Trávinúe (Traa-vi-nuu)

Wellenreiten mit Höchstgeschwindigkeit

Written by Nightone

Hailáf-tel, hailáf-tel Feney'ilan!
  Tol te Trállêre, hailáf-tel ûl te Ôréthere en bisa Egâel'Írdân!
  Fên amêa-lês helmái-tel'manal ûl Trállêre'Vinéa'heclária!
 
  (Schneller, schneller mein Freund!
  Über alle Wellen, schneller als alle Winde und bis zum Ende der Welt!
  Das ist viel besser als auf einem Wellenbrett zu reiten!
  Übersetzt aus dem Eldán'thále)
— Winéath'Ulthe'Kinne, jungendlicher Wellenelfe auf seinem Trávinúe
Trávinúe by Nightone w/ ChatGPT & Dream.ai

Allgemeines

Das Trávinúe ist ein magisch betriebenes „Fahrzeug” der Gimúlthay-Meni - den Wellenelfen - und die logische Weiterentwicklung des „Trállêre'Vinéa” - dem Wellenbrett. Es zählt zu den Magitek-Fahrzeugen.
  Es besteht aus einem 2,5 bis 3 Meter langen Holzbrett, das vorne oval verjüngt und hinten abgerundet ist. Die Unterseite des Brettes ist wie bei einem Boot kielförmig und am Heck mit einer nach unten geschwungenen Flosse ausgestattet. Im hinteren Teil des Brettes sind über je zwei geschwungene Streben zwei stabilisierende Barken wie bei einem Katamaran angebracht.
  Die glatte Oberfläche ist mit drei vernieteten Lederbändern versehen: einem breiten Band weiter vorne am Bug sowie zwei leicht zueinander versetzten Fußschlaufen in der Mitte. Diese sind notwendig, da der Reiter das Gefährt durch Gewichtsverlagerung und seine Körperhaltung im Stehen steuert.
  Um die Fußschlaufen herum führen zwei Zirkel aus magischen, elfischen Runen. Von diesen Zirkeln führen wiederum zwei bis sechs Runenlinien zum Rand des Brettes. Von der Runenumrandung führen weitere Runenlinien über die seitlichen Streben zu den Barken.
  Die Runen selbst müssen mittels externer Magie – der des Reiters – aktiviert und reguliert werden. Sind sie aktiv, beeinflussen sie den Wasserstrom unter dem Kiel und erzeugen dadurch Vortrieb. Gleichzeitig lässt sich durch die Menge des zugefügten Thaums die Beschleunigung regulieren. Wird keine Energie mehr zugefügt, bremst die Reibung zwischen Wasser und Kiel das Trávinúe ab.
  Dabei bestimmen die Anzahl, Feinheit und Anordnung der Runen sowie das magische Potentum des Reiters die maximal erreichbare Geschwindigkeit. Während die meisten Ausführungen um die 50 km/h erreichen, schaffen militärisch eingesetzte Gefährte bis zu 90 km/h. Der aktuelle Geschwindigkeitsrekord liegt übrigens bei 130 km/h und endete mit einem längeren Aufenthalt in der Gesellschaft der örtlichen Heilerin.
  Manche Trávinúe verfügen statt der zwei Lederschlaufen und der zwei Runenkreise für die Füße nur über einen großen, doppelreihigen Runenkreis um die Standfläche herum. Dabei wirkt der zweite Kreis eine Schwerkraftmagie, die den Fahrer auf dem Brett hält und ihm mehr Freiheit in der Fußstellung und Körperhaltung erlaubt.
  Einige verfügen auch über eine Doppelreihe Runen am Bug. Diese erzeugen mittels Windmagie einen keilförmigen Windschirm, der den Fahrer vor dem bei hohen Geschwindigkeiten immer stärker werdenden Fahrtwind schützt.
  Es ist auch möglich, beide zusätzlichen Zauberkreise in das Trávinúe einzuarbeiten. Es gilt jedoch: Je mehr Runen aktiviert werden müssen, desto mehr Thaum muss der Fahrer aufwenden. Zudem ist es nicht möglich, zu entscheiden, welche Runen man mit seinem Energiefluss aktiviert. Es gilt das Prinzip „alle oder keine“.
  Somit muss der geübte Hochgeschwindigkeitsfahrer immer berücksichtigen, dass, sobald er magische Energie zurücknimmt, um die Geschwindigkeit zu drosseln, auch seine Haftung an der Oberfläche und/oder sein Schutz vor dem Fahrtwind schwächer werden.

Entwicklung

Die ursprünglichen Trállêre'Vinéa sind vor allem bei jugendlichen und geistig junggebliebenen Wellenelfen beliebt, um auf den großen Meereswellen vor der Küste zu reiten und Kunststücke zu vollführen.
  Auch die Idee der Lederschlaufen, die eigentlich mehr für Anfänger gedacht waren, stammt von diesen Wellenbrettern. Später nutzten einige Gimúlthay-Meni eine Lederschlaufe, in die sie ein Seil eingehakt hatten, um sich von ihren Tier-Vertrauten ziehen zu lassen. – Delphinen, Robben und Seehunden – weiter hinaus in die großen Wellen, die vom offenen Meer kamen, ziehen zu lassen.
  Der logische nächste Schritt für die Elfen war es, statt auf die physische Kraft der Tiere zu vertrauen, lieber auf ihre innewohnenden Thaumkräfte zu setzen. Schnell merkten sie jedoch, dass es fast unmöglich ist, gezielte Zauber einzusetzen und aufrechtzuerhalten, während man auf einem schwankenden Brett steht und von meterhohen Wellen herumgeschleudert wird.
  Daher gravierten sie die magischen Elfenrunen ein. Im Gegensatz zu den zwergischen Torrunen müssen diese mit externer Magie versorgt werden, benötigen dafür aber keine Auslöse-Mechanismen, um die ihnen innewohnenden Zauber zu wirken.
  Die ersten Runen waren nur dazu gedacht, die Bretter relativ langsam und sicher in die eigentlichen Wellenrittgebiete zu bringen. Doch schnell erkannten die begeisterten jungen Leute, dass sie die Runen auch so bearbeiten konnten, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen. Allerdings mussten sie bald feststellen, dass eine hohe Geschwindigkeit auf einem wackeligen Brett ihre eigenen Tücken mit sich brachte.
  Schnell kam man auf die Idee, sich die stabilisierenden seitlichen Ausläufer der Katamarane – wie sie die Wellenelfen seit jeher gerne benutzen – zum Vorbild zu nehmen. Auch die ursprünglichen Anfängerschlaufen für die Füße wurden aufgrund der höheren Geschwindigkeit wieder eingeführt. Ebenso wurde der Kiel dicker und bootförmiger gestaltet.
  Plötzlich war das Trávinúe nicht mehr nur für sportlich-kulturellen Zeitvertreib gedacht, sondern wurde zu einem Hochgeschwindigkeitsfahrzeug. Deshalb wurde es nicht mehr nur von jugendlichen Sportskanonen, sondern auch von den Kriegern der Gimúlthay-Meni und später von deren Verbündeten den Târi'Hêrrá aus Hêrrá'Néthîmal-tol Belhérrâs, genutzt.
  Heute gibt es auch Varianten, auf denen kleine Mengen Waren oder ein bis vier Passagiere mitfahren können. Dadurch können sie in den Bereichen Tourismus, Küstenhandel, Personentransport und als militärische Landungsfahrzeuge genutzt werden.
  Da das Gefährt kaum Kielwasser führt, da die Wasserströmungen durch die Runen beeinflusst werden, ist es auch extrem leise. Es eignet sich daher hervorragend für nächtliche Aktionen. Neben den Kriegern setzen deshalb auch freiberufliche Schmuggler unter den Wellen- und Sonnenelfen die Trávinúe gerne ein.
Eckdaten
Art
Fahrzeug
Klassifizierung
Seefahrzeug, Magitek
Erfunden
um 1200 ndK
Vergessen
nie
Erfinder
Gimúlthay-Meni
Hersteller
Bootsschreiner und Runenkundige
Eingesetzt von
Krieger und Späher der Gimúlthay-Meni Stämme
Krieger und Späher Hêrrá'Néthîmal-tol Belhérrâs
Geschwindigkeitsjunkies
Gewicht
30 - 50 kg
Geschwindigkeit
ca. 50 km/h (Standard)
bis 90 km/h (militärisch)
130 km/h (Rekord)
Besatzung
1 Reiter
0-4 Passagiere (je nach Bauart)
Wert
500 - 5000 KuM je nach Stärke der Materialien und Menge der Runen
Thaum
Elfische Runenmagie (externe Thaumversorgung)
Seltenheit
Exklusiv




 
Ich sage dir, ich hasse diese Höllendinger!
  Ich musste mich einmal von so einem wahnsinnigen Wellenelfen quer durch den Meeresbusen von Ul'theári schippern lassen.
  Mir war noch nie so schlecht, ich war noch nie so schnell und ich hatte noch nie solche Todesangst.
  Und dem Spinner hat das auch noch Spaß gemacht!
Hat gejauchzt und gegröllt wie ein kleines Kind...

— Peter Heckings, menschlicher Fernbote zu einem Kollegen


Character Portrait image: Trávinúe by Nightone w/ ChatGPT & Dream.ai

Kommentare

Author's Notes

Background images:

Mamor by Nightone w/ Dream
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