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Mon, Jul 7th 2025 06:12   Edited on Mon, Feb 23rd 2026 11:51

[23.Tag, kurz nach Mitternacht] Fingerspitzengefühl IV

[Soldat Eicken] Eicken mag ramponiert aussehen, aber das dämpft weder ihre Entschlossenheit noch ihre Kampfbereitschaft. Ihre Schwerthand ist unverletzt und die ausgekugelte Schulter schmerzt zwar, doch behindert sie nicht sonderlich. Sie nickt zu der Entscheidung ihrer Vorgesetzten und folgt ihr bis zur großen, verschlossenen Türe am Ende des Korridors. Dort probiert sie alle Schlüssel auf dem rostigen Schlüsselring, aber keiner paßt und die massive Türe aufzubrechen ist ohne Werkzeug nicht möglich. Leise sagt sie dann zu Sigrun: „Wenn wir hier nicht rauskönnen, dann müssen wir alle Räume hier nach einer Geheimtüre absuchen. Wir haben zwar nicht allzu viel Lärm gemacht, aber wenn einer gelauscht hat, dann wird er uns wahrscheinlich gehört haben, und wenn nicht, dann steht die Chance gut, daß er oder sie uns hören wird, wenn wir uns die Räume vornehmen. „Also, ich meine, wir sollten uns besser gleich den Raum vornehmen, in dem du was gehört hast.“: grinst der Rotschopf unternehmungslustig.  
Mon, Jul 7th 2025 08:31

“Ich glaube es zwar nicht, dass sich jemand die Mühe machen wird, nach zwei Personen zu lauschen, deren Anwesenheit gänzlich unbekannt sein dürfte,” entgegnet Sigrun leise, “aber in Anbetracht dessen, dass es wohl gar einige Stunden benötigen dürfte, in all diesen Räumen einen weiteren Geheimgang zu erspähen, wollen wir wohl doch nach deinem Plane vorgehen. Aber ich bitte dich inständig, beachte deine körperliche Beeinträchtigung! Spiele nicht die Heldin, und wenn ich hier den Tod finden sollte, so ist dies nicht dir, sondern meinen mangelnden Fähigkeiten verschuldet!”   Sie legt Eicken kurz ihre Hand auf die gesunde Schulter, dann dreht sie sich um und öffnet die Tür langsam und nur einen kleinen Spalt, um zunächst in den Raum sehen zu können, möglichst ohne selbst dabei bemerkt zu werden.
Mon, Jul 7th 2025 11:19

[Soldat Eicken] „Auf uns zwei werden sie nicht gewartet haben! Aber vielleicht rechnen die Bastarde damit, daß ihnen jemand ans Leder will, und haben an Punkten, an denen ein Eindringling vorbei muß, Wachen aufgestellt? Wäre eine Möglichkeit.“ Dann richtet sie sich auf und schaut Sigrun in die Augen. „Ich bin Soldat, keine Selbstmörderin! Ich weiß, was ich drauf habe und wie weit ich mich aus dem Fenster lehnen kann. Also mach dir keine Sorgen, daß ich Scheiße baue, nur um gut dazustehen, und eins sage ich dir. Wir hängen hier gemeinsam drin und ich denke nicht daran, mich hinter dir zu verstecken, bloß weil ich mir die Schulter ausgekugelt habe. Wir gehen es gemeinsam an, Seite an Seite, und wir werden diesen Ärschen schon zeigen, was es heißt, sich mit den Plattfüßen anzulegen! Gemeinsam! Du und ich!“, sagt sie energisch und geht leise zu der verschlossenen Türe. Einer ihrer Schlüssel am Schlüsselbund paßt und knirschend dreht sich der Schlüssel im Schloß.      
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Tue, Jul 8th 2025 11:13

Das deutlich hörbare Knirschen macht Sigruns Plan, lautlos einzudringen, zunichte. Sie hebt also ihr Schwert, hält es mit beiden Händen, als Eicken auf die Klinke drückt und die Tür öffnet, bereit, einen Angriff abzuwehren, bereit in den Raum zu stürmen und den Mann, der darin wohl irgendetwas hin- und herschleift, zu attackieren. Die Anspannung ist ihr in das Gesicht geschrieben. Und, sofern denn möglich, wird sie auch dann auch in den Raum stürmen, kaum dass die Tür so weit geöffnet ist, dass sie dessen imstande ist.
Wed, Jul 9th 2025 04:13

[Soldat Eicken] „Geh du nach links, ich nach rechts, dann können wir sie in die Zange nehmen!“: flüstert Eicken, zieht den Schlüssel ab, zieht ihr Kurzschwert, drückt mit dem Ellenbogen die Türklinke herunter und nickt gleichzeitig Sigrun zu. Die Türe öffnet sich zwar einen Spalt, doch mit dem Hineinstürmen wir des nichts, denn dann verhindert Widerstand von Innen das weitere Öffnen. Als beide die Türe mit Krafteinsatz weiter aufschieben, ertönt von innen jetzt deutlich hörbar schmerzliches Stöhnen. Doch Eicken stemmt sich weiter gegen die Türe bis der Spalt so groß ist, daß sich Sigrun durch zwängen kann.  
Wed, Jul 9th 2025 10:50   Edited on Thu, Jul 10th 2025 06:45

Kurz sieht Sigrun noch einmal zu Eicken, nickt ihr zu. Dann ist sie auch schon durch die Tür verschwunden, springt zunächst nach links, schaut auf den Mann, der in dem Raum gestöhnt hat. Dieser liegt auf dem Boden, regungslos. Ohne die Waffe aus der Hand zu nehmen, bückt sich Sigrun und legt ihm den Zeigefinger unter die Nase, die Hand über den Mund, um zu sehen, ob er noch atmet. Dann sieht sie sich im Raum um.
Thu, Jul 10th 2025 11:21

[Verwaltung] Hinter Sigrun drängt sich auch Eicken durch die Türe und läßt die Klinge sinken, als sie den Mann am Boden bemerkt. Der Mann am Boden ist nicht mehr jung, der eisgraue Vollbart mit Blut aus einer Wunde quer über der Stirn verklebt. Er trägt gute, aber jetzt zerrissene, schmutzige Kleidung, die auf der linken Brustseite blutig ist. Neben ihm liegt ein aus edlen Hölzern gefertigtes Kästchen mit Messingbeschlägen und einem Schloß aus dem gleichen Metall. Der Mann atmet noch, ist aber ohnmächtig und hat wahrscheinlich eine Menge Blut verloren.   Der Raum ist wie die anderen, die in den Korridor führen, von dem sie gekommen sind, und der Boden ist mit einer dicken Schmutzschicht bedeckt, in der sich nur die Spuren abzeichnen, die der Ohnmächtige hinterlassen haben muß. Sonst ist der Raum leer. An der der Türe gegenüberliegenden Wand steht eine Geheimtüre offen, durch die der Mann in diesen Raum gekommen ist.  
Sat, Jul 12th 2025 11:01

Sigrun nimmt das Kästchen und betrachtet es. Dann zeigt sie es wortlos ihrer Kameradin, bevor sie es auf den Boden stellt. Sie untersucht den ohnmächtigen Mann, wohl auf der Suche nach dem Schlüssel zu dem Kästchen. Sie hat freilich keine Ahnung, was es damit auf sich hat, aber es gibt hier ja, neben der Rettung ihres Lebens, auch noch ein Geheimnis zu lüften, und sie will wohl nicht riskieren, dass ihnen ein wichtiger Hinweis durch die Lappen geht.   “Passt hier vielleicht einer deiner Schlüssel?” fragt sie Eicken flüsternd, während sie sich durch die Taschen des Mannes quält.
Sat, Jul 12th 2025 05:12

[Verwaltung] Als Sigrun den Mann genauer betrachtet, fällt ihr der Schnitt im mit Blut vollgesogenen Wams auf. Wie tief die darunterliegende Wunde ist, kann sie, ohne dem Mann das Wams vom Leib zu schneiden, nicht erkennen. Auffallend ist auch, daß der Mann gepflegt ist. Sein Haar und Bart sind gestutzt und die Fingernägel sind geschnitten. Offensichtlich verdient sich der Ohnmächtige seinen Unterhalt nicht mit körperlicher Arbeit.   Das Kästchen ist alt, aber in sehr gutem Zustand. Kein Schlüssel Eickens paßt auch nur entfernt in das kleine Schloß. Doch da erinnert sich Eicken an den kleinen Schlüssel, den sie der einen Leiche in der absurden Folterkammer abgenommen haben. Als Sigrun den Schlüssel probiert, öffnet sich das Schloß mit einem leisen Klicken. Das Kästchen enthält Aufzeichnungen von mindestens zwei verschiedenen Schreibern und eine kleine Tonflasche, die mit Wachs versiegelt und zusätzlich noch mit einer Schnur gesichert ist. Die Handschriften sind auf den ersten Blick in diesem schlechten Licht nicht zu entziffern und als Sigrun das Fläschchen in die Hand nimmt, bemerkt sie ein in den Ton gekratztes Zeichen, daß ihr unbekannt ist. In diesem Moment stöhnt der Mann wieder und schlägt die Augen auf.   „Nicht! Bringt mich nicht um! Ich sage nichts! Kein Wort!“: krächzt der Mann panisch, doch dann sickert es in sein Bewußtsein, daß die Frau, die neben ihm hockt, Uniform trägt. „Anais sei Dank!“: preßt er hervor, versucht sich aufzurichten, fällt aber gleich wieder zurück. „Ich schwöre euch...“ Trockener Husten schüttelt den Mann. „Ich schwöre euch, ich habe nichts davon gewußt! Sollen mich die Schatten holen, wenn ich lüge! Ich habe nichts.....“ Wieder schüttelt ihn der Husten und diesmal tropft mit Blut vermischter Speichel in seinen Bart. „Der Salzbaron..die ganze Familie...zu Perdona...“ Ein Zittern durchläuft den Mann, dann fällt der Kopf zur Seite und seine gebrochenen Augen starren in die Dunkelheit außerhalb des Lichtkreises der Fackel.  
Sat, Jul 12th 2025 05:34

Wieder sieht Sigrun zu Eicken, und ihr Blick spricht Bände.   “Schon wieder dieses Perdona,” sagt sie leise. “Irgendetwas steckt hier wohl im Busch, und wir sollten wohl zusehen, den ehrenwerten Herrn Baron so schnell als möglich davor zu warnen.”   Sie steckt die Schriftstücke und das Fläschchen ein. Dann steht sie auf.   “Wir haben es wohl mit der nächsten bemitleidenswerten Seele zu tun, die diesen Ganoven zum Opfer gefallen ist und der wir nicht mehr helfen können. Nun denn, wir sollten uns beeilen.” Und mit einem Grinsen, fügt sie hnzu: "Etwas zu essen und vor allem etwas zu trinken in unserer gemütlichen Kantine würde ich so langsam ebenfalls nicht mehr unbedingt ablehnen."   Sie geht dann behenden Schrittes zum Geheimgang. Sie schaut zunächst vorsichtig hindurch, wenn dahinter nichts zu bemerken ist, schlüpft sie auch sogleich hindurch.
Mon, Jul 14th 2025 08:03

Als Sigrun in den Geheimgang lugt, platzt Eichen heraus: „Jetzt habe ich es! Die ganze Zeit ist es mir nicht eingefallen! Der Honig! Der verdammte Honig!“ Eicken schüttelt den Kopf. „Früher war es Sitte, zu Perdona spezielles Brot zu backen und als Zeichen der Vergebung ein Brotstück in Honig und Salz zu tauchen. Kein Arbeiter oder Taglöhner kann es sich leisten, Brot zu backen oder gar Honig zu kaufen. Heute feiern nur mehr die Reichen Perdona wie früher, also mit Honig! Der Salzbaron hat ganz sicher genug Silber, um sich zu Perdona Honig auf den Tisch stellen zu können. Sigrun, die Sache hier stinkt gewaltig!“  
Mon, Jul 14th 2025 10:34

Sigrun dreht sich zu Eicken um, hört ihr zu. Kurz blitzt es in ihren Augen auf, dann nickt sie.   “Werte Eicken,” antwortet sie, “ich bin der Ansicht, dass es dir soeben gelungen ist, ein gutes Teil des Rätsels zu lösen. Und wenn ich nun eine Vermutung meinerseits anbringen darf, so müssen wir es auf jeden Fall verhindern, dass Seine Exzellenz der Baron von dem Honig kostet. Denn wenn die Familie des Barons sich bei Brot und Honig trifft, so wäre es ein perfekter Mordanschlag, wenn es jemandem gelänge, eben diesen Honig zu vergiften. Nun denn, wir sollten uns beeilen.”   Sagt es und verschwindet auch schon in dem Geheimgang.
Tue, Jul 15th 2025 11:41

[Verwaltung] Der Geheimgang endet schon nach wenigen Schritten in einer engen Treppe, die nach oben führt. Auf den Stufen bemerkt Sigrun Blutspuren, die höchstwahrscheinlich von dem Toten stammen. Die Stufen führen zu einem weiteren Gang, der schon nach wenigen Metern endet. An der rechten Seite befindet sich ein Hebel zur Öffnung einer Geheimtüre. Doch dieser Öffnungsmechanismus ist mit einem Messer, das in den Schlitz des Hebels gesteckt wurde, blockiert. Bevor Sigrun das Messer herausziehen kann, um den Hebel zu betätigen, spürt sie eine sachte Berührung an der Schulter.  
Tue, Jul 15th 2025 11:46

[Soldat Eicken] „Bevor du die Türe aufmachst, müssen wir reden, Sigrun.“ : hört sie hinter sich die leise Stimme Eickens, die wartet, bis sich Sigrun zu ihr dreht, bevor sie weiterspricht. „Auf dem Zettel ist der 3. Tag des zweiten Monats unterstrichen gewesen. Die ersten Leichen, die wir gefunden haben, der Alte, der irgendwie wie ein Apotheker oder Alchemist gewirkt hat, die zerschlagenen Geräte. Wir sind erst am Abend hier eingedrungen. Was ist, wenn die den Honig schon vergiftet und irgendwie in die Residenz gebracht haben? Dann ist der Salzbaron und seine Familie in höchster Lebensgefahr. Sigrun, ganz gleich, was geschieht, eine von uns muß hier lebend rauskommen und den Baron warnen! “ Mit einer Handbewegung schneidet sie Sigrun das Wort ab. „Jetzt hör mir zu. Ich habe genauso wenig Lust wie du, ins Gras zu beißen, aber ich bin keine gute Läuferin und mit der verdammten Schulter schon gar nicht. Du mit deinen langen Beinen kannst sicher schneller rennen als ich. Wenn es wirklich dazu kommen sollte, dann renne und ich halte dir den Rücken frei, so lang es geht. Du mußt den Baron warnen! Unter allen Umständen! “ Eindringlich schaut sie Sigrun an. "Alles andere ist unwichtig!"  
Tue, Jul 15th 2025 08:36

Immer wieder macht Sigrun Anstalten, Eicken zu widersprechen, aber diese lässt ihre einfach keine Zeit und keine Gelegenheit dazu. Schließlich hätte sie wohl die Gelegenheit zu widersprechen. Allerdings ist an dem, das Eicken sagt, etwas dran. Sie hat unweigerlich eine kaputte Schulter, die sie beim Rennen behindert, und sie hat einen ordentlichen Schlag auf den Kopf erhalten. Wer kann sagen, ob ihr nicht beim Rennen schwindlig wird? Trotzdem zögert Sigrun, bevor sie das Messer herauszieht. Sie schaut Eicken an, ein warmer Blick aus blassblauen Augen, besorgtem Gesicht. Sie macht einen Schritt auf Eicken zu, legt ihr die Hand mit dem Schwert um die Schultern, zieht sie an sich heran. Sie drückt sie.   “Wir kommen hier beide raus, lebend!” raunt sie ihr leise ins Ohr. “Mit wem soll ich denn sonst noch meinen Sold bei Zora versaufen? Naja, und ich hoffe, dass ich schnell rennen kann. Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern…”   Sie lässt schließlich Eicken wieder los.   “Also, für den Salzbaron!” sagt sie und zieht das Messer heraus, steckt es ein. Dann legt sie den Hebel um und schlüpft in den nächsten Raum.
Wed, Jul 16th 2025 07:34

[Soldat Eicken] Als Sigrun Eicken losläßt grinst sie breit. „Das war der erste gerade Satz, den du herausgebracht hast, seitdem du hier bist, Sigrun!“ Doch dann wird sie schnell wieder ernst. „Für den Salzbaron.“, wiederholt sie Sigruns Losung und schlüpft hinter ihr durch die Türe, bereit, ihr Leben für Haus und Herrscher einzusetzen.  
Wed, Jul 16th 2025 07:37

[Verwaltung] Der Raum, den sie betreten, ist möbliert und sicher bis vor Kurzem bewohnt gewesen. Allerdings herrscht ein wüstes Chaos. Schränke und Truhen sind aufgerissen, Kleidungsstücke und Hausrat auf dem Boden verstreut und eingetrocknete Blutspritzer sind deutlich sichtbar an Wand und Boden. Der Raum hat an der gegenüberliegenden Längsseite eine Tür und eine andere rechts von der Geheimtüre.  
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Thu, Jul 17th 2025 09:22

Das Labyrinth, in dem sich die beiden befinden, nimmt so langsam doch beeindruckende Ausmaße an. Nun könnte man die Erforschung desselben ja auch als einen großen Spaß ansehen, wäre da nicht zum Einen die große Dringlichkeit, das Labyrinth zu verlassen, zum Anderen die Gefahr, dass sich hinter jeder Tür der sichere Tod befinden könnte. Sigrun hat inzwischen die Orientierung größtenteils verloren. Zu viele Stunden irren sie inzwischen in den Räumen umher, ohne Fenster, ohne Tageslicht. Sie dreht sich zu Eicken um.   “Vielleicht bedarf es einer guten Portion Lebensgefahr für mich, meine Gefährten und den werten Herrn Baron, um mich dazu zu verleiten, mich verständlich auszudrücken,” antwortet sie mit einem Grinsen.   Sigrun schaut nur kurz zwischen den beiden Türen hin und her. Eine ist so gut wie die andere. Sie geht zur Tür rechts vom Geheimgang, wohl einfach aus dem Grund, weil sie näher ist. Sie versucht die Tür zu öffnen.
Thu, Jul 24th 2025 02:35

Rettungsgrabung-Oberfläche   Erstaunt dreht sich der Zugsführer zu Karis um, die sonst den Mund nur aufbringt, wenn sie gefragt wird. Ganz unsinnig ist es nicht, was Karis da vorbringt. Ihm selbst ist nicht wohl bei dem Gedanken, einfach abzumarschieren und die Kameraden im Stich zu lassen, aber ins verdammte Carnale einzudringen? Es ist ihm auch klar, daß er es auf seine Kappe nehmen müßte, denn so weit gehen seine Befehle nicht. Es ist still geworden und alle Augen haben sich auf ihn gerichtet. Wohl ist niemand bei dem Gedanken, in das verfluchte Gebäude einzudringen, in dem es spukt. Aber dann sagt einer der Soldaten: „Wir haben genug Fackeln dabei, Zugsführer!“ Zustimmend nicken die Soldaten.  Einige zögerlich, andere energischer, aber keiner ist bereit, die Kameraden ihrem Schicksal zu überlassen. Es ist einer der Momente im Soldatenleben des altgedienten Zugsführers, in dem er auf jeden Einzelnen unter seinem Kommando stolz ist. Er schaut von einem zum anderen, dann nickt er grimmig. „Also gut! Rena du bleibst bei Karis und dem Verwundeten, Kaper du läufst zur Kommandantur, machst Meldung und den Krankenträgern Beine. Alle anderen mir nach! “  
Thu, Jul 24th 2025 02:37

[Verwaltung] Die Türe läßt sich problemlos öffnen und führt in ein kleines Arbeits- oder Studierzimmer, das ähnlich verwüstet ist wie der große Raum. Sigrun fällt nichts Außergewöhnliches auf. Auch die andere Türe läßt sich leicht öffnen und führt in einen breiten Korridor, von dem einige Türen abgehen und der links in eine Wendeltreppe mündet, die sowohl abwärts als auch aufwärts führt. Es stecken noch einige abgebrannte Fackelreste in den Halterungen und vor einer der abgehenden Türen liegen Glasscherben. Zur rechten Hand ist das Ende des Korridors außerhalb des Lichtkreises der Fackel.  
Thu, Jul 24th 2025 11:16

Kurz bleibt Sigrun stehen. Sie schaut auf die Glasscherben, dann auf die Treppe. Einen Augenblick lang überlegt sie, bevor sie sich zu Eicken umdreht.   “Werte Eicken,” sagt sie dann leise, “welchen Weg würdest du zu nehmen gedenken? Wir haben zum einen eine Treppe, die uns nach oben führt, wo wir hoffentlich irgendwann ein Fenster finden könnten, das uns verraten würde, wo wir uns überhaupt befinden. Auf der anderen Seite folgen wir seit geraumer Zeit einer Spur des Kampfes und der Zerstörung, und sollten wir diese weiter verfolgen wollen, so sollten wir wohl jene Tür mit den Scherben nehmen. Ich tendiere zu letzterer Option, allerdings ist diese natürlich nicht ohne Risiko. Ein Risiko, das ich nicht auf mich alleine nehmen will, und auch nicht kann. Schließlich hängt unser beider Leben von unseren Entscheidungen ab.”
Thu, Jul 24th 2025 06:11

Nachdenklich kaut Eicken auf ihrer Unterlippe herum. „Gehen wir einmal davon aus, daß die Scheißkerle den vergifteten Honig schon haben. Vielleicht ist es Blödsinn, und ich reime mir nur was zusammen, aber für mich schaut das hier so aus, als hätten die Kultisten in aller Eile Mitwisser beseitigt und etwas gesucht, was für sie wichtig ist, so wie sie die Räume hier durchwühlt haben. Der Alte da unten im anderen Stockwerk sah so aus, als wäre er ihnen verletzt entkommen. Was ist, wenn sie das Kästchen gesucht haben oder den Inhalt davon? Vielleicht suchen sie immer noch oder liegen irgendwo auf der Lauer. Wir sind jetzt mindestens drei Stockwerke über dem Gang, durch den wir gekommen sind, und hier gibt es sicher noch dutzende Räume. Ich bin für die Treppe! Schauen wir dazu, daß wir hier rauskommen und den Baron warnen.“  
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Fri, Jul 25th 2025 08:25

“Nun, dann soll es die Treppe sein,” antwortet Sigrun. “Ich meine, mein Wissensstand ist auf gleichem Niveau mit dem deinigen, und einer Spur zu folgen ist schließlich nur dann sinnvoll, wenn man weiß in welcher Richtung sie gelegt wurde. Auch wäre es in zunehmendem Maße sinnvoll, ans Tageslicht zu kommen.”   Sie hebt ihre Fackel, die inzwischen doch ein gutes Stück weit heruntergebrannt ist. Sie lächelt kurz, dann dreht sie sich um und eilt die Treppe nach oben.  
Fri, Jul 25th 2025 04:07

[Verwaltung] Schon nach ein paar Schritten die Wendeltreppe hinauf, kommt Sigrun an ein schmales Fenster, daß den Blick auf einen der Innenhöfe des Carnale freigibt, der sich kaum mehr als vier, fünf Meter unter ihr befindet. Zu hören ist nichts.  
Fri, Jul 25th 2025 05:44

“Helviti!”   Eicken kann wohl das Wort, das Sigrun von sich schleudert wohl nicht verstehen, aber aus der Betonung kann sie daraus schließen, dass es kaum eine Liebeserklärung an das Carnale gewesen sein kann. Sigrun bleibt stehen.   “Der Innenhof befindet sich bereits unter uns,” sagt sie zu Eicken. “Das bedeutet, wir haben bereits zu viel an Höhe gewonnen, und im Umkehrschluss heißt das, wir hätten die Treppe nicht nach oben, sondern nach unten laufen müssen!”   Dieses Mal wartet sie nicht auf Eickens Antwort, sie macht einfach kehrt, zwängt sich an ihr vorbei und rennt nun die Treppe nach unten.  
Sun, Jul 27th 2025 10:16

[Verwaltung] Mit einem Nicken folgt Eicken die Treppen hinab. Die massive Türe zum Innenhof steht offen. Es ist eine nahezu wolkenlose Nacht und das Licht der Monde erhellt einen kleinen Teil des Hofes. Der Rest liegt in tiefer Dunkelheit im Schlagschatten des Gebäudes. Die einst makellosen Steinplatten, mit denen der Hof ausgelegt ist, sind an vielen Stellen kaum sichtbar, so verwachsen ist der Hof. Sogar Bäume gedeihen hier, deren Wurzeln die Steinplatten teilweise hochgedrückt haben. Recht deutlich ist jedoch ein Pfad, durch häufige Benützung ausgetreten, zu erkennen, der von der Türe des Treppenaufgangs zu einem Tor führt, dessen Flügel offenstehen und weitgehend verrottet sind. So weit Sigrun sehen kann, scheint das offene Tor in einen weiteren Innenhof zu führen. Bis auf das leise Säuseln des Nachtwindes und die vereinzelten Schreie von Nachtvögeln ist es still.  
Sun, Jul 27th 2025 05:50

Sigrun bleibt stehen, lässt ihren Blick über den nur vom Mondlicht erleuchteten Platz schweifen. Sie sieht zu Eicken, nickt ihr zu. Dann rennt sie los. Sie nimmt nicht den kürzesten Weg quer über den Platz, sondern rennt an der Mauer des Gebäudes entlang, aus dem sie eben gekommen sind. Aber sie eilt nicht, sie rennt, so schnell sie kann. Dann lugt sie durch das nächste Tor.
Mon, Jul 28th 2025 08:47

[Verwaltung] Eicken folgt Sigrun flink, aber sie rennt nicht. Mit allen Sinnen angespannt lauert sie auf ein Anzeichen von Gefahr, doch im Moment kann sie nichts Ungewöhnliches wahrnehmen. Sie bleibt hinter Sigrun stehen. Durch das offene Tor können die Beiden einen weiteren Innenhof erkennen. Wie der, in dem sie stehen ist auch dieser Innenhof stark verwildert und liegt zum Großteil im Dunkel. Kein Lichtschein ist auszumachen und es ist so still, daß sie Sigruns Fackel knistern hören können.  
Mon, Jul 28th 2025 09:49

Einen Moment lang schaut Sigrun über den zweiten Innenhof, da erreicht Eicken sie erst. Sie lässt ihrer Kameradin keine lange Zeit zum verschnaufen. Da rennt sie auch schon wieder los. Es fällt ihr auf, dass es vielleicht gar keine dumme Idee ist, vorauszulaufen. So bildet Eicken die Nachhut, die entweder eingreifen kann oder ihrer statt zum Baron laufen. Wieder geht es um den Innenhof herum, im Schutz der Mauern, auf der Suche nach einem nächsten, hoffentlich offenen Tor.
Mon, Jul 28th 2025 10:42

  [Verwaltung]   Beide Torflügel des Tores zum nächsten Innenhof stehen offen. Allerdings scheint dieser Hof nicht so verwildert zu sein wie die, durch die sie bis jetzt gekommen sind. Auf der vom Mondlicht ausgeleuchteten Seite des Hofes, kann Sigrun zwei Türöffnungen erkennen. Die dem Tor, in dem sie jetzt steht, gegenüberliegende Seite des Hofes ist, soweit es Sigrun erkennen kann, ein befestigter Torbau. Allerdings kann sie keine Toröffnung erkennen. Entweder ist das Tor verschlossen oder der Zugang so angeordnet, daß sie ihn von ihrem Standort aus nicht sehen kann. Auch hier kann sie keine bedrohlichen Anzeichen entdecken. Als sie einen Schritt in den Durchgang macht, tritt sie jedoch auf etwas Nachgiebiges.      
Tue, Jul 29th 2025 06:40

Sigrun zieht den Fuß zurück, hebt die Hand zum Zeichen, stehen zu bleiben. Sie lässt die Fackel sinken, um den Boden besser auszuleuchten, geht in die Knie, um besser zu sehen. Was ist das, worauf sie eben getreten ist?
Tue, Jul 29th 2025 09:12

[Verwaltung] Es ist eine menschliche Hand, auf die Sigrun tritt. Als sie die Fackel senkt, kann sie die Leiche einer jungen Frau erkennen, die in einem billigen Fummel, der mehr enthüllt als verdeckt, wie sie oft von den Damen billiger Bordelle getragen werden, gekleidet ist. Die Leiche liegt auf dem Bauch und das stark geschminkte Gesicht ist zur Seite gewandt. Eine eingetrocknete Blutspur zieht sich von dem fast bis zur Befiederung eingedrungenen Armbrustbolzen über ihren Rücken. Als Sigrun die Leiche berührt, stellt sie fest, daß die junge Frau noch nicht lange tot sein kann.  
Tue, Jul 29th 2025 09:50

Unwillkürlich geht Sigruns Blick an den Wänden um den Hof nach oben. Zum ersten Mal an diesem Tag erscheint ihr die Lebensgefahr greifbar. Kann sie irgendwo jemanden, etwas entdecken, ein Licht, einen Umriss? Sie dreht sich zu Eicken um.   “Wir brauchen eine Tür!” raunt sie ihr zu. “Wir brauchen irgendetwas, mit dem wir uns schützen können! Irgendwo gibt es Heckenschützen, und wenn ich mir die Verletzung dieser armen Dame ansehe, so so ansehe, kann er in ihrem Falle nicht sehr weit entfernt sein.”   Sigrun steckt nun die Fackel durch das Tor bewegt sie etwas hin und her.
Wed, Jul 30th 2025 03:45

[Soldat Eicken]„Was nützt dir eine Türe? Du weißt nicht, wo der oder die Schützen stehen. Willst du dir vorn und hinten eine Tür umhängen?“: sagt Eicken leise. „Die Kleine da hat es sicher erwischt, als sie kopflos türmen wollte und der Schütze hat noch genug Licht gehabt, um ordentlich zu zielen. Jetzt sieht er genauso viel wie wir, fast nichts. Es ist schon bei Tag nicht leicht, ein Ziel zu treffen, daß sich schnell bewegt. Aber wenn wir im Dunklen bleiben, flink und leise sind, müßte schon die Schattenherrin die Finger im Spiel haben, damit es eine von uns erwischt, falls die überhaupt noch hier sind. Schlage vor wir machen wir es wie bisher, du zuerst, ich decke deinen Rücken.“ Obwohl Eicken fast flüstert, klingt ihre Stimme eindringlich.  
Wed, Jul 30th 2025 07:17

Sigrun sieht Eicken an. Sie überlegt eine ganze Weile, dann schließt sie kurz die Augen und atmet tief durch.   “In Ordnung,” sagt sie. “Wenn sie auf die Weise eine zu treffen imstande sind, so hat die andere wohl ein gutes Stück weg glücklich hinter sich und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, durchzukommen ungemein. Allerdings, werte Eicken: Sollte ich unglücklicherweise getroffen werden, dann ist es dein Befehl und deine Pflicht, mich meinem Schicksal zu überlassen. Denn dann liegt es nur mehr an dir, die Residenz des Barons zu erreichen und ihn hoffentlich vor der Vergiftung durch den Honig zu bewahren.”   Sagt es und rennt los. Wieder rennt sie nicht einfach geradeaus, sondern an der Wand entlang, die ihr höher erscheint.
Wird Sigrun getroffen? (1-6: Niemand da. 7-9: Sie wird nicht getroffen 10: Streifschuss, 11: Volltreffer, 12: schwere Verletzung / Tod | 2d6
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Thu, Jul 31st 2025 02:18

[Soldat Eicken] Still wartet Eicken auf die Entscheidung Sigruns. Es dauert einen Moment, bis sie auf Sigruns Befehl militärisch knapp reagiert. “Zu Befehl!”: sagt sie leise und fügt dann noch hinzu. “Kannst dich auf mich verlassen.” Als Sigrun losrennt kann sie noch hören: “Anesh mit dir!”
Treffer Eicken, gleiche Werte wie bei Sigrun | 2d6
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Thu, Jul 31st 2025 02:28

[Verwaltung] Sigrun hat schon den halben Innenhof durchquert, als mit einem metallischen Klirren funkensprühend ein Projektil etwa zwei Meter zu ihrer Linken auf einer Steinplatte des Hofes einschlägt und Steinsplitter durch die Luft zischen läßt. Kurz darauf ertönt ein gellender Pfiff. Eicken nützt die Zeit, die der Schütze benötigt, um seine Armbrust zu spannen und hetzt hinter Sigrun her. Der Schütze muß geübt sein, denn Eicken hat erst ein Viertel der Entfernung zu Sigrun zurückgelegt, als wieder ein Bolzen funkensprühend einschlägt. Zum Glück für Eicken jedoch weitab. Beide können jetzt erkennen, daß das Haupttor der Torbefestigung zwar verschlossen, die Mannpforte jedoch offen ist. Aus einem der Türöffnungen zu ihrer Linken stürzen zwei Gestalten auf den Hof und versuchen etwas zu erkennen.      
Thu, Jul 31st 2025 07:04

Sigrun ist schon zu weit gerannt, um die beiden Gestalten zu bemerken. Sie sieht nur die geöffnete Mannpforte, die Funken, des Bolzens, der sie verfehlt hat. Sie neigt ihren Kopf nach vorne, versucht, noch schneller zu rennen, als sie es ohnehin schon tut. Sie fliegt geradewegs über das Pflaster, in einer Geschwindigkeit, die eines normalen Menschen fast nicht mehr zuzuschreiben ist, die nur jemand zustande bringt, der dem Tod davonzurennen versucht. Schließlich springt sie mehr durch die Pforte als dass sie geht, landet bäuchlings auf der Brücke. Blitzschnell ist sie wieder auf den Beinen, dreht sich um. Wo ist Eicken?
Thu, Jul 31st 2025 10:31

[Verwaltung] Wie groß ihr Wunsch auch gewesen sein mochte, endlich den Sternenhimmel wieder über ihr zu sehen, daß Carnale hat Sigrun noch nicht losgelassen. Sie befindet sich im Inneren des Torhauses in der Einfahrt vom Außen- zum Innentor. Etwa zehn Meter, vielleicht etwas weniger trennen sie von den weit offen stehenden Torflügeln des Außentors und damit von der Brücke. Doch Sigrun bleibt keine Zeit, sich Gedanken zu machen. Deutlich sichtbar vor dem Hintergrund der von den Monden erleuchteten Brücke läuft eine Gestalt vom Außentor her auf sie zu. In der Rechten des Torwächters blinkt kurz eine Messerklinge auf.      
Thu, Jul 31st 2025 10:36

[Soldat Eicken]
Eicken (Kampf +2) Angriff | 2d6
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Thu, Jul 31st 2025 10:47

[Verwaltung] Im letzten Moment bevor Eicken ihn erreicht, dreht sich der Mann in der dunklen Kutte um, als er etwas hört und sieht Eicken mit gefletschten Zähnen auf ihn einstürmen. Er will noch das Langmesser hochreißen, doch da ist Eicken schon über ihm. Der Stich in die Magengrube läßt den Mann aufschreien, doch der Schrei geht in einem häßlichen Gurgeln unter, das Langmesser klirrt auf die Steinpaltten des Hofes und dann windet sich der Mann mit vor den Hauch gepressten Händen heulend im Dreck. Der Andere hat erkannt, daß es sich nicht um die Geflüchteten handelt, die sie abfangen und töten sollen. “Scheiße! Blaue!Das sind Blaue!”: schreit er.      
Thu, Jul 31st 2025 11:07

Sigrun sieht den Mann auf sich zurennen und zieht blank. Sie hört Kampfeslärm hinter sich, doch sie hat keine Zeit sich umzudrehen. Es ist so weit. Es geht um Leben und Tod, um ihr Leben, um Eickens Leben, um das Leben des Barons. Sigrun hat gut trainiert. Und doch wäre es ihr erster ernsthafter Angriff, der nicht zur Gänze in die Hose geht. Aber es gilt jetzt. Sie hat keine andere Wahl, der Mann mit dem gezogenen Messer wäre ein zu großes Risiko. Sigrun atmet tief durch, schickt zwei Gedanken an den Donner, dann rennt sie los.
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Thu, Jul 31st 2025 11:14

Sigrun presst ihre Zähne zusammen, dass ihr die Muskeln im Gesicht schmerzen. Sie ist nicht mehr weit entfernt, hebt ihr Schwert, holt Luft. Der Mann kommt in Reichweite. Da zieht Sigrun durch, mit aller Kraft, die sie aufbringen kann. Die Klinge gräbt sich in den Hals des Mannes, und es fehlt nicht viel, und der Kopf des Mannes wäre getrennt vom Körper über die Brücke gekullert. Dann dreht sich Sigrun um, zögert einen Augenblick lang. Sie weiß, sie müsste jetzt einfach losrennen, sie müsste zum Baron. Aber Eicken…   Im nächsten Moment sieht Eicken, wie Sigrun durch das Tor zurück in den Hof gerannt kommt. Nun erkennt sie den Mann, der auf Eicken zustürmt.   “Vorsicht!” ruft sie und dringt ihrerseits auf den Mann ein.
2d6
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Thu, Jul 31st 2025 11:17

Im letzten Moment fährt der Mann herum, aber es ist zu spät. Die Spitze von Sigruns Schwert bohrt sich in seine Brust. Er röchelt, sieht sie aus entsetzen Augen an. Sigrun gibt ihm einen Tritt mit dem Stiefel, zieht so ihr Schwert wieder heraus. Sie sieht zu Eicken.   “Los, komm, weg hier!” sagt sie und rennt auch schon wieder zum Tor.
Der Schütze ist auch noch da | 2d6
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Thu, Jul 31st 2025 11:25

Der Bolzen schlitterte Funken schlagend an ihrem Fuß vorbei. Sigrun bemerkte ihn fast nicht. Nun rannte sie. Eicken musste ihr nur noch folgen. Nun galt es dem Baron. Sigrun beschleunigte ihre Schritte, sie rann so schnell sie konnte. Bald schon klebte das Hemd - oder das, was davon übrig war - an ihrem Körper, rann der Schweiß in Strömen an ihr herab. Aber sie rannte weiter.   Sollte sie direkt zur Residenz rennen? Es wäre naheliegend gewesen. Aber würde man sie, eine einfache Zugführerin, überhaupt zum Baron lassen? Wohl kaum. Nein, sie musste weiter, sie musste zur Kaserne, sie brauchte den Kommandanten.   Die Pflastersteine flogen unter ihren Füßen vorbei. Schon lange rang sie nach Atem, wusste, dass dieser Rhythmus eigentlich zu schnell war für die Distanz, die sie zurückzulegen hatte. Aber sie hatte keine Wahl. Sie musste da sein, bevor… Sie wagte nicht daran zu denken.   Sie rannte die Prena entlang, als wäre ein Rudel Wölfe hinter ihr her. Da tauchten vor ihr die Umrisse der Kaserne auf. Sie gab sich nicht lange mit den Wachen am Tor ab. Sie rannte in die Kaserne, stürmte durch das Vorzimmer des Kommandanten, riss die Tür zu seinem Büro auf.
Sat, Aug 2nd 2025 03:17   Edited on Sat, Aug 2nd 2025 03:49

[Schütze] Schon als der Mann im Hof seiner Überraschung über das Auftauchen von Angehörigen der Wachkompanie heraus schreit, wird dem bärtigen Schützen bewußt, daß ihre Mission fehlgeschlagen ist. Ihre Aufgabe war es gewesen, den Giftmischer abzufangen, ihn und zu den Schatten zu schicken und seine Aufzeichnungen in Sicherheit zu bringen. Er feuert noch den Bolzen ab, der schon in der gespannten Armbrust liegt und verläßt das Fenster, daß sich zum Torhof öffnet. Er läuft in ein anderes Zimmer, schlüpft durch eine Geheimtür, die er hinter sich schließt und verschwindet in den geheimen Gängen des Carnale.      
Treffer Eicken, gleiche Werte wie vorher | 2d6
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Sat, Aug 2nd 2025 04:12

[Soldat Eicken] Irgendwo klirrt ein Bolzen gegen Stein, als Eicken sich umdreht, um den zweiten Mann im Hof anzugreifen, da sieht sie Sigrun zurück in den Hof stürmen. Sie kommt nicht mehr dazu, ihrem Ärger über diese unsinnige Aktion laut werden zu lassen, als Sigrun den Kultisten angreift und ausschaltet. Doch niemand weiß, wieviele von den dreckigen Kultisten noch auf der Lauer liegen und der Schütze ist auch noch da! Sie hatten ausgemacht, daß Sigrun läuft, wenn es ernst wird und sie ihr den Rücken freihält. Jetzt setzt sie alles aufs Spiel, indem sie zurückkommt. „Verdammt noch einmal!“: schnappt sie, doch da rennt Sigrun schon und Eicken spart sich die Luft zum Laufen. Sie bemerkt die Leiche im Torhaus, doch sie wird immer langsamer. Ihre Schulter schmerzt scheußlich und ihr wird vor Schwindel übel. Sigrun ist schon über die Brücke, als sie aus dem Außentor kommt. Sie ist so schwindlig, daß sie wie eine Betrunkene weiter taumelt, doch sie läßt nicht nach, bis sie die Brücke hinter sich gelassen hat und aus der Schußlinie ist. Dann lehnt sie sich gegen einen Baum und übergibt sich.  
Sat, Aug 2nd 2025 04:41

[Zug der Wachkompanie] „Ruhe!“: zischt der Zugsführer, als sie unweit des Carnales gedämpftes Schreien hören. Es ist zu leise um zu verstehen, was die Stimme ruft, aber es ist deutlich hören. Kurz darauf ein weiterer Schrei und dann hören die Soldaten jemanden in größerem Abstand in der beginnenden Dämmerung an ihnen vorbeilaufen. „Fackeln aus! Gefechtsformation.“: befiehlt der Zugsführer leise und dann rückt der Zug mit ihm an der Spitze vor. Das Carnale ist schon in Sicht, als ein Geräusch ertönt, daß sich anhört, als würde sich jemand herzhaft immer wieder übergeben. Auf ein Zeichen des Zugsführers lösen sich drei Mann aus der Formation und nähern sich mit gezückten Klingen der Stelle, bis sie eine Gestalt an einen Baum gelehnt schattenhaft erkennen können, die sie einkreisen. „Dreh dich um, aber langsam und halt die Hände…“ Dann erkennt der Soldat im Näherkommen die Uniform der Wachkompanie. „Wer bist du? Was ist los?“: entfährt es ihm erstaunt.  
Sat, Aug 2nd 2025 05:00

[Soldat Eicken] Noch immer würgend fährt Eicken herum, als sie die Stimme hört und erkennt im selben Moment die Kameraden. Ein wenig später meldet sie dem Zugsführer in kurzen Worten die Ereignisse seit dem Erdbeben. „Ich hoffe, Sigrun ist durchgekommen, aber zur Sicherheit schlage ich vor, daß du noch einen Boten in die Residenz schickst, Zugsführer! Das ganze Haus ist in Gefahr.“ Langsam legt sich Eickens Schwindel. „Malon ist noch da drin! Wir mußten ihn zurücklassen, weil wir ihn nicht tragen konnten. Aber ich weiß nicht, wie viel von den Scheißkerlen noch übrig sind und das verdammte Gebäude ist ein beschissenes Labyrinth. Ich hoffe, daß ich den Weg zurück finde.“  
Sat, Aug 2nd 2025 05:17

[Verwaltung] Der Marsch zurück zu der Stelle, an dem sie Malon zurückgelassen haben, dauert lange, da sich Eicken zweimal verirrt, doch der Soldat ist am Leben. Von den Kultisten fehlt jede Spur und Eicken und ihre Kameraden bleiben unbehelligt. Als sie endlich wieder im dritten Innenhof stehen, ist es hell und Eicken am Ende ihrer Kräfte. Doch sie weigert sich getragen zu werden und auf einen Soldaten gestützt hält sie sich nur mehr durch reine Willenskraft auf den Beinen, als sie durch das Tor der Residenz wankt. Dann aber verlassen sie die Kräfte und die letzten Meter in die Krankenstation muß sie getragen werden. Als ihr der Garnisonsheiler die Schulter wieder einrenkt, wird sie ohnmächtig, doch es ist nur eine Frage der Zeit bis die rothaarige Soldatin wieder auf den Beinen sein wird.  
Sat, Aug 2nd 2025 05:38   Edited on Sat, Aug 2nd 2025 05:57

[Kornett Enessa Tovales] Die Türe zum Arbeitszimmer des Kommandanten ist um diese frühe Zeit noch verschlossen, doch als Sigrun wieder in den Korridor hinausläuft, rennt sie fast Enessa um, die kaum geschlafen hat vor Sorge und bereits auf den Beinen ist. „Bei den Zwillingen! Schön dich zu sehen! Wir haben schon gefürchtet, euch hat das Beben verschüttet! Was ist geschehen und was ist mit Eicken und den Anderen?“: sagt Enessa freudig und haut Sigrun in ihrer Begeisterung auf die Schulter, daß sie glaubt, ein Pferd hat sie getreten.    
Sat, Aug 2nd 2025 08:25

Wenig ist zu sehen von der normalerweise so vornehm auftretenden Zugführerin. Der sonst so akkurat geflochtene Zopf hat zahlreiche Strähnen verloren. Viele davon kleben in Sigruns schweißnassem Gesicht, andere stehen wirr ab. Das Hemd ihrer Uniform wurde unten schlampig abgeschnitten, reicht kaum mehr bis zum Hosenbund, die Hose ist schmutzig, die Stiefel staubbedeckt. Sigrun ringt nach Atem, und als Enessa ihre Hand zurückzieht, ist sie nass von Sigruns Schweiß.   “Schnell,” stößt sie hervor, “bring mich zum Baron, es geht um Leben und Tod! Er darf auf keinen Fall von dem Honig für das Perdona-Fest kosten! Beeile dich, Enessa, ich bitte inständig, beeile dich!”   Kaum hat sie fertig gesprochen, rennt sie auch schon los. Das Arbeitszimmer des Kommandanten ist verschlossen, der direkte Gang unpassierbar, also müssen sie außenrum.
Sat, Aug 2nd 2025 03:34

[Kornett Enessa Tovales] Auf das Gerede von Sigrun kann sich Enessa keinen Reim machen und als Sigrun dann auch noch davon läuft, reißt ihr der ohnehin nur dünne Geduldsfaden. „Halt! Stillgestanden!“: kommandiert sie in Kasernenhof-Lautstärke. Mit ein paar Schritten ist sie bei Sigrun. „Nennst du das eine Meldung, Zugsführer? Reißt dich zusammen! Ich will eine ordentliche Meldung von dir, aber dalli! Was ist vorgefallen? Was ist mit Perdona und Honig? Wo befindet sich Eicken und dein Halbzug?“: fährt sie Sigrun an und keine Spur der Wiedersehensfreude ist mehr auf ihren Gesichtszügen zu erkennen.
Sat, Aug 2nd 2025 04:43

Sigrun hält inne und dreht sich um - mit einem Gesichtsausdruck, den sie so bei ihr noch nie gesehen hat. Die Wut sprüht geradezu aus ihren Augen, sie ringt mit ihren Händen vor der Brust.   “Darf detta virkilega ad gerast núna?” schreit sie ihr geradezu entgegen. “Wir können uns hier jetzt mit Formalitäten aufhalten, oder aber wir entscheiden uns doch dazu, dem Baron sein Leben zu retten! Enessa, du bekommst alle Berichte der Welt, aber ich habe nicht fast meinen ganzen Halbzug geopfert, um jetzt hier noch alles aufs Spiel zu setzen! Also, bring mich zum Baron! Du wirst alles erfahren! Aber jetzt, ich bitte dich inständig, bring mich zu diesem vermaledeiten Baron! Es ist wichtig!”   Schon wendet sie sich wieder ab und rennt, so ihr denn Enessa folgt, weiter.
Sun, Aug 3rd 2025 05:49

[Kornett Enessa Tovales] „Stehen bleiben! Das ist ein Befehl!“: grollt Enessa. „Was ist mit dem Baron? Wer oder was bedroht sein Leben?“ Enessas Augen funkeln. „Jetzt rede endlich, oder bei den Schatten, ich laß dich ins Loch stecken!“ Mittlerweile sollte Sigrun Enessa gut genug kennen, um zu wissen, daß sie keine leeren Drohungen ausstößt.      
Sun, Aug 3rd 2025 05:13

Erneut dreht sich Sigrun um und sieht Enessa nun an, als hätte sie nicht alle Tassen im Schrank. Nun, Sigrun wirkt verändert, durch und durch, nichts ist mehr da von dieser vornehmen Zurückhaltung, und auch ihr Tonfall und ihre Wortwahl werden Enessa auf jeden Fall auffallen - ob es positiv oder negativ ist, lassen wir einmal dahingestellt.   “Verdammt noch mal,” beginnt sie also, “wir haben vermutlich einen Komplott aufgedeckt, der dem Baron nach dem Leben trachtet. Und sein Honig für das Perdona-Fest ist vergiftet. Und wir müssen beim Donner zusehen, dass er nicht von diesem Honig kostet! Jetzt! Gleich! Also, ich bitte dich inständig, komm endlich in die Hufe und lass uns das Leben des Barons retten!”   Wieder dreht sie sich um und hofft inständig, dass Sigrun ihr dieses Mal folgt.
Mon, Aug 4th 2025 10:18   Edited on Mon, Aug 4th 2025 10:23

[Kornett Enessa Tovales] „Ein Komplott? Verdammnis! Doch kein Grund panisch zu werden und kopflos wie ein Huhn durch die Gegend zu laufen! Perdona ist erst in zwei Tagen und alles, was aus der Küche kommt, wird vorgekostet, bevor es auf dem Tisch des Salzbarons landet. Also komm!“: sagt Enessa und ihr Zorn scheint so schnell verraucht, wie er gekommen ist. Doch sie schlägt nicht den Weg zum Herrscherflügel ein. „Wir haben detaillierte Pläne für eventuelle Notfälle. Doch es ist Sache des Kommandanten, Alarm auszulösen. Sobald er dich angehört hat und die entsprechenden Befehle gegeben hat, wird er dich zum Baron bringen. Niemand wird dir deine Verdienste streitig machen.“ Bevor sie die Türe zum Privatquartier des Kommandanten öffnet, dreht sie sich einen Moment zu Sigrun um. „Gute Arbeit, Zugsführer!“: sagt sie aufrichtig, bevor sie die Türe öffnet. Sie bringt Sigrun ins private Arbeitszimmer des Kommandanten. „Warte einen Moment!“: sagt Enessa und geht in einen angrenzenden Raum. Das Arbeitszimmer ist luxuriös und geschmackvoll eingerichtet. Auf dem schweren Schreibtisch steht die Marmorbüste einer Frau, die dem Kommandanten so ähnlich sieht, daß sie nur seine Schwester sein kann. Bevor sich Sigrun noch genauer umsehen kann, kommt Enessa mit Reland zurück, der sich nur einen seidenen Morgenmantel angezogen hat. Hier verzichtet Enessa auf das Vorgesetzter-Untergebener Spiel. „Wie es aussieht ein Giftanschlag.“: kommentiert sie, als Reland Sigrun grüßt und sich setzt. „Berichtet, aber haltet euch kurz.“: sagt er knapp zu Sigrun.  
Mon, Aug 4th 2025 01:13

Auch Reland wird auffallen, wie ramponiert Sigrun aussieht, mit ihrem zerschnittenen Uniformhemd, der unordentlichen Frisur und ihrem so ungewöhnlich aufgewühltem Ausdruck. Und dass die Sigrun, die er kennengelernt hat, wohl auch nie auf eine seiner Fragen hin die Augen verdreht hätte. Sein Nordisch wird auf jeden Fall ausreichen, um zu verstehen, dass sie keine Freundlichkeiten von sich gibt, bevor sie zu berichten beginnt.   Aber das tut sie. Sie verliert sich nicht in Einzelheiten, aber sie erzählt alles, was vorgefallen ist. Vom Erdbeben, von den Verschütteten, dem schwer verletzten Kameraden. Wie sie mit Eicken durch die Gänge geirrt ist, immer wieder Tote und Sterbende angetroffen hat. Wie sie auf den Honig gekommen sind, das Gift, Perdona. Wie sie am Ende knapp entkommen konnten - sie aber nicht sicher ist, wie es denn Eicken ginge.   “Kommandant, das ist ein tiefgehendes Komplott,” schießt sie schließlich. “Es ist nicht auszuführen, ohne eine Kontaktperson hinter dem Mauern des Barons zu haben. Da wir allerdings entdeckt wurden, ist sehr wohl anzunehmen, dass die Banditen wissen, dass ihr Vorhaben nun auf der Kippe ist. Wir müssen also damit rechnen, dass sie den Anschlag auch vorziehen könnten. Und wer weiß, wer dem Baron den Honig unterjubeln soll? Wenn es der Vorkoster ist?”   Sie sieht ihn durchdringend an.   “Herr Kommandant, ich bitte Euch inständig,” fügt sie hinzu. “Lasst uns jetzt, sofort, in die Residenz des Barons gehen und sämtlichen Honig entfernen. Lasst uns die Köche anweisen, bis auf weiteres auf jeglichen Einsatz von Honig zu verzichten. Lasst sämtliche Speisen zwei Mal vorkosten. Ich bitte Euch, meine Männer dürfen nicht vergebens gestorben sein.”
Nur zweimal unterbricht Reland mit einer Frage und hört dann Sigrun bis zum Schluß an. Ihre Erscheinung und ihre Aufregung sind ihm nicht entgangen. „Ihr habt dem Haus einen großen Dienst erwiesen, Sigrun, und ich kann euch versichern, keiner eurer Leute ist umsonst gestorben.“ : sagt er grimmig und wendet sich an Enessa. „Stiller Alarm! Geht nach Plan vor, Bereitschaften alarmieren, alle Ausgänge ohne Aufsehen von Innen abriegeln, niemand verläßt die Residenz ohne Passierschein von mir oder dir. Gesinde und Küchentrakt sind zu zernieren. Ich will in fünf Minuten einen Zug Leibwache vor Karthes persönlichen Räumen haben. Ausführung!“ Während Enessa den Raum verläßt, steht der Kommandant auf und wendet sich kurz an Sigrun: „Wartet einen Moment.“: sagt er und verschwindet in einem angrenzenden Zimmer. Es dauert nur ein paar Augenblicke, bis er den letzten Knopf der Uniform im Gehen schließend wieder erscheint. „Kommt!“: fordert er Sigrun auf und schlägt den Weg zum Herrscherflügel ein. „Es liegt auf der Hand, daß die Verschwörer jemanden eingeschleust haben, aber um darum kümmern wir uns, nachdem wir sichergestellt haben, daß dem Baron und seiner Familie keine unmittelbare Gefahr droht.“ Dem Doppelposten der Leibwache vor dem Zugang zum Herrscherflügel erteilt er die kurze Weisung: „Fall Rot!“, bevor er mit Sigrun das Herz der Residenz betritt.    
Wed, Aug 6th 2025 06:41

Als Reland den Raum wieder betritt, findet er Sigrun am Boden hockend vor, das Gesicht zwischen ihre Hände gelegt. Es dauert auch zwei Augenblicke, bis sie sich wieder erhebt. Als er sie dann jedoch zum Mitkommen auffordert, fällt ihr sichtlich ein Stein vom Herzen, und das Aufatmen ist deutlich zu sehen. Sie folgt dem Kommandanten. Wenn sie auch nicht in einem Aufzug daherkommt, der einem Besuch beim Baron irgendwie angemessen gewesen wäre. Und wenn ein Besuch im Waschraum so langsam auch eindeutig gut täte. Aber Reland wird eines auffallen, an ihrem ganzen Gehabe, an ihrem Ausdruck: Aus der geheimnisvollen Fremden mit dem vornehmen Flair, der etwas umständlichen Ausdrucksweise ist plötzlich - wenigstens für heute - eine Soldatin geworden. Unerschrocken, pflichtbewusst, aber auch mit allen Ecken und Kanten, die er von Soldaten gewohnt ist. Ob er es nun für gut empfindet, dass Eicken anscheinend auf die großgewachsene Blonde abgefärbt hat, ist freilich ganz und gar ihm überlassen.
Die Räumlichkeiten, durch die Sigrun jetzt geht, sind luxuriös, doch nicht protzig eingerichtet. Über allem liegt die Patina der Zeit, die auch kleinen Details etwas Vornehmes verleiht. Reland bewegt sich hier mit einer Selbstverständlichkeit als schritte er durch seine eigenen Räume und der ungehinderte Zugang zu den persönlichen Wohnräumen des Salzbarons unterstreicht einmal mehr die Vertrautheit der beiden Männer. Aufgeregt kommt ihnen im Ankleidezimmer des Barons sein Leibdiener entgegen. „Wir müssen sofort zu seiner Hoheit! Es geht um Leben und Tod!“: erklärt er kurz und mit einer tiefen Verneigung verschwindet der Leibdiener im Schlafzimmer des Barons, der nach kurzer Zeit immer noch verschlafen im Morgenmantel erscheint. „Verzeiht unser überfallsartiges Eindringen, Hoheit! Doch ihr und eure Familie seid in Lebensgefahr!“: erklärt Reland und schildert kurz aber umfassend die Aufdeckung des Mordkomplotts. „Der Entschlossenheit und der Umsicht des Zugsführers ist es zu verdanken, daß wir rechtzeitig von dem Mordanschlag erfahren haben, Hoheit.“ : sagt Reland und schließt damit seine Meldung ab.      
Fri, Aug 8th 2025 08:21

Sigrun hat kein Auge für die Einrichtung, sie hat kein Auge ob sie jetzt geschmackvoll oder protzig ist. Sie eilt hinter Reland her, in der Hoffnung, dass noch niemand dem Baron von dem Honig zu kosten gegeben hat. Und so steht sie nun in ihrer mitgenommenen Aufmachung vor dem Herrscher Pelorns, in einen Morgenmantel gehüllt, und hört, wie Reland Meldung macht - in aller Form, mit allem Respekt, aber mit wenig Informationen darin. Noch kann Sigrun sich zurückhalten, aber man merkt ihr auf den ersten Blick an, dass sie viel lieber mit der Tür ins Haus gefallen wäre.
„Es sind bereits alle Maßnahmen ergriffen worden, um die oder den Attentäter zu fassen. Aber um sicherzustellen, daß der vergiftete Honig nicht bereits unterschoben wurde, bitte ich euch um eure Genehmigung eure privaten Räume durchsuchen zu dürfen. Ich habe bereits einen Zug für diese Suche abkommandiert, um die Störung so kurz wie möglich zu halten. Ferner ersuche ich euch und eure Familie dringend, euch bis zur Aufklärung des Komplotts aller gesüßten Nahrungsmittel zu enthalten!“: sagt Reland eindringlich.  
Sat, Aug 9th 2025 09:40

„Selbstverständlich habt ihr meine Erlaubnis, Kommandant! Meinetwegen braucht ihr euch keine übertriebenen Sorgen zu machen. Ich rühre dieses widerliche klebrige Zeug außer zu Perdona nicht an. Aber meine jüngste Tochter wird gar nicht begeistert sein.“: antwortet der Salzbaron. Dann macht er zwei Schritte auf Sigrun zu und reicht ihr die Hand. „Ich und meine Familie sind euch zu großem Dank verpflichtet, Zugsführer, und ihr habt dem Haus einen großen Dienst erwiesen. Ich bin stolz darauf, euch in unseren Reihen zu wissen!“ Mit diesen Worten schüttelt der Salzbaron Sigrun die Hand. „Für heute habt ihr genug geleistet und ich entbinde euch von jeglichen weiteren dienstlichen Pflichten. Ruht euch aus und kommt wieder zu Kräften.“      
Sat, Aug 9th 2025 05:06

Sigrun nimmt die Hand des Barons, verneigt sich vor ihm. Ohne sich wieder aufzurichten, ohne ihn anzusehen, ohne ihre demütige Haltung aufzugeben antwortet sie: “Es ist mir eine Ehre, Baron! Allerdings gebührt Euer Dank nicht mir. Er gebührt den Angehörigen der Wachkompanie, die heute auf dieser Mission ins Valhall gewandelt sind. Er gebührt ihren Familien. Und er gebührt meiner Kameradin Eicken, die mir trotz schwerer Verletzungen gefolgt ist bis zum Ende und es mir ermöglicht hat, rechtzeitig bei Euch zu sein. Und die es uns mit ihrem Scharfsinn erst ermöglicht hat, die Gefahr, in der Ihr schwebtet überhaupt erst zu erkennen.”   Nun erst richtet sie sich wieder auf und sieht dem Baron ernst ins Gesicht.
Sat, Aug 9th 2025 07:28

Als Sigrun den Kopf hebt, sieht sie der Salzbaron für eine kleine Weile nur an. Ein leichtes Lächeln zeichnet sich auf seinem Gesicht ab und als er Sigrun die Rechte auf die Schulter legt, kann sie spüren, daß sich etwas im Verhalten des Salzbarons und der Art, wie er sie ansieht, geändert hat. „Respekt, Zugsführer! Ihr habt mein Wort, daß keiner eurer Kameraden vergessen wird, weder die Lebenden noch die Gefallenen.“ Karthes ist ein recht guter Redner und versteht es durchaus, mit Worten umzugehen, doch in diesem Rahmen verzichtet er auf jede Rhetorik. Ein kurzer Druck seiner Hand auf ihrer Schulter fühlt sich an wie eine Bekräftigung seiner Worte, dann läßt er Sigrun los.      
Sat, Aug 9th 2025 07:53

Sigrun verneigt sich erneut vor dem Baron.   “Hoheit, ich danke Euch vielmals,” antwortete sie. “Ihr habt eine wahrlich weise, gerechte und überaus gütige Entscheidung getroffen.”   Nicht nur die Worte, auch der Ton, mit der Sigrun dies nun sagt, wirken kaum so, als hätte sie gerade ein hundsgemeiner Zugführer von sich gegeben. Vielmehr erinnert dieser Satz eher an eine der Floskeln, die Staatsoberhäupter und Diplomaten in Verhandlungen in höchsten Kreisen verwenden.
Sat, Aug 9th 2025 09:07

Der Salzbaron, der sehr genau über Sigrun und ihre bisherige Laufbahn Bescheid weiß, wundert sich daher nicht über ihre Ausdrucksweise. „Dankt mir nicht, Zugsführer!“: entgegnet er. „Meine Entscheidung ist weder weise noch gütig. Ich weiß durchaus Bescheid über die Opfer, die meine Soldaten für das Haus bringen und ihr Andenken zu bewahren und ihren Einsatz zu würdigen, betrachte ich als meine Ehrenpflicht und als das Mindeste, das ich tun kann, um eurer Treue, eurem Mut und eurer Opferbereitschaft gerecht zu werden.“ Inzwischen ist der Kommandant mit einigen Soldaten zurück, die sich auf die angrenzenden Räume verteilen und mit der Suche beginnen.            
Sat, Aug 9th 2025 09:56

Sigrun erwidert nichts mehr. Sie verbeugt sich noch einmal vor dem Baron, dann tritt sie einfach nur einen Schritt zurück, wieder hinter den Kommandanten. Wo ja eigentlich auch ihr Platz ist. Und dort wird sie nun auch verweilen, bis der Befehl zum Abreten kommt.
„Nach der Durchsuchung beginnen wir mit der Untersuchung und den Verhören, Hoheit.“: meldet Reland und wendet sich dann an Sigrun. „Danke, Zugsführer! Ihr könnt abtreten, doch bevor ihr euch zurückzieht, meldet euch bei Kornett Tovales in ihrem Dienstzimmer.“  
Sun, Aug 10th 2025 10:05

“Zu Befehl, Kommandant,” antwortet Sigrun und steht kurz stramm. Dann wendet sie sich um und verlässt den Raum.   Nun erst, da sie weiß, dass der Baron in Sicherheit ist, dass die ganze Mission trotz all der Opfer doch einen erfolgreichen Ausgang gefunden hat, nun erst macht sich bei Sigrun die Erschöpfung bemerkbar. Sie hat seit geraumer Zeit nicht mehr geschlafen, nicht mehr gegessen und auch nichts getrunken. Noch dazu rückt nun auch die Sorge um Eicken in die vorderste Linie, ganz konkurrenzlos von allen möglichen vergifteten Honigen und gefährdeten Baronen. Nun, die Audienz bei der Kornett passt Sigrun also überhaupt nicht ins Programm. Und so flucht sie eine ganze Weile in bestem nordischen Gassenjargon, während sie durch die Gänge der Residenz geht und schließlich dieselbe auch wieder verlässt. Sie taucht wieder ein in die weit weniger prunkvollen Flure der Kaserne. Wenig später steht sie auch vor der Tür der Kornett. Sie klopft an und wartet.
Mon, Aug 11th 2025 10:51   Edited on Mon, Aug 11th 2025 10:52

[Kornett Enessa Tovales] Als Sigrun nach Aufforderung eintritt, sitzt Enessa an ihrem Schreibtisch und sagt: „Setz dich.“ Sie deutet auf den Stuhl vor ihrem Tisch und wartet, bis Sigrun sitzt. „Also der Zug ist zurück, der euch ausgraben sollte. Sie haben Eicken zurückgebracht. Eicken hat die Leute zu Malon geführt und liegt jetzt auf der Krankenstation. Spätestens Morgen ist sie wieder so gut wie neu. Malon, den ihr zurückgelassen habt, hat einen glatten Bruch und wird ebenfalls bald wieder auf den Beinen sein. Dank Soldat Koris, die nicht verschüttet wurde und die mit einem gebrochenen Knöchel bis zur Prena marschiert ist, um uns zu alarmieren, haben sie noch einen Mann ausgegraben. Er wird es vermutlich überstehen. Für zwei deiner Leute gibts es leider keine Hoffnung mehr, doch wir werden sie bergen und ihnen einen würdigen Abschied bereiten.“   Sie lehnt sich zurück und mustert Sigrun für einen Augenblick. „Wenn du dich fragen solltest, ob ich dich wirklich ins Loch gesteckt hätte, dann lautet die Antwort ja. Zumindestens so lange, bis du dich wieder gefangen hättest. Was uns stark macht, ist Disziplin und wenn eine Meldung verlangt wird, dann hat jeder von uns zu melden, auch wenn es Feuer regnet. Nicht wegen sturem Festhalten an Formen! Klare, präzise Lageschilderung ist für die Entscheidungsfindung der Befehlshabenden eine unbedingte Voraussetzung. Merk dir das für die Zukunft, Sigrun. Handle niemals aufgrund halber oder unzusammenhängender Informationen! Der Erfolg und das Leben deiner Untergebener hängt von deinen Befehlen ab und du kannst nur sinnvolle Befehle geben, wenn du die Lage so gut wie möglich kennst. Abgesehen davon, daß du als Zugsführer auch ein Vorbild für deine Leute zu sein hast.“ Wieder schweigt Enessa einen Moment, bevor sie weiterspricht.   „Du hast in einer katastrophalen Situation klaren Kopf behalten und dem Haus einen großen Dienst erwiesen. Du hast das Zeug zu einer guten Offizierin, Sigrun! Gut gemacht!“      
Mon, Aug 11th 2025 12:26

Sigrun lässt sich mehr auf den Stuhl fallen, als dass sie sich setzt. Die Müdigkeit ist ihr auf den ersten Augenblick anzusehen. Trotzdem hört sie aufmerksam zu, atmet dann sicht- und hörbar auf.   “Dem Donner sei Dank, er hat es auch geschafft,” antwortet sie. Dann jedoch wird ihre Miene mit jedem Wort Enessas finsterer.   “Dann wäre es wohl so gekommen, dass ich im Loch gesessen hätte, während der ehrenwerte Herr Baron nichtsahnend den Honig verkostet hätte,” antwortet sie mit ungewohnt finsterem Tonfall. “Die zwei erbarmenswerten Seelen wären vergebens in Valhall gereist, Eicken und ich fruchtlos unter Armbrustbeschuss aus dem Carnale geeilt.”   Sie sieht Enessa finster an.   “Ich hätte gedacht, dass die Mitteilung, der Baron befände sich in akuter Lebensgefahr, ausreichen würde.”   Schließlich steht sie auf, bedenkt Enessa eines unverwandten Blickes.   “Vielen Dank für das Lob,” antwortet sie kühl. “Ich habe nur meine Pflicht eines Soldaten des Barons erfüllt.”   Dann dreht sie sich auch schon um und verlässt die Amtsstube. Die Tür fällt etwas zu geräuschvoll ins Schloss.   Wenig später stapft Sigrun in die Krankenstation, und sucht Eickens Bett. Bald entdeckt sie die roten Haare. Sie geht neben dem Bett in die Hocke, greift nach Eickens Hand.   “Liebe Eicken,” sagt sie ihr, und plötzlich glitzern Tränen in ihren Augen, “was hätte ich ohne dich bloß gemacht. Was würde ich überhaupt ohne dich tun.”
Mon, Aug 11th 2025 05:33

[Kornett Enessa Tovales] „Der Baron verkostet nichts und am aller wenigstens Honig!“: schnappt Enessa zurück. „Da hast du falsch gedacht und stelle dich nicht dümmer als du bist. Um jemanden schützen zu können, muß man die Bedrohungslage kennen. Außerdem war Eicken so schlau und hat dir für alle Fälle einen Läufer hinterherschicken lassen, der kurz nach dir eingetroffen ist und im Gegensatz zu dir eine vollständige Meldung gemacht hat.“ Sigruns Dank quittiert sie nur mit einem knappen Nicken. „Abtreten!“!: kommandiert sie knapp bevor sie sich dem Schriftstück auf ihrem Schreibtisch zuwendet.    
Mon, Aug 11th 2025 05:37   Edited on Mon, Aug 11th 2025 06:30

[Soldat Eicken] ls Sigrun Eickens Hand nimmt, flattern ihre Augenlider und kurz darauf öffnet sie die Augen. Sie braucht einen Moment, um sich zu orientieren, dann erkennt sie Sigrun und lächelt. „Was habe ich dir gesagt? Wir schaffen es und jetzt hör auf zu flennen.“ Sie versucht ein böses Gesicht zu machen, doch es mißlingt ihr kläglich. „Warte nur bis ich aus dem Bett bin, dann kriegst du einen Grund um zu flennen. Haben wir nicht ausgemacht, du rennst und ich kämpfe? Und was machst du? Machst kehrt und rennst in den Hof zurück!“ Doch dann lacht sie. „Denen haben wir es aber gezeigt! Was du ohne mir machen würdest? Das kann ich dir sagen! Du würdest dir eine Menge von deinem Sold sparen, den ich bei Zora versaufen werde.“ Dann erwidert sie den Druck von Sigruns Hand. „Ich bin verdammt froh, daß wir da beide heil herausgekommen sind, du und ich!“: sagt sie leise.  
Mon, Aug 11th 2025 05:50

Nun muss Sigrun doch ebenfalls lachen. Sie lässt Eickens Hand nicht los, aber sie lacht, dass ihre Schultern beben.   “Ich musste doch den Beweis antreten,” antwortet sie, “dass ich nun einen Angriff führen vermag, ohne dass du mir den Allerwertesten zu retten gezwungen bist. Und was unseren Besuch bei Zora betrifft - ich stehe zu meinem Wort. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass du mich nach überstandener Feierlichkeiten gezwungen sein könntest, mich auf deinem Rücken zu meinem Quartier zu geleiten. Es ist mir leider entfallen, ob ich dem Alkohol gegenüber auch nur die leiseste Resitenz leisten kann.”
Ermittlungen | 2d6
6

Mon, Aug 11th 2025 06:31
Wed, Aug 13th 2025 09:28

[Soldat Eicken] „Keine Sorge, Sigrun. Daß du auch austeilen kannst, hast du jetzt bewiesen.“: sagt Eicken und dreht sich ein wenig auf die Seite. „Trotzdem hättest du rennen sollen!“ Dann zuckt sie grinsend mit den Achseln, um im selben Moment das Gesicht zu verziehen, denn ihre eingerenkte Schulter hat etwas dagegen auf diese Art bewegt zu werden. „Aber was solls? Was zählt ist, daß du es geschafft hast und der Salzbaron außer Gefahr ist. Wegen Zora mach dir keine Sorgen! So besoffen kannst du gar nicht sein, daß dich die Kameraden nicht nach Hause tragen. Die Geschichte, daß ein Plattfuß mit blonden Zöpfen dem Baron den Ar… ich meine, das Leben gerettet hat, macht schon die Runde! Übrigens ist was mit den Aufzeichnungen und dem versiegelten Fläschchen herausgekommen?“      
Wed, Aug 13th 2025 03:45

Sigrun grinst.   “Nun ja, bislang erweckte sich bei mir eher der Eindruck, als würden die werten Kameraden sogar dann einen Bogen um mich machen, wenn ich nackt auf einem Bierfass säße, geschweige denn, wenn ich vor Alkohol röchelnd in einer Ecke läge”, antwortet sie. Dann wird sie wieder ernst.   “Das, liebe Eicken, hat Zeit bis morgen,” erwidert sie auf ihre zweite Frage. “Heute war die Rettung des werten Barons von elemtarer Dringlichkeit. Und nun, verzeih mir, aber nun gönne ich mir ein kleines Schläfchen. Ich lege hier und jetzt einen heiligen Schwur ab: Würde ich heute noch zusammen mit Enessa länger in einem Raum sitzen, ich wäre ab morgen wohl in den Salzminen zu Gange. Und ich bezweifle, dass ich es als Wächterin sein würde. Aber morgen, nach einem verdienten Schlaf, einer wohltuenden Dusche und eines reichhaltigen Frühstücks, in einer neuen Uniform, die nicht bei jeder Bewegung die Hälfte meines Bauches offenbart, dann werde ich mit der ehrenwerten Kornett sehr gerne die Beweise, die wir sammeln konnten, evaluieren.”
Sat, Aug 16th 2025 02:12

[Soldat Eicken] „Nackt auf einem Bierfaß? Bei den Zwillingen, das will ich sehen!“: feixt Eicken. Bei der Erwähnung von Enessa verdreht Eicken die Augen. „Ist unsere über alles geschätzte Kornett heute wieder bester Stimmung?“: erkundigt sie sich spöttisch. „Aber mach dir keine Sorgen. Du kannst sicher sein, daß wir Morgen nach dem Wecken ihre charmante Art den Tag zu beginnen ausgiebig genießen werden dürfen. Darauf wette ich meinen nächsten Sold!“ Dann gähnt Eicken. „Leg dich nur hin. Das war ein verdammt langer Tag und eine Elendsnacht. Dir kann ich es ja sagen: Ich bin auch ganz schön fertig von der Geschichte. Ich werde den Heiler noch um einen Becher von seinem Schmerzmittel angehen und mir auch eine Mütze voll Schlaf gönnen und dazu schauen, daß ich bald wieder auf dem Damm bin. Zora wartet!“: grinst Eicken. „Schlaf gut, Sigrun.“ Dann setzt sie nach kurzem Zögern noch hinzu: „Hast dich großartig gehalten!“      
Sat, Aug 16th 2025 02:14

[Fahndung] Die Durchsuchung der Quartiere der Bediensteten der Residenz geht ruhig und geordnet vor sich. Soldaten der Wachkompanie bewachen alle Zugänge zum Gesindetrakt und den Saal, in dem man die Bediensteten gebracht hat, die Zugang zur Küche und den Vorratsräumen haben. Die Durchsuchung und Befragungen werden von Soldaten der Leibwache vorgenommen und schon nach kurzer Zeit kann der Großteil der Bediensteten wieder ihre Tätigkeiten aufnehmen. Außer das doppelte Torwache aufgezogen ist, gibt es für die Passanten auf der Prena keine Anzeichen, daß in der Residenz etwas Besonderes vor sich geht.   Küche, Vorratsräume und die Quartiere der Bediensteten dieser Bereiche werden bis in den letzten Winkel durchsucht und der Honig, der dabei gefunden wird, in einem bewachten Raum eingeschlossen. Auch bei den Verhören wird keine Ausnahme gemacht und vom Kellermeister bis zur jüngsten Abwäscherin jeder einzeln befragt. An den Verhören sind auch Nichtuniformierte beteiligt, vor allem eine weißhaarige, ältere Frau, deren Schönheit der Zeit widerstanden hat und die auch von den Offizieren der Leibwache mit höchstem Respekt behandelt wird.      
Sun, Aug 17th 2025 04:41

Sigrun legt Eicken eine Hand auf die Schulter.   “Kümmere du dich um deine Genesung. Ich werde morgen wieder Enessa auskosten,” antwortet sie. “Und wenn du wieder auf dem Damm bist, dann freue ich mich bereits auf das nächste Abenteuer mit dir. Und wenn es absolute Volltrunkenheit bei Zora sein muss…”   Sie zwinkert ihr noch einmal zu, dann lässt sie sie alleine. Sie geht in den Waschraum, stellt sich lange unter das prasselnde Wasser. Dann fällt sie in ihr Bett und schläft den Schlaf der Gerechten.
Sun, Sep 7th 2025 04:07

[Kornett Enessa Tovales] "Wir haben denjenigen, der das Gift in die Residenz gebracht hat und später haben wir auch ein Gefäß mit dem vergifteten Honig gefunden. Einer der Gehilfen des Kellermeisters, der Zugang zu Küche und Vorratsräumen hatte. Als er von Ala befragt werden sollte, hat er sich mit einem am Körper verborgenen Rasiermesser die Kehle und Schlagader aufgeschnitten. Wir haben alles versucht, um ihn am Leben zu halten, doch leider ohne Erfolg.": meldet Enessa. "Der Mann hat sich die ganze Zeit über ruhig verhalten und gewartet, wie alle anderen auch. Doch als er mitbekommen hat, daß auch Ala bei der Befragung dabei sein wird, hat er das Rasiermesser gezückt und sich das Leben genommen. Die Suche in den Räumen, zu denen der Bastard Zugang hatte, wird fortgesetzt für den Fall, daß noch andere Gefäße mit dem Gift in die Residenz gebracht wurden."    
"Verdammnis!": entfährt es Reland zornig. "Wir haben also nichts als eine Leiche?" Immer noch wütend, schüttelt der Kommandant den Kopf. "Was aber weit schlimmer ist, daß Alas Rolle offensichtlich kein Geheimnis mehr ist! Das bedeutet, daß die Kultisten jemand in den höchsten Kreisen sitzen haben, denn sonst kennt niemand die Wahrheit über Ala und ihre Gruppe. Setze alle Operationen bis auf die Wichtigsten aus, diese Sache hat jetzt oberste Priorität! Ich informiere den Baron und bespreche mit ihm Maßnahmen, die es uns erlauben auch Familienmitglieder zu überwachen und zu vernehmen.": sagt Reland und erhebt sich. "Danach will ich heute noch Ala und die Abteilungsleiter an einem Tisch haben. Kümmere dich bitte darum.": ordnet er an und verläßt den Raum.