James Hunt
Mit der Lizenz zum verzaubern!
Spezialagent der O.O.S7 James Hunt
Sektion 7 war in einem der unscheinbarsten Gebäude inmitten des turbulenten und mit Leben erfüllten Oppersburg untergebracht. Es handelte sich um ein Fachwerkhaus mit weiß getünchter Fassade, braunen Fensterrahmen, zwei Stockwerken und einer einfach wirkenden Tür, deren Innenseite vermutlich mit mehr Sicherheitsrunen versehen war als selbst der Dekan der Universität überhaupt kannte.
Der Dunstling ging zügigen Schrittes durch die langweilig wirkenden Korridore des Gebäudes, bis er sein Ziel erreichte. Es war eine weitere langweilig wirkende Tür mit einem fast genauso langweiligen Raum dahinter. Aber in diesem Raum gab es den einzigen kurzen Lichtblick, den dieses graue Gebäude voller grauer Personen zu bieten hatte.
Er betrat das kleine Vorzimmer mit einem eleganten Ausfallschritt und ließ die Tür hinter sich ebenso schnell wieder ins Schloss fallen, wie er sie zuvor geöffnet hatte.
Seine dunklen braunen Augen funkelten unter dem krausen braunen Haarschopf hervor, und ein charmantes Lächeln umspielte seine Lippen, wodurch seine markanten Gesichtszüge, die er gerade mal wieder nicht rasiert hatte, noch mehr betont wurden.
„Ah, Miss Münzstück, welch Freude, Sie – wie immer – an Ihrem Schreibtisch zu sehen! Ist der Chef in seinem Büro?“
„Oh James, schön, dass Sie wieder im Lande sind! Ja, Herr Mains wartet bereits in seinem Büro auf Sie, aber passen Sie auf, er ist nicht gut drauf.“
Er wusste um seine Wirkung auf Frauen und genoss diese normalerweise in vollen Zügen. Aber bei dieser schlanken, braunhaarigen Dame, die ihn mit sehnsüchtigem Blick taxierte, würde er nie etwas versuchen. Dafür schätzte er sie einfach zu sehr!
„Ah, dann war der Herr Außenminister wohl schon bei ihm?! Danke für die Vorwarnung, ich sollte Sie zum Dank mal zum Essen einladen!“
Das sehnsüchtig gehauchte „Ja, das solltest du mal tun, James“ hörte der Halbling schon nicht mehr, da er durch die zweite Tür des Vorzimmers im Büro des Sektionsleiters Mallistair Mains verschwunden war.
Allgemeines
In diesen ist er ein Dunstling, der als Spezialagent für die Oppersburger Ordnung, Sektion 7 (O.O.S7), tätig ist und seine Fälle mit ebenso viel Witz und Charme wie Einfallsreichtum und explosiver MagiTec abschließt.
Sein Alter wird in den Büchern nie erwähnt. Verfechter der Theorie des „Wahren James Hunt” glauben jedoch, dass der Agent im Jahr 5909 geboren wurde und versucht, seine Memoiren auf eine Art zu veröffentlichen, die die Regierung nicht zensieren kann, indem er das Pseudonym „Ianos Flamm” verwendet.
Die Theorie beruht auf dem Vorwort des ersten James-Hunt-Romans, in dem der Autor angibt, dass er selbst bei der O.O. in Sektion 7 gearbeitet habe und die Fälle ihm oder seinen Kollegen in seiner aktiven Zeit tatsächlich widerfahren wären, auch wenn er sich natürlich einige literarische Freiheiten herausgenommen hat.
Dies wird dadurch unterstrichen, dass niemand zu wissen scheint, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt, und dass nicht einmal Anfragen in der Redaktion des Herausgebers, dem Poitkens Verlag, der ja bekanntlich seinen Hauptsitz in Turelium hat und somit nicht offiziell von der Regierung des Städtestaats belangt werden kann, irgendwelche Informationen zutage fördern.
Charakterisierung
Der Autor stellt Hunt dabei als ziemlich intelligent und überaus einfallsreich dar. So erzeugt er aus wenigen Materialien die aberwitzigsten Fallen oder entschlüsselt einen für die Leserschaft nicht nachvollziehbaren magischen Code mit relativer Logik und fragwürdigen Schlussfolgerungen.
Im Umgang mit seiner Umwelt zeigt er sich stets eloquent, charmant und zuweilen auch leicht sarkastisch. Nur gegenüber Damen, egal welcher Rasse oder auf welcher Seite sie stehen, ist er immer charmant und zumeist zuvorkommend, weshalb er mit vielen auch ein Schäferstündchen in den teilweise unmöglichsten Situationen zustande bringt. Mehr als einmal reicht eine solche Interaktion mit James, um der bisher bösen Handlangerin den Kopf zurechtzurücken, damit sie dem Protagonisten ohne weitere Zweifel hilft. Einige Fans der Serie spekulieren, dass James über eine besondere Magie der Gedankenkontrolle verfügt, die – nun ja – eines sehr intimen Rituals bedarf.
Wirkliche Freundschaften hat Hunt kaum vorzuweisen. Es gibt gerade mal vier wiederkehrende Personen, die in irgendeiner Weise eine positive Beziehung zu ihm zu haben scheinen: Miss Münzstück, Querbert, Helix Streiter und Carmens'Ándigêos.
Bekanntschaften
Allerdings ist sie zu ihrer Enttäuschung auch die einzige unverheiratete Frau, die James nie mit mehr als einem kleinen Flirt bedenkt.
Es scheint, als wolle er sie nicht zu nah an sich heranlassen, da er weiß, dass er sie am Ende nur enttäuschen würde. Darum blockt er sie schon fast aktiv ab, um die freundschaftliche, aber auch oberflächliche Beziehung nicht zu zerstören.
Querbert, der Felsgnom-Quartiermeister, erscheint zum ersten Mal im zweiten Band (Der Orden des Schwarzen Drachen, 5965) und wirkt stets schwermütig, wenn er Hunt das neueste MagiTec-Spielzeug für dessen Aufträge überlassen muss. Er hofft vergeblich, dass diese Prototypen den Weg zurück in die Werkstatt der Sektion 7 finden.
Bereits im dritten Band (Schatten in Abelorn, 5966) wird deutlich, dass er und James eine gewisse oberflächliche Freundschaft pflegen, obwohl ihre Persönlichkeiten unterschiedlich sind. So wird mehrfach erwähnt, dass sie jeweils in einer anderen Kneipe der Stadt gemeinsam einen gehoben haben, bevor der jeweilig Roman beginnt, und auch verweisen beide immer mal wieder auf die jeweiligen Lieblingsgetränke des anderen.
Helix Streiter ist ein Agent des Königreichs Turelium. Dieses gilt zwar heute als Verbündeter des Städtestaats, ist jedoch immer noch eine Monarchie und damit ideologisch nicht allzu sehr mit dem demokratischen System des Städtestaats vereinbar.
Die beiden treffen seit dem vierten Band (Die goldene Phiole, 5967) so häufig bei Missionen aufeinander, dass sie sich unweigerlich fragen, ob es geheime Absprachen zwischen der Sektion 7 und dem königlichen Geheimdienst gibt.
Im Laufe der späteren Bände wohnt James der Hochzeit von Helix bei (Ein Bröckchen Toast, 5973), hilft ihm, seinen Schwager aus den Klauen eines bösen Kultes zu befreien (Specktrale, 5973), und als er erfährt, dass Helix von Dr. Yep gefangen genommen wurde (Die Rache des Dr. Yep, 5978), zieht er los, um den Freund zu retten.
Zuletzt muss noch die zwielichtige Agentin Carmens'Ándigêos erwähnt werden, eine Albae, die sich als Sonnenelfe ausgibt, um sich seit dem fünften Band (In möglichst möglicher Mission, 5967) unerkannt in der mittel-aravellischen Gesellschaft zu bewegen.
Sie fungiert als Gegensatz zu Hunt und agiert fast immer für die Gegenseite oder eine dritte Partei, die wiederum eigene Ziele verfolgt. Zwischen den beiden herrscht eine Hassliebe: Einerseits betonen beide immer wieder, dass sie sich beim nächsten Mal ausschalten werden, andererseits hilft einer dem anderen immer wieder aus der Patsche, sobald klar ist, dass der Plan des eigentlichen Bösewichts nicht mehr realisierbar ist.
Es gibt sogar Fälle, in denen es Carmens ist, die Hunt hilft, der Todesfalle des Gegners zu entkommen, und sich so offensichtlich gegen ihren Auftraggeber stellt (Das Lächeln der Sphinx, 5969; Himmelsstiege, 5975; Liebesgrüße aus Teersvlajyk, 5983).
„Und bitte, James, denken Sie daran: Der BLT ist ein Prototyp. Es wäre schön, wenn wir ihn hinterher wiederbekommen würden“, sagte Querbert in einem schon fast flehentlichen Ton.
James ließ den handgroßen Bolz-Löso-Tron mit einer flinken Handbewegung in der Innentasche seiner Brokatjacke verschwinden.
„Keine Sorge, Querbert, ich bin doch immer bemüht, auf deine Spielzeuge aufzupassen.“
„Du magst ja bemüht sein, James, aber außer einem Haufen verkohlten Schrotts bringst du nie etwas zurück!“
Doch James hatte sich bereits in die Konstrukt-Betrieben-Autonomus-Droschke gesetzt und fegte geradewegs auf den geheimen Ausgang der Werkstatt zu, sodass Querberts Worte im Leeren verhallten.
Ausstattung
- Feiner Anzug
- Handarmbrust Typ Walthers KPP 9
- Jede Menge MagiTec-Spielzeug
„Guten Tag, Herr Silber. Mein Name ist Hunt. James Hunt, aber meine Freunde nennen mich einfach James.“
Der Mann mit der silbernen Handprothese drehte sich zu James um.
„Und wie nennen Sie Ihre Feinde, Mr. Hunt?“
James zuckte leicht mit den Schultern.
„Meistens: eine Nervensäge!“
„Lass mich raten, Süßer: einen Martinim, eiskalt, mit Olive, geschüttelt, nicht gerührt?“
Er warf der schicken Bedienung einen langen Blick und ein breites Lächeln zu, ehe er ihr eine Silbermünze auf das Tablett legte.
„Eigentlich nehme ich einen Apple-Jinn, gerührt, und bitte nicht zu kalt!“
Er sah den brennenden Trümmern des Flugschiffes, die langsam im Meer versanken, mit einem Lächeln im Gesicht vom Strand aus noch etwas nach und nahm Sillya in den Arm.
„Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht!“ Dann gab er ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Als ihre Lippen sich lösten, blickte die blonde Astrologin ihn an und hauchte sanft und erwartungsvoll:
„Oh, James!“







Einfach großartig, gerne mehr von James Hunt …
Danke, sind zwar keine vollständigen (25) Romanhefte aber immerhin etwas mehr Einblick in die fiktive Welt innerhalb meiner fiktiven Welt... Moment... was passiert hier gerade? ^^
A lot of unofficial Challenges