Gaspard Bertholan
Gaspard Bertholan (a.k.a. Loros Onkel)
Mental characteristics
Persönliche Geschichte
Gaspard kam 46 n.V. als Sohn von Serika und Holder Bertholan zur Welt und wuchs als Kellerratte auf. Schon in jungen Jahren fiel er durch seinen scharfen Verstand, seine Redebegabung und seine unkonventionellen Ansichten auf. Mit neunundzwanzig Jahren wurde er der jüngste Profoss in der Geschichte der Kellerratten, die in einer existenziellen Krise steckten. Über seine unorthodoxen, aber erfolgreichen Methoden, seinen Händen alternative Einnahmequellen zu erschließen, kam es bald mit anderen Händen und dem Rat zu ernsten Konflikten. Zwar tastete er die traditionellen Strukturen der Hände nicht an, aber er beanspruchte gegen jede Tradition die Kontrolle über die Suchergruppen, die sich ihm anschloßen.
Dieses Vorgehen führte recht bald zur Bildung zweier Lager bei den Kellerratten. Der Graben zwischen den Anhängern der traditionellen Unabhängigkeit und Gaspards Lager vertiefte sich noch, als Bertholan durch das Auffinden der Kriegskasse einiger Verbände der untergegangenen Reichsarmee reich wurde und durch Zuwendungen mehr und mehr Hände an sich band.
Zu dieser Zeit kam auch Bertholans Spitzname "Loros Onkel" auf, der sich auf ein unter Kellerratten bekanntes Schlitzohr namens Loro bezieht, das sich immer wieder durch den Verweis auf einen imaginären, sehr wohlhabenden Onkel kleine Summen ergaunerte oder versuchte, sich so neuen Kredit in einer der Schenken zu verschaffen.
Während der blutigen Jahre des zweiten Häuserkrieges kam es zum Bruch, als Bertholan immer mehr Suchergruppen unter seine Kontrolle brachte und damit begann, Gegner aus dem Weg zu räumen. Als er 97 n.V. seinen schärfsten Gegner, den Profoss Seyfart Kiroval und seinen Sohn ermorden ließ, gewann er endgültig die Oberhand und verschaffte sich die Mehrheit in der ersten Hand, dem Rat der Kellerratten. Drei Jahre später stand Bertholan am Höhepunkt seiner Macht und kontrollierte durch seine Hände einen großen Teil des Schmuggels und einen beträchtlichen Teil des Schwarzhandels in Pelorn.
Als sich Anfang des Jahres 103 n.V. die führerlose Fraktion der Traditionalisten um die Tochter des ermordeten Seyfart Kiroval zu sammeln begann, entschloß sich Gaspard reinen Tisch zu machen. Er ließ Marissa Kiroval ausstoßen und für vogelfrei erklären und beauftragte seine beiden Söhne und seine älteste Tochter mit der Ermordung der Kiroval. Sie ließen Marissa schwerverletzt zum qualvollen Sterben auf den Ruinenfeldern zurück. Ein halbes Jahr später wurden in kurzen Abständen seine beiden Söhne ermordet und seine jüngere Tochter verstümmelt. Schnell verbreitete sich das Gerücht, daß die tot geglaubte Tochter Seyfard Kirovals die Anschläge verübt haben soll. Dieser Verdacht, der sich schnell erhärtete, führte zu einer aufwändigen und langwierigen Menschenjagd durch Loros Onkel und seine Unterstützer.
"Es gibt nichts mehr, das wichtig ist in dieser Welt. Nicht mein Leben, nicht meine Ehre, nicht einmal die Macht. Es gibt nur noch eines, das Bedeutung hat: daß die Tochter meines Feindes langsam und elend vor mir zu den Schatten fährt." Gaspard BertholanNach dem Verlust seiner Söhne wurde Rache zu Bertholans Lebensinhalt, der alles andere unwichtig werden ließ. In relativ kurzer Zeit verlor er nicht nur sein politisches Augenmaß, daß ihn bisher ausgezeichnet hatte, sondern er setzte sich auch immer öfter über die Bedenken der engsten Vertrauten hinweg. Diese zunehmend diktatorische und irrationale Führung Bertholans stieß auch bei vielen seiner treuesten Anhänger auf Ablehnung. Zuerst waren es nur wenige Hände, die von ihm abfielen, doch im Laufe der Zeit schlugen sich mehr und mehr Suchergruppen auf die Seite der Traditionalisten oder verpflichteten sich Außenstehenden. Doch je mehr seine Macht ins Wanken geriet, desto fieberhafter wurden seine Bemühungen.
„Ich habe die Hände aus dem Dreck gezogen, als sie am Verrecken waren. Jetzt gehören sie mir! Wer sich mir in den Weg stellt, wird feststellen, dass ich keinen Unterschied mehr zwischen Freund und Feind mache.“ Gaspard BertholanAls sich auch die Entsendung seiner ältesten Tochter Lisina mit einer Söldnergruppe nach dem Bekanntwerden des Aufenthaltsortes der Kiroval als Fehlschlag erwies und seine Tochter im Verlauf der Aktion in Imeria-Gefangenschaft geriet, verzichtete Gaspard Bertholan nach einigen Tagen völlig überraschend auf seinen Sitz im Rat. Am 3.2.106 n.V. griff Bertholan im Morgengrauen mit starken Söldnertrupps Positionen des nun von den Traditionalisten kontrollierten Rates an. Doch der Überraschungsschlag mißlang durch Verrat aus seinem inneren Kreis und die Angriffe wurden verlustreich zurückgeschlagen. In den nächsten Tagen kam es immer wieder zu Gefechten in der Kanalisation und dem unterirdischen Gewirr von Gängen und Kellern. Doch jetzt es scheint, daß sich die verbliebenen Kräfte Bertholans auf die zur Festung ausgebauten alten Katakomben zurückgezogen haben.
„Wenn dieser völlig sinnlose Bruderkrieg ohne eine Übereinkunft zu Ende geht, dann gibt es keine Kellerratten mehr. Völlig egal, wer gewinnt! Diese Kretins im Rat können die Reste keine Woche zusammenhalten. Damit sind die Kellerratten als unabhängige Kraft gestorben! Es wird nur mehr einzelne Hände geben, die sich anpassen müssen, wenn sie nicht verrecken wollen. Und nach ein paar Jahren sind auch die Geschichte." Lisina Bertholan
Bildung
Gaspard ist in allen Fertigkeiten, die zum Überleben einer Kellerratte notwendig sind, bestens ausgebildet. Er kann lesen, rechnen und auch einigermaßen schreiben.
Leistungen & Erfolge
Am Höhepunkt seiner Laufbahn kontrollierte er die Mehrheit der Hände der Kellerratten und verfügte über die Stimmenmehrheit im Rat.
Mentale Traumata
Die Ermordung seiner Söhne hat ihn schwer getroffen. Die Gefangennahme seiner ältesten Tochter Lisina hat ihn an den Rand der Verzweiflung getrieben.
Intellektuelle Eigenschaften
Scharfsinnig, kreativ und unkonventionell
Moral & Philosophie
Der Zweck heiligt die Mittel.
Personality Characteristics
Motivation
Macht und Kontrolle
Positive Charakterzüge
Redegabe, schnelle Auffassung,
Social
Familienbande
Lisina, seine älteste Tochter
Sybel, seine jüngste Tochter
Sybel, seine jüngste Tochter
Religiöse Ansichten
Verehrt nach Außen hin die Heiligen Zwillinge, jedoch ohne innere Anteilnahme.
Sozialkompetenzen
Bis zur Ermordung seiner Söhne war Gaspard ein blendender Redner von seltener Überzeugungskraft, mit dem Talent auch die kompliziertesten Dinge in einfachen Worten auszudrücken. Er gab sich offen und freundlich, ging auf die Menschen zu und erweckte den Eindruck, daß ihm die Anliegen seiner Gesprächspartner wichtig waren. Selbstsicher und nie um eine Antwort verlegen, war er für viele eine beeindruckende Erscheinung.
Vermögens- und Finanzlage
Reich, doch auch seine Truhen leeren sich langsam.
Age
60
Date of Birth
46 n.V.
Geburtsort
Pelorn
Children
Wohnort
Pelorn, alte Katakomben
Zitate & Floskeln
"Treue ist eine Ware wie jede andere – sie verdirbt nur schneller als Silber."
„Vertrauen ist teuer. Verrat ist billiger und zuverlässiger.“
„Ich habe einst geglaubt, man könne Macht mit Visionen und Möglichkeiten schaffen erringen. Heute weiß ich: Man erringt sie mit Leichen und einem Haufen Silber.“
„Ehre, Loyalität, Tradition… alles nur Illusionen, um die Dummen bei der Stange zu halten."

Er war nie ein Held, doch der Tod der Söhne machte aus einem gewieften Schurken einen wahnsinnigen Tyrannen mit einem absehbaren Ende, die Frage ist, welchen Weg wird seine Tochter Lisina einschlagen, sofern sie der Gefangenschaft irgendwann entkommt. Sehr schöner Handlungsbogen (ok, nicht für Gaspard oder die Familie Bertholan, aber für den Leser umso mehr).
A lot of unofficial Challenges
Vielen Dank! Es freut mich, daß dir der Charakter gefällt. Sein Schicksal und das sein Tochter hängt in der Schwebe, da wir in dieser Welt spielen und dieser Spielzug noch nicht abgeschlossen ist.