Tarfinwal (Tar-fin-wal)

Zappelfillip im Ozean

Written by Nightone

Wale voraus!
  Eine Schule von acht Tarfinwalen. Sieht aus, als ob sie auf der Jagd sind. Sie umkreisen die ganze Zeit dieselbe Stelle, vermutlich einen Schwarm Thunfische oder so etwas!
  Kapitän, wir sollten etwas nach Steuerbord beidrehen, damit wir nicht mit den Kolossen zusammenprallen, wenn sie anfangen zu springen!
  Die könnten uns ganz schön durchschütteln.
  Das sieht zwar eindrucksvoll aus, aber ich möchte trotzdem keine Bekanntschaft aus nächster Nähe mit ihnen machen.
 
— Jamie Horford, Seemann im Auskuck der "THS Handelswind"
Tarfinwal by Nightone w/ Dream

Körperbau

Mit einer durchschnittlichen Länge von bis zu neun Metern ist der Tarfinwal ein mittelgroßer Vertreter der Zahnwale und einer der größten dauerhaften Anwohner der Eismeere. Er ist sowohl in den Gewässern rund um Nortika als auch Surtika zu finden.
  Sein fast tonnenförmiger Körper verjüngt sich zum Schwanz und läuft in eine sehr breite Fluke über. Er ist an der Oberseite dunkelgrau gefärbt und mit helleren Flecken besprenkelt. Der Bauch der Kreatur ist hingegen in einem sehr hellen Grau gehalten.
  Auf dem Rücken entspringt eine große, gebogene, stabile Flosse. Diese ist vom Deck eines Schiffes aus gut sichtbar, wenn der Wal zum Atmen an die Wasseroberfläche kommt. Durch ein von einem Wulst umgebenes Atemloch auf der Stirn nimmt der Tarfinwal Sauerstoff auf und lässt beim Ausatmen hin und wieder auch kleine Wasserfontänen aufsteigen.
  Der Kopf läuft zur kurzen Schnauze hin flach zu und beherbergt ein Paar seitlich angebrachter großer, schwarzer Augen, die mit einer Schutzmembran überzogen sind. Das im Verhältnis kleine Maul ist mit spitzen, dolchartigen Zähnen versehen, die sich hervorragend zum Jagen von größeren Fischen wie Thunfischen oder Robben eignen.
  Im Durchschnitt ist das Männchen ein bis zwei Meter länger als das Weibchen.

Bewegung

Die Meeressäuger schwimmen die meiste Zeit mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h durch den Ozean. Bei der Jagd kann er jedoch kurzfristig bis zu 50 km/h schnell werden, vor allem, wenn er Robben jagt. Da er nur maximal 25 Minuten die Luft anhalten kann, hält er sich meist nahe der Wasseroberfläche auf und taucht in der Regel alle drei bis sechs Minuten auf.
  Dabei springen sie gerne mit großen Sätzen aus dem Wasser und spielen viel mit den anderen Tieren ihres Familienverbandes. Sie ruhen so gut wie nie, außer wenn sie schlafen, weshalb sie auch als „Zappelphillip der Meere” bezeichnet werden.
  Zudem gelten sie als sehr neugierig. So kommt es vor, dass sie ein fremdes Schiff umkreisen und im Sprung anrempeln, um zu sehen, ob das große Ding zum Spielen aufgelegt ist – sehr zum Leidwesen der Matrosen und der Schiffsplanken.
  Leider wird ihm dieses Verhalten schnell zum Verhängnis, wenn es sich bei dem Schiff um einen Seejäger handelt!
Ach, ich könnte den Tieren stundenlang beim Spielen zuschauen. Aber leider führt uns unser Kurs nun in die andere Richtung.
— Quendíla'Ûlthemaré, Gimúlthay-Meni (Wellenelfin) Matrosin
Eckdaten
Wissenschaftlicher Name
Orcinus Desultor
Alternativer Name
Tarfin
Klassifizierung
Meeressäugetier
Unterart
Zahnwal
Lebenserwartung
ca. 80 Jahre
Durchschnittliche Länge
Weibchen ca. 7,0 m
Männchen ca. 8,0 m
Durchschnittliches Gewicht
Weibchen ca. 4.000 kg
Männchen ca. 5.000 kg
Natürliches Thaum
Nein
Besondere Sinne
Echolot
Abwehrmaßnahmen
Gebiss
Gewicht

Fortpflanzung und soziales Verhalten

Tarfinwale sind sehr soziale Herdentiere, die in Schulen von zehn bis zu achtzig Tieren umherziehen und sich nur unter besonderen Umständen länger von ihren Familiengruppen trennen.
  Die Brunft beginnt bei den in Nortika heimischen Tarfinen im Furrochar, bei ihren Verwandten in Surtika hingegen im mittleren Herroar, also im letzten Wintermonat. Interessant ist, dass die Bullen sich in dieser Zeit darum bemühen, ihren Angebeteten nahe zu kommen und eng bei ihr zu bleiben, während andere Bullen immer wieder versuchen, ihnen den Platz streitig zu machen.
  Die Weibchen selbst kommen erst knapp einen Monat später in die Hitze. Sobald der Bulle dies bemerkt, geht er sofort zur Begattung über.
  Auch nach der Paarung bleibt der Bulle an der Seite der Kuh, und zwar so lange, bis sie sich nach 16 Monaten von der Herde zurückzieht, um ihr Junges in einer etwas wärmeren und flacheren Küstenregion der großen Kontinente zur Welt zu bringen.
Nach der Geburt wechseln Mutter und Kind innerhalb von 24 Stunden mehrfach ihren Aufenthaltsort, da das Blut der Geburt im Wasser viele Fressfeinde anlocken kann, die vor allem für das Jungtier gefährlich werden können.
  Mutter und Kind bleiben noch zwei Monate in den flachen Küstengewässern, ehe das Kalb stark genug ist, um mit der Mutter zur Herde in den kalten Gewässern der Pole zurückzukehren.
  Insgesamt wird das Kalb bis zu 19 Monate lang gesäugt und bleibt auch danach noch bis zu sieben Jahre bei der Mutter.
  Solange eine Kuh ein Kalb hat, wird sie nicht wieder in die Hitze kommen und auch danach kann es noch ein bis zwei Jahre dauern, ehe sie wieder bereit für einen Geschlechtsakt ist. Somit kann es bis zu zehn Jahre dauern, ehe eine Kuh erneut schwanger wird.
  Umso wichtiger ist der Familienzusammenhalt der Tiere, um ihre Population aufrechtzuerhalten. Deshalb bleiben die Nachkommen auch in den gleichen Familiengruppen wie die Elterntiere.

Lebensraum

  • Die kalten Nordmeere rund um Nortika
  • Die kalten Südmeere rund um Surtika

  •  

    Nahrung

  • Es handelt sich bei dieser Spezies um carnivore Piscivoren.

  • Als Nahrung dienen Ihnen vor allem Fische und Robben, Seelöwen und ähnlich große Tiere.

  • Ihre Lieblingsspeise sind dabei Robben

  • Aye, prächtige Tiere und so reich an Dingen, die wir teuer verkaufen können!
      Los, los! Alle Werfer an die Harpunen!
      Und macht mir die „Große Sinna” klar, ihr skorbutzerfressenen Landratten!
      Unsere liebe Balliste wird ein schönes Loch in diese Tarfine stanzen!

    — Maxwell Wannerekel , Kapitän des Seejägers der "FS Entgräter"

    Wachstumsstadien

  • 1. Tag: Das Kalb kommt mit einer Länge von zwei Metern voll entwickelt zur Welt und verlässt mit der Mutter sofort den Geburtsort.

  • 2 Monate: Das Kalb bleibt mit der Mutter in den flachen Küstengebieten der wärmeren Kontinente, ehe es zur Familiengruppe in die eisigen Meere der Pole stößt.

  • 18 Monate: Das Kalb ist entwöhnt.

  • 7 Jahre: Das Jungtier narbelt sich vom Muttertier ab, bleibt jedoch in derselben Familiengruppe.

  • 10 Jahre: Die Weibchen werden geschlechtsreif.

  • 12 Jahre: Die Männchen werden ebenfalls geschlechtsreif, haben aber keine Chance, an der Paarung teilzunehmen.

  • 25 Jahre: Die Weibchen gelten als ausgewachsen.

  • 27 Jahre: Die Männchen gelten als ausgewachsen und haben ab jetzt eine Chance, an der Paarung teilzunehmen.

  • 80 Jahre: Das Ende der üblichen Lebenserwartung.

  • 100 Jahre: Das älteste bekannte Exemplar, „Grijlid”, wurde nahe der Fjorde in den „Grünen Enklaven” bei Surtika gesichtet.
  • Sonstiges

  • Diese Walart jagt gerne große Fischschwärme in der Gruppe, indem sie diese wie Schäferhunde zusammen treiben, umkreisen und dann von unten Luftstöße abgeben, um die zusammengetriebenen Fische mit den Luftblasen zu irritieren. Anschließend schwimmen sie von unten heran und ziehen mit offenem Maul durch den Schwarm.

  • Tarfinwale haben es nicht auf Menschen oder andere Landbewohner abgesehen. Das Fleisch scheint ihnen auch nicht zu schmecken. Dennoch kann es zu Verwechslungen mit Robben kommen, wenn ein Matrose in ihrer Nähe über Bord geht.

  • Die Wale besitzen eine begehrte Fettschicht, die einen reichhaltigen Tran enthält, weshalb Seejäger immer wieder Jagd auf sie machen.

  • Die Tiere scheinen ein sehr gutes Gedächtnis zu haben und können Schiffe, die sie einmal getroffen haben, scheinbar wiedererkennen und unterscheiden. Deshalb hat ein Seejäger bei jeder Tarfinwal-Schule nur einmal die Chance, dass die Tiere von sich aus zum „Kennenlernen” nahe heran kommen.

  • Die in den Gewässern Nortikas lebenden Tarfine sind im Durchschnitt ein wenig größer, haben eine dickere Fettschicht und weniger helle Flecken auf der Oberseite als ihre Verwandten in den eisigen Gewässern Surtikas.


  • Cover image: Tierbanner by Nightone

    Kommentare

    Author's Notes

    Background images:

    Mamor by Nightone w/ Dream


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    Dec 25, 2025 08:57

    Arme Wale. Mich würde interessieren, ob sich die Tiere von Süd- und Nordpol Unterschiede aufweisen und wie / warum sie sich in beiden Polarregionen angesiedelt haben?

    Summer-Camp is back! What can you expect this year? Pledge

    Stay imaginative and discover
    Blue's Worlds - Elaqitan - Naharin
    Dec 27, 2025 22:51

    Ja kann leider nicht jeder nur Glück mit seinem Los haben.
    Guter Punkt!
    Die kleinen Unterschiede zwischen den Tarifen in Nord- und Süddeutschland habe ich unter „Sonstiges” hinzugefügt.
    Warum sie dort leben? Nun: Einerseits konnten sie sich der Kälte gut anpassen, andererseits fanden sie hier ein gutes Nahrungsangebot an größeren Fischen und Robben. Vor allem gab es nicht zu viele andere Meeresgiganten, die ihnen das Leben dauerhaft schwer gemacht hätten, auch wenn sie nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen. Und da alles Leben auf Irda irgendwie von den Göttern beeinflusst wurde, haben Nespô-tía, Tis-Pontiêne und Juleander sie vermutlich passend hierfür geschaffen oder beeinflusst.

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    Jan 7, 2026 12:39

    Coole Fischies. Auf dem Bild schauen sie ja schon ein bisschen knuffig aus. Warum können die Männchen erst mit 27 Jahren an der Paarung teilhaben?

    Jan 12, 2026 07:56

    Danke dir. Naja um ein Weibchen zu beanspruchen muss ein Tarfin stark genug sein um diese gegen die Mitbewerber zu verteidigen - das klappt halt erst wenn man selber ausgewachsen ist. (Ist bei irdischen Walen im überrigen ähnlich - man lernt so viel beim Worldbuilding)

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