„So sei es!“: sagt Gregorian. „Schwörst du bei deinem Blut und deiner Ehre und dem Blut und der Ehre deiner Vorfahren, daß du Morgenrot gehorsam dienen wirst und bereit bist, für diesen Eid auch dein Leben einzusetzen?“: deklamiert Gregorian feierlich. Als Julia laut und deutlich ihren Schwur abgelegt hat, tritt Gregorian zu ihr und umarmt sie. „Sei mir willkommen, Schwester“ Auch T’Sai und Levena heißen sie förmlich willkommen und als sie Levena in die Arme nimmt, kann sie die Zuneigung der älteren Frau wie einen Windhauch voll Blütenduft spüren. „Setz dich Julia! Nun ist es Zeit, die volle Wahrheit zu erfahren.“
So beginnt Gregorian mit dem Erscheinen der Strahlenden über Meras, schildert die wahre Geschichte
Morgenrots und erläutert Julia die Aufgaben und Ziele in aller Deutlichkeit. „An allererster Stelle steht die Bewahrung unseres Blutes und der Schutz aller Kurus. Zur Bewahrung unseres Blutes suchen wir seit Jahrzehnten nach Brüdern und Schwestern mit ausgeprägter Gabe, die ihre Gaben an ihre gemeinsamen Nachkommen vererben und damit den Verfall unserer Gabe durch die Kreuzung mit Menschen aufzuhalten. Mit großem Erfolg, wie ich ruhigen Gewissens behaupten kann. Morgenrot stand in seinen frühen Tagen für die Hoffnung auf Rettung, nun steht Morgenrot für den herauf dämmernden Tag, an dem wir Rache üben für den kolossalen Verrat an unseren Vorfahren und unserer Bestimmung folgen werden, aus Meras eine bessere Welt unter unserer Herrschaft zu machen.“