiehlt, etwas gegen den der Kralle zu unternehmen? Ich meine, es ist eher unwahrscheinlich, dass das bald passiert, aber in meinem Bett schläft jemand, der nicht mehr zu mir gehört. Also nein, es ist nicht alles so, wie es soundso war. Dieses Viertel gehört mir. Die Kralle kann nicht alles hier machen, was er will, ohne meine Zustimmung zu haben. Er kann sich die Zustimmung erzwingen, klar, aber es gibt auch bei Imeria Regeln. Bisher hätte ich mich für Mari opfern können, und ich schwöre dir, ich hätte es gemacht. Jetzt ist das anders. Ich weiß nicht, ob ich mich erkärt habe…”   Sie nimmt nun wieder einen Schluck Schnaps, zieht wieder an der Zigarette.   “Bisher stinkt die ganze Sache gehörig zum Himmel. Die Kralle hatte mich an seinem Baum hängen. Und er hat mich dafür bestraft, dass Mari mich geschlagen hat. Er wusste von der Aktion mit dir. Ich habe das Leben von Tätowierten riskiert, um Mari zu retten, und er bestraft mich dafür, dass sie mich geschlagen hat. Das wäre dasselbe, als hätte ich dich nur dafür bestraft, dass du mein Hemd kaputtgemacht hast. Das ist ein Witz - und ich bin mir sicher, dass da viel mehr im Busch steckt. Wärest du nicht aufgetaucht - er hätte diese Handhabe nicht. Und es geht dabei verdammt noch mal nicht zwischen das kleine Theater im Zwilling. Ganz abgesehen davon, dass der Sex mit diesem Abschaum von Theomer gar nicht mal so schlecht war.”   Sie grinst etwas anzüglich.   “Und ja, Gulama ist süß. Ich hätte sie nie gerichtet, auch wenn mich Mari nicht darum gebeten hätte. Ich hätte sie als Spielzeug behalten, auch damit sie vielleicht dem einen oder anderen Gast die Wartezeit verkürzt, wenn ich keine Zeit habe. Aber sie war so ungeschickt, sie ist vom Rand der Badewanne gefallen, kaum dass ich sie berührt habe. Sie hat ein hübsches Gesicht, geile Titten, einen knackigen Arsch. Und sie weiß es auch. Ich weiß nur nicht, ob Mari ihr inzwischen beigebracht hat, wie man das einsetzt. Da lass ich mich lieber von dir vögeln…”
Mon, Oct 20th 2025 05:38   Edited on Mon, Oct 20th 2025 09:05

"Freut mich zu hören.": grinst Lisina. "Ja, ich verstehe dich schon. Wenn sie auch nur die Hälfte deiner Tätowierungen hat, dann ist es wirklich schwer sie zu verstecken. Aber wenn es kleinere und weniger sind, dann geht das schon. Außerdem Marissa kennt die dunklen Pfade, zumindest einen Teil davon. Sie kann hinüber auf die andere Seite ohne daß es irgendjemand auch nur merkt. Später kann man sie überstechen lassen in eine Schmucktätowierung oder wenn sie klein sind einfach rausschneiden. Bleibt zwar eine Narbe, aber besser als damit durchs Leben rennen, wenn die Scheiße hier am Dampfen ist." Lisina schielt nach der Schnapsflasche. "Hast du noch was von dem Schnaps? Den letzten Schluck will ich dir nicht wegsaufen." Nachdenklich kaut Lisina auf ihrer Unterlippe. "Vergiß die Clans!": sagt sie dann. "Wir sind Ratten, Marissa und ich. Daran ändert auch eine Tätowierung nichts. Krieg es bitte nicht wieder in den falschen Hals, aber sie haben für uns kaum Bedeutung. Ich bin mir sicher, daß sich Marissa auch deswegen dagegen gewehrt hat. Sie wollte dich nicht anlügen und dir was vorspielen. So ist sie, wenn sie jemand gern hat und wenn du glaubst, daß sie deswegen nicht mehr zu dir gehört, dann bist du schwer auf dem Holzweg. Ich vermute, diese Kralle hat sie mit dir erpresst? Also dann kann er dich kaum zu den Schatten schicken lassen außer ..."   Für einen Moment verengen sich ihre Augen erschrocken und es dauert eine kleine Weile bis sie weiter redet. "Ich weiß, daß was ich dir jetzt sagen werde, klingt wieder so danach als würde ich es so drehen, daß ich davon einen Vorteil habe. Aber es ist wahr, Saya. Ich bin nicht dumm. Ich weiß, daß ich Marissa nicht verdrängen kann und schon gar nicht ersetzen. Nach deine Dreckschweine über mich hergefallen sind, hat mir der Heiler etwas gegen die Schmerzen gegeben. Ich war ordentlich zugedröhnt, aber ich habe nicht die ganze Zeit geschlafen. Ich bin immer wieder weg gedriftet, aber sonst war ich da. Marissa und Blondchen waren im Zimmer und sie haben sich lang unterhalten. Ich habe viel davon mitgekriegt. Das ist nicht nur eine Bettgeschichte! Tut mir leid, Saya, aber das geht tief, bei Beiden. Ich sage dir das nicht, um dich gegen die Beiden aufzubringen, aber bei den Schatten, das darf nicht nach draußen dringen! Auf keinen Fall! Wenn diese Kralle davon erfährt ..." Sie schüttelt den Kopf. "Dann seid ihr wirklich im Arsch! Marissa überlebt das nicht, wenn er sie zwingt eine von euch zum Tod zu verurteilen, damit die Andere am Leben bleibt. Damit kann sie nicht leben! Eher schneidet sie sich die Pulsadern auf!" Wenn Lisina ihre Besorgnis nur spielt, dann ist sie eine sehr talentierte Schauspielerin.      
Tue, Oct 21st 2025 02:36   Edited on Thu, Oct 23rd 2025 06:52

“Ich weiß nicht, inwieweit sie drüben ihre Ruhe hätte, wenn sie mit Tätowierungen irgendwelcher Art auf den Händen rumlaufen würde,” meint Saya. “Die Thornhoffer haben es ja nicht so mit Tätowierungen, da wäre sie so oder so verdächtig. Und sie kann ja nicht die ganze Zeit auf euren Pfaden unterwegs sein, besonders dann nicht, wenn dein werter Herr Papa hinter ihr her ist.”   Sie reicht Lisina die Schnapsflasche.   “Und, ganz ehrlich, kein Mensch fragt danach, ob für euch Clans eine Bedeutung haben. Wir sind hier auf Imeria-Gebiet. Und hier sind Clans wichtig. Und Mari gehört jetzt zum Clan der Kralle, hat ihm zu gehorchen und hat ihm hörig zu sein. Ich kann eigentlich gar nichts mehr für sie tun. Ich bin nicht mehr ihre Dargha, sie ist vielmehr der Kontrolleur der Kralle unter meinem Dach. Und was meinst du, was ihr blüht, wenn die Kralle draufkommt, dass sie für mich Berichte frisiert oder gar fälscht? Sie stürzt sich für mich ins Verderben, ohne mir richtig helfen zu können. Dasselbe gilt für die Sache mit Gulama. Sie wird sich nie entscheiden können, ich weiß. Aber mich kann sie nicht retten. Nicht vor denen, die die einzigen sind, die mir überhaupt noch an den Kragen können. Gulama ist ein Nichts, niemand interessiert sich ernsthaft für sie. Für sie könnte sie viel tun. Also müsste die Entscheidung ganz klar sein, die sie treffen müsste. Aber Mari hat so einen Dickschädel, sie wird das nie kapieren.”   Saya geht zum Schnapsschränkchen und holt eine neue Flasche, zieht mit den Zähnen den Korken heraus, nimmt den Korken aus dem Mund und trinkt.   “Und, nur für das Protokoll: Die Kralle weiß bereits davon. Ich wette, die Kralle weiß auch von dir. Ich glaube nicht, dass es viel gibt, was die Kralle NICHT weiß!”
Wed, Oct 22nd 2025 11:54

"So selten sind Tätowierungen auch auf der anderen Seite nicht. Ist zwar schon eine Weile her, aber ich kann mich noch gut an die rothaarige Nutte bei Ori erinnern, mit der Blüte auf der Arschbacke. War ein in geiles Weib! Halb Pelorn ist bei der Schlange gestanden. Wäre also schon zu machen, wenn die Tätowierungen nicht zu groß und nicht zu viele sind." Dankbar nimmt Lisina die Flasche und trinkt. "Verdammt! Das tut gut!": sagt sie und stellt die leere Flasche auf den Tisch.   "Ist mir schon klar, daß es ihr keinen feuchten Dreck dafür gebt, was Ratten denken. Was ich damit sagen wollte, ist das Marissa, genauso wie mich, nichts mit euren Zeichen verbindet. Sie liebt dich, das tut sie auch mit den Krallenzeichen. Aber ich verstehe dich schon. Es macht die Dinge verdammt kopliziert und ihr tanzt samt Blondchen jeden Tag auf der Scheide eines Rassiermessers. Ich weiß daß sie stur ist wie ein Maulesel, aber rede mit ihr. Auf dich wird sie vielleicht hören. Es reicht schon wenn ihr nach Außen den Eindruck erweckt, daß eure Beziehung nicht mehr so eng ist, wie sie war. Das nimmt schon Druck von euch."   Lisina schaut Saya zu, als sie die neue Flasche öffnet und trinkt. "Verdammte Scheiße!": entfährt es ihr, als Saya sagt, daß die Kralle von Gulama und ihr weiß. "Du hast einen Maulwurf in deinem Haus, aber das weißt du vermutlich selbst. Rede mit Marissa! Ihr müßt dieser Kralle was vormachen, um nicht total an seinem Haken zu hängen. Erkläre es ihr und finde raus, wem du hier wirklich trauen kannst.": sagt sie und senkt den Blick. "Tut mir leid, Saya! Wirklich!"  
Thu, Oct 23rd 2025 08:38   Edited on Sun, Oct 26th 2025 12:52

Saya zuckt mit den Schultern.   “Als Dargha musst du dich damit abfinden, jeden Tag auf des Messers Schneide zu tanzen,” meint sie. “Entweder du hast Erfolg und wirst dafür respektiert, dann stehen die alle Türen offen. Wenn du keinen Erfolg hast, oder mit deinem Erfolg zu viele Neider auf den Plan holst, dann kannst du deine Haut von innen ansehen. Das ist so, und es wird immer so sein. Und deshalb ist es immer von Vorteil, nicht aufzufallen, weder positiv, und schon gar nicht negativ. Diesen Plan hast du mir gründlich vereitelt. Und ich schwöre dir, es geht bei alledem nicht darum, was wir im Zwilling abgezogen haben. Aber was meinst du: du hast mich entführt und wieder freigelassen, du bist jetzt meine Sklavin. Wie sieht das aus? Was habe ich den Ratten wohl dafür gegeben? Und warum prügle ich dich nicht mehr jeden Tag durch?”   Sie nimmt nun ebenfalls noch einen Schluck Schnaps, stellt die Flasche zwischen ihr und Lisina auf den Tisch.   “Und noch einmal: Niemanden interessiert es, was Mari und du über die Farben denkt. Sie trägt die Farben der Kralle, und jeder, der halbwegs Grips hat, erwartet nun, dass sie sich auch dementsprechend verhält. Und wenn sich eine ehemalige Ratte mal nicht so verhält, wie du dir es vorstellst, dann ist es das, was du dir erwartest. Wenn ein Mitglied deines Clans nicht so verhält, dann ist das Verrat. Und dann kann Mari froh sein, wenn sie nur den Hunden vorgeworfen wird.”   Saya steckt sich noch eine Zigarette an.   “Und das mit dem Maulwurf: Ja, natürlich habe ich einen Maulwurf im Haus. Glaubst du, die Kralle lässt seine Darghe unkontrolliert? Ich werde ihn wohl suchen, ihn bestrafen. Ich muss das tun, das wird von mir erwartet. Aber in einem Monat werde ich den nächsten Maulwurf im Haus haben. Die Frage ist also immer weniger, ob du einen Maulwurf im Haus hast, sondern vielmehr, ob er etwas zu berichten hat, das die Kralle interessiert. Ich glaube, wenn ich nur einige Weiber schicke, Kräuter zu sammeln, wenn ich die Distille wieder in Schuss bringe, die Brauerei übernehme, da würde die Kralle ziemlich entspannt bleiben. Wenn ich nun mit Ratten zu tun habe, wenn Gregorian hier ein- und ausspaziert, das wird dann schon eher brisant. Anscheinend hat die Kralle noch irgendwelche Pläne mit mir, sonst hätte er mir die Haut abgezogen. So hat er einfach diese Lappalie vom Zwilling hergenommen, um mir eine vor den Latz zu knallen, ohne mich ernsthaft bestrafen zu müssen. So sieht es aus. Und wenn es dir leid tut, dann zeige mir, wie sehr es dir leid tut…”
Sun, Oct 26th 2025 06:24

  "Kann schon sein, daß es nichts damit zu tun hat, daß dich Mari vor allen Augen geschlagen und beschimpft hat, aber ich glaube, du unterschätzt die Empfindlichkeit der Mächtigen. Das hätte auch mein Vater nicht ungestraft durchgehen lassen, hätte ich das in der Öffentlichkeit abgezogen. Kann auch sein, daß er es als willkommenen Vorwand benutzt. Aber worum geht es wirklich? Bei allen Vorzügen Marissas, so rein äußerlich ist sie nicht unbedingt der Typ auf den Männer stehen. Um uns Ratten? Wenn der Typ so gut informiert ist, wie du sagst, dann weiß er auch, daß bei uns die Scheiße am Dampfen ist und mein Idiot von Vater und die Arschlöcher der ersten Hand dabei sind uns zu ruinieren. Kann sein, daß er eine Gelegenheit wittert, um endlich einen Fuß in die Türe zu bekommen oder ganz mit uns aufzuräumen. Dazu wäre Marissa die ständige Angst um dich und Blondchen hat die ideale Besetzung." Lisina trinkt noch einen kräftigen Schluck.   "Ich weiß nicht, was du ihnen dafür gegeben hast, aber ich nehme an, daß du diesen Scheißern eine Rettungsleine hingeschmissen hast. Irgendwelche Konzessionen, mit denen sie paar Lamen zusammenkratzen und damit Hände auf ihre Seiten ziehen können." Für einen langen Augenblick senkt sie ihren Blick, dann zuckt Lisina mit den Achseln. "Ich weiß es nicht, ich kann es nur vermuten. Weißt du, ich glaube, selbst wenn ich dich so lieben würde, wie Marissa, wäre dir das scheißegal. Du willst mich, weil ich genau die Schlampe bin, die dir gibt, was du brauchst. Ich spüre dich, Saya! Und es ist kein Zufall, daß du mich verrückt gemacht hast. So verrückt, daß ich nicht davon laufe, wenn ich Gelegenheit dazu habe und meine Kette selbst an den Haken hängt, wenn du es sagst. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber ich habe das Gefühl, daß wir in vielen Dingen zwei Seiten einer Münze sind. Ich bin nicht mehr die, die dich in den Keller des Lagerhauses gesperrt hat. Keine Ahnung, ob ich mit dieser Lisina glücklich werde, aber es ist nun einmal so. Ich sehe vieles in einem anderen Licht und...." Jetzt sieht sie Saya in die Augen. "Vielleicht spürst du es, daß ich dir nicht mehr an die Gurgel will, daß ich in deiner Nähe sein will, mehr als ich es zugeben will."   Wieder greift sie zur Flasche und trinkt. Außer leicht geröteten Augen scheint der Schnaps kaum Wirkung zu haben. "Ja, ich verstehe dich schon, aber das ändert für Marissa nichts. Hier drinnen." Lisina tippt sich zwischen ihre Brüste. "Nun ja, wenn du sowieso eine neue Laus in den Pelz gesetzt bekommst, wenn du die Alte zerquetscht, dann laß sie in Frieden. Besser ein Übel, das man kennt, als ein Unbekanntes. Ich weiß nicht, ob du weißt, daß diese Schleimbeutel von Gregorian meinem Vater einige Hände abspenstig gemacht hat und ganz groß die Finger im Schmuggel und etwas weniger tief, aber immer noch tief genug, im Schwarzhandel hat. Er verfolgt in allen Dingen nur eins: Seine eigenen Interessen, ganz gleich als wie er es dir verkauft und nimm dich vor seiner Schlampe in Acht. Mein Bruder hat es auf den Punkt gebracht, die hat den bösen Blick." Bei den letzten Worten Sayas beginnt sie zu Lächeln. Geschmeidig steht sie auf, geht mit schwingenden Hüften um den Tisch herum und bleibt knapp vor Saya stehen. "Soll ich es dir gleich hier zeigen oder willst du hinauf gehen?": erkundigt sie sich, mit schon vor Erregung rauchigen Stimme.  
Sun, Oct 26th 2025 01:13   Edited on Sun, Oct 26th 2025 01:13

“Weißt du, die Kralle hat mich ja nicht stumm verprügeln lassen,” entgegnet Saya. “Und wenn ich hernehme, was er über ich weiß, dann ist dies mit dem Schlag im Zwilling wirklich das, über das man am ehesten hinwegsehen könnte. Zumal er ja Mari ebenfalls nicht richtig bestraft hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei der ganzen Sache um Mari geht. Auf jeden Fall wird er über das, was bei euch vorgeht, mindestens genauso gut informiert sein wie ich. Ober er die Gelegenheit ergreifen will, die Ratten ein für allemal zu eliminieren? Ich weiß es nicht. Es ist aber auch möglich, dass er die Ratten einfach nur auf seiner Seite haben will. Angenommen, Arkon Imeria würde etwas zustoßen. Dann wäre das Rennen um seine Nachfolge eröffnet. Und die Ratten könnten da ein entscheidender Machtfaktor sein. Vielleicht war es ihm ja deshalb so wichtig, eine der fähigsten potentiellen Anführerinnen der Ratten in seinen Clan zu zwingen. Seine Widersacher sehen das, und sie werden es respektieren. Und Mari wird ihm folgen - aus Angst um Gulama und mich. Mich hat er praktisch entmachtet. Ich kann über Maris Kopf hinweg keine Entscheidungen mehr treffen. Hätte er mir allerdings wegen etwaiger Geschäfte mit den Ratten die Haut abgezogen, dann hätte er eines der zwei Druckmittel verloren, und Mari würde dann wohl Gulama so schnell wie möglich in Sicherheit bringen.”   Saya geht um Lisina herum, fährt ihr mit einer Hand über die Brüste.   “Er hat mit mir einen einfachen Gegner. Ich bin noch nicht lange in Pelorn, zuerst als Jägerin, und jetzt in kürzester Zeit von der Jägerin zur Dargha aufgestiegen. Ich kenne mich in diplomatischen Ränkespielen nicht aus. Ich weiß nur, dass ich hinter Arkon Imeria stehe. Das bin ich meinem Vater schuldig, der mit Yazar gekämpft hat. Außerdem ist es mir nicht wichtig, wo du es mir zeigst, sondern wie.”   Sie kneift eine Brustwarze zusammen.
Sun, Oct 26th 2025 07:41

Es liegt ihr noch etwas auf der Zunge, wegen des Auftritts im Zwilling, aber Lisina läßt es ungesagt, denn Saya scheint es nicht verstehen zu wollen. Stattdessen hört sie aufmerksam zu. "Es kann auch sein, daß der Typ keine Absicht hat, so lange zu warten, bis eurem Fürsten was zustößt, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen will und seine Figuren schon in Stellung bringt. Aber in einem irrst du dich! Marissa ist keine Anführerin! Aus dem gleichen Grund, aus dem sie keine Arendai ist, Signum hin oder her. Sie hat ein zu großes Herz und kann nicht über Leichen gehen. Aber sie könnte schon eine Brücke schlagen zwischen euch und uns. Das hätte sie drauf! Dafür könnte der Kerl keine Bessere finden und mit ihrer Angst hast du recht. Damit hat er sie in der Hand, aber du entmachtet?" Als sie Saya berührt, verliert sie den Faden und stöhnt auf, als sie ihre Brustwarze drückt. "Ich zeig’ es dir schon.": flüstert sie und nachdem sie Saya von ihrer Hose befreit hat, wird der große Tisch wieder ihre Spielwiese. Hemmungslos wie immer ist sie jedoch vorsichtiger als sonst, berührt Sayas wund geschlagenen Brüste kaum. Trotz ihrer Unersättlichkeit nach Sayas Berührungen drängt sie ihr Vergnügen für eine ganze Weile zurück, um erst nachdem sie ihr Versprechen wahr gemacht hat und ihrgezeigt hat, wie sehr es ihr leidtut, in ihren Armen fast zu vergehen vor Lust, bis sie schwer atmend, schweißbedeckt und bebend neben Saya auf den Tisch sinkt.      
Sun, Oct 26th 2025 10:07

“Unterschätze nie, wozu Mari imstande, wenn sie muss,” meint Saya lapidar. “Deine Brüder und deine Schwester wissen wohl ein Lied davon zu singen…”   Weiter kommt sie nicht, denn der Rest geht in Lust und Leidenschaft unter. Bis Saya Lisina schließlich wieder in ihr Gemach zurückbringt und sie selbst zu Mari ins Bett schlüpft.