BUILD YOUR OWN WORLD Like what you see? Become the Master of your own Universe!
Sat, Aug 30th 2025 07:32   Edited on Mon, Feb 23rd 2026 01:19

[Tag 23 später Nachmittag: dunkle Schatten]

Die Sonne sinkt bereits tief zum Horizont, ein letzter goldener Schein durchflutet die Räume, taucht die Wände in hart gezeichnete Schatten. Der Kontrast zwischen Licht und Dunkel wirkt scharf, fast wie ein Sinnbild für das ewige Ringen von Gut und Böse. Andeth steht in schlichter Kleidung da, bewegt sich schweigend, die Stirn in düstere Falten gelegt. Mit stummen, fast rituellen Gesten rückt er den Tisch an seinen Platz, schiebt die Stühle ordentlich darunter, wischt über Regalbretter und richtet die Dinge darauf mit bedächtiger Präzision. Aus der Küche flackert leise das Feuer, das wie so oft unter dem schweren Topf brennt. Ein würziger, dichter Duft zieht durch die Luft, füllt die Stille mit unsichtbarer Wärme. Immer wieder hält Andeth inne, verharrt mit starrem Blick im Nichts. Seine sonst so leuchtende Heiterkeit ist verschwunden, ausgelöscht wie eine Flamme im Wind. Doch niemand ist da, der dieses Verschwinden bemerken könnte. In einer kurzen Pause schenkt er sich Wasser aus einem Krug ein. Er hebt den Becher an die Lippen, nippt daran, nur um ihn gleichgültig und beinahe abweisend wieder beiseitezustellen.
Tue, Sep 2nd 2025 01:04   Edited on Tue, Sep 2nd 2025 01:04

Es ist ein starker Kontrast zu der düsteren Atmosphäre, die Andeth ausstrahlt, als die Hausherrin nach Hause kommt. Mit ihrem scheinbar immerwährenden, strahlenden Lächeln betritt sie die Wohnung. Ihr geblümtes Kleid mit den strahlenden Farben scheint geradezu perfekt zu ihrem Gemüt zu passen.   “Oh, wie das duftet!” ruft sie aus, bevor sie die Tür hinter sich wieder geschlossen hat. “Ich frage mich manchmal wirklich, was ich anstellen soll, wenn du aus deiner Schuld entlassen bist, lieber Andeth! Ich glaube, ich werde verhungern, denn du verwöhnst mich dermaßen, dass ich mein eigenes Gekoche wohl gar nicht mehr hinunterbringe!”   Sie geht nun zum Tisch und hilft Andeth, die letzten Sachen darauf zurechtzurücken.  
Tue, Sep 2nd 2025 07:55   Edited on Tue, Sep 2nd 2025 07:56

„Lua, wie schön, dass du schon da bist. Ich bereite gerade etwas für uns vor. Es wird nicht mehr lange dauern. Ruh dich aus – ich rufe dich, sobald alles bereit ist.“ Von der eben noch spürbaren Schwere seiner Stimmung ist nichts mehr zu sehen. Geschäftig und mit fast übertriebener Fröhlichkeit widmet er sich dem Mahl. Doch über dem Raum liegt ein kaum greifbarer Schleier, wie alter Rauch, der trotz stundenlangen Lüftens niemals ganz weicht. Etwas Unsichtbares haftet an den Wänden, eine unterschwellige Spannung, die man nicht benennen kann. Nur die Sensibelsten würden diesen Hauch spüren – und selbst dann nur wie ein kaum hörbares Echo. Gemeinsam bereiten sie den Tisch vor. Ein Krug mit kaltem, klarem Wasser, zwei Gläser, Teller und Besteck finden ihren Platz. Und beinahe beiläufig stellt jemand eine kleine Vase in die Mitte, in der eine leuchtende rosa Gerbera erstrahlt.
Tue, Sep 2nd 2025 07:57

Lua legt den Kopf schief und schaut Andeth lächelnd an.   “Andeth, du weißt, dass du mich nicht von hinten bis vorne bedienen musst,” sagt Lua. “Du bist ein viel zu netter Mensch, als dass ich dich irgendwie wie einen Sklaven behandeln könnte. Also, sag mir, was ich noch tun soll, und dann essen wir gemeinsam. Wie Freunde. Nicht wie Sklave und Herrin - auch wenn die Kornett das so haben will.”   Sie nimmt ihm kurzerhand zwei Teller aus der Hand und stellt sie, einander gegenüber, auf den Tisch.   “Morgen werde ich mich übrigens mit dem Architekten im kleinen Palais treffen,” erzählt sie. “Das mit der Ausstellung wird nun wohl ernst! Ich möchte, dass du da auch dabei bist. Aber vorher bekommst du mal was Ordentliches zum Anziehen - wenn du das möchtest.”  
Thu, Sep 4th 2025 05:57

Lächelnd bedankt er sich mit einem sanften Kopfnicken über das Kompliment. 

„Keine Angst, Lua. Ich mache das nicht nur, weil es mir auferlegt wurde. Ich tue es, weil ich dich wirklich sympathisch finde – und weil es mir Freude bereitet, dir genau auf diesem Weg zu zeigen, was du mir bedeutest.“ Wir sitzen nun einander gegenüber am Tisch. Jeder nimmt sich einen großen Schöpfer Eintopf. Heißer Dampf steigt in schlierenartigen Schwaden von den Tellern empor, während das Besteck ein leises, beinahe feierliches Klingen von sich gibt, wenn es vorsichtig in die brodelnde Flüssigkeit taucht und den Rand des Tellers berührt. „Natürlich helfe ich dir sehr gern bei deiner Ausstellung“, sagt er warm. „Es erfüllt mich mit Freude, dass du mir so viel Vertrauen schenkst, an deiner Seite wirken zu dürfen.“ Als sie seine Kleidung erwähnt, wandert sein Blick prüfend von den Schuhspitzen bis zum Hals. Ein Hauch von Verlegenheit mischt sich in sein Grinsen. Einfach und zweckmäßig ist, was er trägt, und die Spuren der Zubereitung haben sich ungeniert auf seinem Hemd verewigt. „Als ich hierherkam, sah es noch schlimmer aus“, entgegnet er lachend. „Aber wenn es deiner Sache dient, lässt sich hier gewiss noch etwas verbessern.“ Er taucht den Löffel erneut in den Eintopf, hebt ihn bedächtig an die Lippen, bläst den aufsteigenden Dampf leise fort und führt den Löffel dann in den Mund. Mit einem zufriedenen Ausdruck schluckt er die herzhafte Speise, als koste er in diesem Moment weit mehr als nur eine Mahlzeit.
Thu, Sep 4th 2025 09:10

Luas Lächeln wird breiter, glücklicher, aber irgendwie auch etwas verlegen. Sie wird sogar ein bisschen rot im Gesicht, senkt den Kopf, schaut Andeth etwas von unten herauf an.   “Ich bedeute dir etwas?” fragt sie überrascht. “Ich, die ich dir praktisch als Sklavntreiberin vor die Nase gesetzt wurde?”   Sie reibt sich mit der linken Hand den Nacken, schaut ihn etwas schüchtern an, bevor sie weiterspricht.   “Also, wenn du willst, kannst du auch dann noch hier wohnen, wenn diese zwei Wochen vorbei sind. Die Wohnung wird bis dahin halt nicht größer werden, und du wirst auch weiterhin mit mir in einem Bett schlafen müssen. Aber ich habe jetzt genug Geld, für beide zu sorgen, bis du eine gute Anstellung gefunden hast, oder auch darüber hinaus. Also, wie gesagt, wenn du willst.”   Sie probiert den Eintopf, schaut Andeth dann strahlend an. “Oh, es schmeckt wieder sehr gut,” sagt sie.   “Ich bin mir übrigens sicher, dass du sehr gute Ideen haben wirst, wie wir beide diese Ausstellung am besten organisieren. Und, um etwas vorwegzunehmen: Ich werde dich natürlich dafür bezahlen. Was sagst du zu, sagen wir, 7 Filis am Tag?”
Fri, Sep 5th 2025 01:31

Als Lua sein Essen lobt, huscht ein verlegenes Lächeln über sein Gesicht, doch er schweigt dazu, als wolle er das Kompliment nicht weiter ausdehnen. 

Bedächtig führt er Löffel für Löffel zum Mund, der heiße Dampf steigt an ihm vorbei und legt sich wie ein sanfter Schleier in die Luft. „Kannst du mir ein wenig mehr von der Ausstellung erzählen?“ fragt er schließlich, seine Stimme leise, aber neugierig. „Ich weiß bislang kaum etwas darüber, und wenn ich mich wirklich einbringen soll, brauche ich ein klareres Bild von dem, was dich bewegt. Und was die Vergütung betrifft…“ – ein warmes, beinahe schelmisches Funkeln tritt in seine Augen – „es ist zwar sehr schmeichelhaft, dass du mir etwas für meine Hilfe geben möchtest. Doch sieben Filis sind entschieden zu viel. Immerhin verursache ich in deinem Haushalt schon genug laufende Kosten.“ Er lehnt sich ein wenig zurück, sein Blick bleibt ernst und doch voller Zuneigung. „Einigen wir uns auf vier Filis – und du hast meine ungeteilte Aufmerksamkeit für alles, was die Ausstellung betrifft.“
Fri, Sep 5th 2025 08:40

Alex lächelt Andeth noch immer etwas verlegen an. Seine Aussage, sie würde ihm etwas bedeuten, scheint sie gehörig aus dem Konzept gebracht zu haben.   “Also, so ganz viel weiß ich auch nicht, um ganz ehrlich zu sein,” antwortet sie. “Wir sollen jedenfalls die Bilder von Meister Auris aufhängen, so, dass sie möglichst gut zur Geltung kommen. Und ein Trakt soll renoviert werden, und dann müssen wir entscheiden, wie wir es am besten machen, dass es schön ist - und Meister Auris gefallen hätte. Was dann mit den Bildern passiert, das habe ich vergessen zu fragen, um ganz ehrlich zu sein.”   Dann legt sie ihre Hand auf die von Andeth.   “Andeth, du kochst, du machst sauber, und, was mir am Wichtigsten ist: Wegen dir bin ich nicht allein in dieser Wohnung,” fährt sie fort. “Du verursachst also keine Kosten, du bringst sogar großen Nutzen - wenn du mir erlaubst, dieses dumme Wort zu verwenden. Und vier Filis, vier Filis sind absolut zu wenig. Ich meine, du verdienst sogar beim Fische ausnehmen vier Filis - und jeder der weniger zahlt, dem sollte man eigentlich die Gurgel umdrehen und in den Olifern schmeißen. Aber wenn du schon so willst, dann zahle ich dir vier Filis am Tag für die Ausstellung, einen Fili am Tag als Koch, einen Fili am Tag fürs Aufräumen und einen Fili am Tag, weil du mir zuhörst. Glaub mir Andeth, ich kann mir das leisten. Ich bekomme fast einen Lamen pro Tag, einfach so. Da fallen die sieben Filis wirklich nicht ins Gewicht.”   Dann schaut sie vor sich auf die Tischplatte.   “Und ich habe dich viel zu gern, als dass ich dich irgendwie ausnutzen könnte.”
Sun, Sep 7th 2025 08:21

„Lu, du bist einfach unverbesserlich!“ Andeths Lachen hallt warm und frei durch den Raum, wie ein plötzlicher Lichtstrahl, der die Stimmung aufhellt. „Also gut, machen wir es so. Gegen dich habe ich ohnehin keine Chance.“ Mit einem schelmischen Grinsen taucht er den Löffel in den dampfenden Eintopf und kostet davon, als wolle er die Heiterkeit noch ein wenig länger festhalten. Doch kaum legt sich das Lächeln, verändert sich sein Blick. Ernst, beinahe verletzlich, sucht er den ihren. „Ja… auch ich mag dich“, gesteht er leise, die Stimme von ungewohnter Tiefe getragen. „Du bist die Erste, die so aufrichtig für mich einsteht. Dafür danke ich dir.“ Rasch hebt er wieder den Löffel, als wolle er die entblößte Seele hinter einem weiteren Bissen verbergen. Doch in seinen Augen flackert noch das Geständnis, unauslöschlich. „Ich freue mich schon darauf, dir morgen bei den Vorbereitungen zur Seite zu stehen“, fügt er hinzu, und ein warmer Hauch von Vorfreude schwingt in seinen Worten mit.
Sun, Sep 7th 2025 09:46

Lua schaut Andeth in die Augen, schüchtern, verlegen, aber auch sichtlich aufrichtig.   “Aber Andeth, was mache ich denn schon groß?” sagt sie. “Ich sehe dich nur nicht als Sklave, sondern als einen ganz bezaubernden, lieben, sympathischen und auch hübschen jungen Mann, den das Schicksal in meine Wohnung gebracht hat, der meine Wohnung mit Leben füllt, mit Wärme, mit Gutherzigkeit. Wie könnte ich dir also anders begegnen, als ich es die ganze Zeit tue?”   Sie fährt mit der Hand über den Tisch und berührt Andeth sanft am Unterarm, der gerade den Löffel in Andeths schiebt.   “Ich weiß nur zu gut, wie du dich fühlst,” sagt sie. “Ich habe höchstwahrscheinlich genau gleich gefühlt. Aber ganz am Ende, als es schon zu spät war, da bin ich draufgekommen, dass Auris nicht aus Mitleid gehandelt hat. Auch ich handle nicht aus Mitleid. Ich handle so, weil du es dir verdienst, mit jedem Augenblick, mit jedem Wort, mit jeder Bewegung. Und ich handle gerne so, es macht mir ganz große Freude.”
Mon, Sep 8th 2025 06:17   Edited on Tue, Sep 9th 2025 05:50

Als sie sein Arm berührt, verharrte er kurz.   „I-ich glaube, ich sollte… ich muss jetzt aufräumen“, stammelte er, während sein Blick unsicher durch den Raum huschte, als suche er verzweifelt einen Halt.   Mit bebenden Fingern griff er nach seinem Suppenteller, doch die Unruhe ließ ihn stolpern. Er beugte sich vor, um nach ihrem Geschirr zu langen, verfehlte jedoch das Ziel – stattdessen stieß er ihren halbgefüllten Krug an. Mit einem dumpfen Poltern ergoss sich das kühle Wasser über den Tisch, spritzte in einem glänzenden Schwall auf ihre Hose und ließ ihre Bluse in funkelnden Tropfen erstrahlen.
Mon, Sep 8th 2025 09:23

Als sie das Wasser trifft, rutscht Lua mit dem Stuhl instinktiv nach hinten. Sie schaut Andeth bestürzt an, als hätte er ihr soeben eine Ohrfeige verpasst.   “Habe ich denn etwas Falsches gesagt?” fragt sie ihn. “Ich wollte dich nicht irgendwie beleidigen. Ich sage manchmal dumme Dinge, ohne es zu wollen, das ist mir bewusst. Aber, wirklich, ich wollte dich nicht verletzen. Wirklich nicht!”   Sie schaut ihn mit fast flehendem Blick an.   “Andeth, es tut mir leid! Wirklich!”
Tue, Sep 9th 2025 06:07

Andeths Augen weiten sich voller Bestürzung. „Bitte… bitte entschuldige, das war ein Versehen von mir“, stammelt er mit hochrotem Kopf, seine Stimme überschlägt sich beinahe. „Es war wirklich nur ein Versehen!“   Von Scham und Aufruhr getrieben, springt er hastig auf. Seine Hände greifen nach einem Tuch, das er sonst zum Abtrocknen benutzt, und in seiner überstürzten Eile stößt er eine leere Holzschüssel um. Mit einem polternden Schlag fällt sie zu Boden, rollt ein Stück und verstummt scheppernd. Das Geräusch verstärkt die Hektik, die ihn nun völlig erfasst hat, während er krampfhaft versucht, die Spuren seines Missgeschicks zu beseitigen.   Dann, abrupt, erstarrt er mitten in der Bewegung. Mit glasigem Blick mustert er das Chaos, das er angerichtet hat, als würde ihm erst jetzt das ganze Ausmaß seines Tollpatsches bewusst. Ein tiefer Schatten legt sich über seine Stimme, leiser, schwer von Traurigkeit: „Bitte… verzeih mir. Es ist nur…“ Seine Worte verhallen im Raum, brechen jäh ab.   Mit zitternder Hand senkt er das Tuch und beginnt, fast ehrfürchtig, den Stoff ihres Kleides zu berühren, ihn vorsichtig mit seinen schäbigen Lumpen trocken zu tupfen – als wolle er mit dieser Geste nicht nur den Fleck, sondern auch seine Schuld von ihr fortwischen.
Tue, Sep 9th 2025 08:51

“Es ist nur Wasser!” ergänzt Alex den Satz, den Andeth begonnen hat. “Das trocknet. Es ist nichts passiert!”   Sie schaut ihn an. Noch immer konsterniert, aber es ist Wärme in ihren großen Augen.   “Andeth, so rede doch mit mir!” sagt sie. “Was ist denn los? Was habe ich gesagt, dass dich so aufregt! Ich… ich… ich wollte das doch nicht!”   Sie nimmt die Hand mit dem Lappen in die ihre. Sie hält sie sanft, ohne jeglichen Druck, bremst damit aber diese verzweifelten Versuche, das Wasser zu trocknen, ein. Das weiße, geblümte Kleid, das sie trägt, lässt nun leicht die Farbe ihres Oberschenkels durchscheinen. Es stört Lua nicht. Ihre Aufmerksamkeit liegt einzig und allein auf Andeth, der sich verhält, als hätte sie ihm mitgeteilt, sie würde ihn gleich ermorden.
Tue, Sep 9th 2025 04:26

Andeth vernimmt den Versuch von Lua, zu verstehen, was gerade geschehen ist. Für einen kurzen Augenblick huscht ein schelmisches Grinsen über sein Gesicht. Er schaut ihr direkt in die Augen, ein leichtes, spitzbübisches Funkeln darin. „Tut mir leid…“ murmelt er, den Blick kurz auf seinen linken Arm senkend. „Als du meinen Arm berührt hast, hat es mich… überrumpelt.“ Man sieht ihm die Verlegenheit deutlich an, seine Schultern senken sich einen Hauch. „Komm, ich bringe das wieder in Ordnung.“ Fast beiläufig lässt sein Blick über die nasse Stelle ihres weißen Kleides schweifen, durch die zart ihre Haut hindurchschimmert – nicht prüfend, nicht kritisch, nur als leise Mischung aus Sorge, Verwunderung und einer sanften Zuneigung.
Tue, Sep 9th 2025 04:54

“Andeth, mach dir keine Sorgen,” antwortet Alex ruhig, mit weicher Stimme, weichem, freundlichen Blick. “Das bringt sich ganz von selbst wieder in Ordnung. Das trocknet, und dann wird man nichts mehr davon sehen.”   Sie lässt seine Hand wieder los, wird ernst, besorgt, tritt einen Schritt zurück. Sie schaut Andeth in die Augen, tief, intensiv, als suche sie irgend etwas darin. Sie schaut ihn an, man merkt, wie sie um Worte ringt, etwas sagen will, aber nicht weiß wie. Schließlich sagt sie nur, fast unhörbar leise: “Aber es war doch nur dein Arm…”
Wed, Sep 10th 2025 03:32

„Ja, ich weiß, es war nur mein Arm!“ Andeth stockt, seine Stimme schwankt. „Trotzdem… es ist möglich. Irgendetwas hat mich dort getroffen. Es hat sich angefühlt wie ein Blitz, der durch meinen ganzen Körper gefahren ist, als du mich berührt hast. Es tut mir wirklich leid, wenn ich dich erschreckt haben sollte.“ Sein Blick verweilt, weich und suchend, auf der noch immer von Regen gezeichneten Lua, als wolle er jeden Tropfen auf ihrer Haut in sich aufnehmen.
Der Effekt ist wohlbekannt, die Ursache nicht.

Wed, Sep 10th 2025 04:18
Wed, Sep 10th 2025 07:41

Lua schaut ihn zunächst etwas verwirrt an, wird dann rot im Gesicht. Sie schaut Andeth etwas erschrocken an, wendet sich ab, geht in die Richtung des Schlafzimmers. Schließlich dreht sie sich um und kommt zurück. Sie lächelt etwas schuldbewusst.   “Ich weiß, das passiert mir manchmal, besonders wenn ich dieses Kleid trage,” sagt sie. “Ich weiß auch nicht warum. Glaubst du, ich sollte deshalb einen Heiler aufsuchen?”   Sie versucht wieder, ganz vorsichtig, Andeths Arm zu berühren. Dieses Mal passiert jedoch nichts.
Wed, Sep 10th 2025 08:38

Interessiert, mit einem leisen Grinsen auf den Lippen beobachtet er, wie Lua vorsichtig erneut seinen Arm berührt. Dieses Mal geschieht nichts. „Ich weiß nicht, was uns vorhin da widerfahren ist,“ sagt er leise, „doch es scheint verschwunden zu sein. Offenbar gibt es nun keinen Grund mehr, dass sich etwas zwischen uns stellt, wenn wir einander berühren.“
Wed, Sep 10th 2025 09:59

Lua lächelt Andeth an - ein bezauberndes, strahlendes Lächeln, das sich bis in den letzten Winkel ihres Seins zieht. Sie geht noch einen Schritt auf Andeth zu und umarmt ihn, drückt ihn einen Moment lang an sich. Sie lässt ihn wieder los und schaut ihn wieder an, mit demselben Lächeln.   “Dann lass uns weiter essen,” meint sie. “Und ein nasses Kleid ist noch lange kein Grund, deinen herrlichen Eintopf kalt werden zu lassen!”   Sie setzt sich wieder auf ihren Platz, rückt sich den Stuhl zurecht und wartet darauf, dass sich auch Andeth wieder an seinem Platz setzt.
Thu, Sep 11th 2025 11:46

Er erwidert Lúas Umarmung fest und voller Wärme. Als sie sich schließlich lösen, verweilt sein Blick einen Atemzug lang bei ihr, bevor er über den Tisch und zu der sitzenden Lúa wandert. Das kleine Chaos auf der Tafel fällt ihm auf, und mit ruhigen Bewegungen wischt er das verschüttete Wasser weg, ordnet die Teller und Becher, bis alles wieder stimmig wirkt. Im großen Krug wartet noch genug frisches Wasser, und er schöpft daraus, um die Gläser erneut zu füllen. Dann setzt er sich ihr gegenüber, sein Lächeln weich, voller Zuneigung und stiller Freude, als er sie ansieht. „Ja“, sagt er leise, fast zärtlich, „lass uns den Eintopf genießen.“
Thu, Sep 11th 2025 07:02

Lua löffelt also weiter den Eintopf, den Andeth gekocht hat, in sich rein, sie trinkt von dem Wasser, das er ihr eingeschenkt hat. Immer wieder geht ihr Blick jedoch zu Andeth, und es ist nicht schwer zu erraten, dass sie etwas auf dem Herzen hat. Wie so oft jedoch findet sie wohl die Worte nicht. Schließlich, ihr Teller Eintopf ist fast ausgelöffelt, lässt sie doch den Löffel sinken und schaut Andeth nun intensiver an.   “Andeth…” beginnt sie also zögerlich, mit schüchternem Tonfall, “vorhin, das war nur wegen des Blitzes, ja? Es gibt nichts anderes? Wenn ja, dann sag es mir bitte. Dein Sklavendasein bei mir dauert ja noch fast zwei Wochen, und es wäre schön, wenn wir auch am Ende der zwei Wochen noch gut miteinander auskommen würden. Aber ich glaube, wir müssen ehrlich zueinander sein. Sonst wird das nichts.”
Tue, Sep 16th 2025 09:06

Er lächelt Lua liebevoll an, neigt den feinen Kopf und schüttelt ihn leicht. „Nein, Lua — es ist wirklich nichts. Ich war nur kurz erschrocken. Glaub mir, noch nie habe ich mich so geborgen und angenommen gefühlt wie hier bei dir. Dass man mich dir als Sklaven zugeteilt hat, empfinde ich als mein größtes Glück.“ Andeth taucht den Löffel in den dampfenden Eintopf, lässt den heißen Dampf über den Schaft ziehen und beobachtet ihn mit verträumtem Blick. „Ich freue mich sehr, dir bei den Vorbereitungen helfen zu dürfen. Verlass dich darauf — ich werde mein Bestes geben.“
Wed, Sep 17th 2025 06:43

Lua scheint ein Stein vom Herzen zu fallen. Strahlend lächelt sie Andeth an, und das Aufatmen ist sicht- und auch hörbar.   “Da bin ich mir sicher,” antwortet Lua. “Da bin ich mir ganz sicher. Du gibst ja auch hier, in der Wohnung, dein Bestes, obwohl ich das gar nicht erwarte. Obwohl ich nie gesagt habe, du solltest dich um überhaupt gar alles kümmern.”   Sie isst nun weiter ihren Eintopf, eine Zeit lang einfach schweigend. Dann schaut sie Andeth an.   “Also, morgen,” sagt sie, und zu dem Strahlen in ihren Augen gesellt sich ein freudiges, erwartungsvolles Funkeln, “gehen wir zuerst zu einem Schneider und besorgen dir neue Kleider. Und dann, wenn du Lust hast, fragen wir im Duftenden Garten nach, ob sie einen schönen Tisch für uns haben. Was sagst du? Hättest du Lust, einmal da zu Abend zu essen?”
Fri, Sep 19th 2025 05:06

Wie Lua löffelt auch Andeth genüsslich seinen Eintopf. Jeder Löffel taucht tief in die wohlige Wärme der dampfenden Speise, und mit leisem Schlürfen saugt er die kräftige Würze auf, als koste er ein Stück Geborgenheit. Immer wieder wandert sein Blick verstohlen zu seiner Tischnachbarin, zögernd, als wolle er sich vergewissern, dass dieser Moment wirklich existiert. Aufmerksam lauscht er, als sie ihn auf seine Kleidung anspricht. Ein schüchternes Schmunzeln huscht über seine Lippen, halb verlegen, halb trotzig. „Bist du sicher?“ murmelt er, während sein Blick langsam über die notdürftig geflickten Stellen und die unauswaschbaren Flecken gleitet, die kleine Geschichten des Überlebens erzählen. „Gut, ich bin vielleicht nicht so gekleidet wie die reichen Händler… aber Hemd und Hose sind immerhin fast sauber.“ „Es ist nicht nötig, dass du dich für mich in Unkosten stürzt,“ fährt er fort, die Stimme weich und zugleich bestimmt, getragen von der stillen Selbstironie eines Mannes, der gelernt hat, mit wenig zufrieden zu sein. „Vielleicht bekomme ich mit meinem Geld etwas hin… doch eigentlich – eigentlich reicht es mir so, wie es ist.“ Als sie ihm dann auch noch anbietet, gemeinsam in den duftenden Garten zu gehen, verstummt Andeth einen Moment lang, nachdenklich. „Du würdest dort wirklich mit mir essen gehen wollen?“ Ein Blick, ein Atemzug – Freude und Unsicherheit ringen miteinander in seinen Gedanken. „Ich würde mich sehr freuen, dort mit dir zu essen. Ich möchte jedoch nicht, dass ich dir zur Last falle. Ich werde die Kleider mit meinem eigenen Geld kaufen bzw. nach der Sklavenzeit beim Schneider meine neuen Kleider abarbeiten.“
Sat, Sep 20th 2025 08:48

“Nein,” antwortet Lua mit einem strahlenden Lächeln, “es ist überhaupt nicht nötig. Aber man muss sich nicht immer auf die Dinge beschränken, die nötig sind.”   Lua greift nun wieder über den Tisch, legt ihre Hand auf Andeths Unterarm. Und dieses Mal gibt es keinen Blitz.   “Schau, Andeth,” fährt sie fort. “Ich habe mehr Geld, als ich für mich ausgeben kann. Lass mich dir - und damit auch mir - eine Freude machen. Lass mich dir ein neues Hemd und eine neue Hose, ein paar Schuhe schenken. Ich meine, sieh dich um, alles, was du hier siehst, das habe ich auch geschenkt bekommen. Ich habe es mir nicht erarbeitet. Und ich würde mich schlecht fühlen, würde ich alles für mich behalten.”   Sie schaut ihm nun durchdringend in die Augen.   “Du bist zwei Wochen lang mein Sklave,” fügt sie hinzu. “Wenn du willst, kannst du bleiben so lange du willst, als Freund, als Mitbewohner. Aber ich würde mir wünschen, dass dir, wenn du deine Strafe bei mir abgesessen hat, viele Wege offen stehen. Und glaube mir, die reichen Leute dieser Stadt, die schauen sehr stark auf Kleider. Als ich gekleidet war wie du, da hat mir die Wachkompanie einen tritt in den Arsch gegeben, wenn ich vor der Residenz gesessen bin. Jetzt, mit diesem Kleid, kommt sie her, und fragt, ob sie mir helfen kann. Wenn die zwei Wochen um sind, möchte ich, dass die dich auch wertschätzt. Dass die Reichen wissen, dass du gut arbeitest, und dass man dir eine gut bezahlte Anstellung anvertrauen kann. Ich werde dir nicht Reichtum verschaffen, so wie es mir getan wurde. Aber ich möchte dir helfen, dein Leben zu verbessern, weil du ein gutes Leben verdient hast, mit deinem Fleiß, deiner Sorgfalt, deinem ganzen Wesen. Aber ich weiß, wie schwer es ist, wenn man niemanden hat, der hilft.”
Tue, Sep 23rd 2025 08:52

Andeth hält Lua mit einem unverwandten Blick gefangen, als sie ihm ihre Beweggründe offenbart. Ihre Worte hallen in ihm nach, während er schweigend und wie in sich versunken vor ihr sitzt. Die Stille zwischen ihnen ist schwer, beinahe greifbar, und doch voller unausgesprochener Bedeutung. Schließlich löst er sich aus seinem inneren Ringen, hebt leicht den Kopf und spricht mit zögernder, suchender Stimme: 

„Lua…“ – er stockt, als müsse er die richtigen Worte tief aus seinem Herzen hervorringen. „Noch nie ist mir eine Frau wie du begegnet. Ja… ich werde dein Angebot dankbar annehmen. Ich verspreche dir, dass ich die Chance, die du mir hier eröffnest, ergreifen werde. Und eines Tages wird die Zeit kommen, da werde ich das, was mir gerade widerfährt, an andere weitergeben…“ Er verharrt, seine Gedanken noch einmal sammelnd, ehe er mit festerer Stimme fortfährt: 

„Ich werde stets in deiner Schuld stehen. Und ganz gleich, was geschieht – ich werde immer für dich da sein. Das ist mein Versprechen.“
Fri, Sep 26th 2025 06:59

Lua schenkt Andeth ein warmes Lächeln. Ihre Hand fasst seinen Unterarm etwas fester, drückt ganz leicht zu.   “Aber Andeth,” meint sie, “du hast doch deine Schuld schon lange abgegolten. Weil du da warst und noch immer da bist. Weil du mich nicht alleine lässt in meiner Trauer um den Meister. Weil du mir das Gefühl gibst, ein lieber Mensch zu sein, bei dem du nicht nur bist, weil es die Wachkompanie befohlen hat. Und ganz egal, ob du so fühlst oder nur so tust, weil es ein guter Sklave eben so tun muss: Das ist mir viel mehr wert als ein paar Filis. Ich kann auch Grütze essen, habe es lange genug getan. Aber Glück kann ich nicht kaufen, und du verstehst es, mir jeden Tag wieder Glück zu schenken, jedes Mal, wenn ich mich an diesen Tisch setze.”
Sat, Sep 27th 2025 09:13

Andeth hörte Lua aufmerksam zu. Als sie geendet hatte, schloss er kurz die Augen und holte tief Luft. Eine Weile blieb es still, während er nachdachte. Dann öffnete er langsam die Augen, sein Blick fand den ihren – ruhig, fest, entschlossen. Schließlich nickte er. „Gut. Dann machen wir es so.“ Er hielt inne, als wolle er seinen nächsten Worten Raum geben. „Ehrlich gesagt… ich freue mich schon darauf, den morgigen Tag mit dir zu erleben.“
Sat, Sep 27th 2025 10:05

Luas Lächeln wird breiter, in ihre warmen Augen gesellt sich ein unübersehbares Strahlen.   "Ich mich auch, Andeth," meint sie. "Ich freue mich auch schon darauf! Ich bin mir nämlich immer mehr sicher, dass ich in dir keinen Sklaven, sondern einen Freund gefunden habe."