Bulkhai

Rammbock der Meere

Written by Nightone

Käptn! Blut im Wasser und 'ne schwatte Flosse Backboard!
  Wenn's auf dem Wrack da vorn' noch wenn Lebendes jibt, müssen wir uns beeilen, da is 'n Bulk' unterwegs!
  Der bricht durch die morsch'n Wänd wie durch feuchtes Papier! Oje, er beschleunigt!
  *Ein krachendes Geräusch ertönt*
  Ah, äh Käpt'n...
  Sie sollt'n die Beiboote zurück rufen... sonst macht die Schwarzramme mit denen auch kurz'n Prozess!
 
— Jamie Horford, Seemann im Auskuck der "THS Handelswind"
Bulkhai by Nightone w/ Dream

Körperbau

Mit einer durchschnittlichen Länge von fünf bis sieben Metern ist der Bulkhai ein erhabener und angsteinflößender Anblick in den kalten Regionen des Nordmeeres. Sein mit Placoidschuppen überzogener, torpedoförmiger Körper ist an der Oberseite dunkel gefärbt und mit weißen Flecken besprenkelt. Der Bauch der Kreatur ist hingegen hellweiß.
  Auf dem Rücken entspringt eine große, aufrecht stehende schwarze Flosse. Das ist meist das Erste, was ein Seemann von einem Bulkhai sieht, wenn er an die Meeresoberfläche herangeführt wird.
  Der Kopf und der vordere Rumpf sind kräftiger aufgebaut als bei den meisten anderen Haiarten. In Verbindung mit der für Haie eher untypischen, abgerundeten und fast flachen Schnauze entsteht der Eindruck, als wäre er zu oft gegen eine Wand geschwommen.
  Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr, denn der Schädel besitzt eine dicke Knochenplatte, aus der auch kleine Hornfortsätze wachsen können. Diese Platte ist der stabilste und schwerste Knochen im Körper des Bulkhais, dessen Skelett ansonsten nur aus Knorpel besteht.
  Tatsächlich nutzt der Bulkhai die Platte als Rammverstärkung bei der Jagd und in Balzkämpfen.
  Sein kräftiger Kiefer vermag es, große Brocken aus größeren Beutetieren zu reißen und kleinere im Ganzen zu verschlucken.
  Erwähnenswert ist außerdem, dass die Weibchen um einiges größer und schwerer als die Männchen werden, dafür jedoch eine kürzere Lebenserwartung haben.

Bewegung

Die Fortbewegung des Bulkhais wird über die kräftige heterocerke Schwanzflosse bewerkstelligt. Die beiden großen Brustflossen dienen als Höhenruder und zum Abbremsen. Beim Lenken helfen ihm die hinteren Bauchflossen.
  Der Hai schwimmt die meiste Zeit mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h durch den Ozean, kann auf der Jagd jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg bis zu 45 km/h aufrechterhalten und in kurzen Stößen, wenn er zu seiner gefürchteten Rammattacke ansetzt, sogar bis zu 90 km/h erreichen.
  Er nutzt dies, um mit seinem Schädel größere Beute zu rammen und ihr ernsthafte innere Verletzungen zuzufügen oder sie bewusstlos zu schlagen, um sie dann mit seinen scharfen Zähnen zu zerreißen.
  Sie nutzen den Geschwindigkeitsschub auch, um fast senkrecht aus dem Wasser zu schießen und an der Oberfläche schwimmende Beutetiere zu erwischen.
  Bulkhaie sind auch dafür bekannt, ihre Ramme einzusetzen, um kleinere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dazu zählen beispielsweise die hölzernen Wände gesunkener Schiffe, Korallengeflechte oder Eisschollen, auf denen sich Robben befinden. Aber auch kleine Boote mit zweibeinigen Passagieren an Bord werden gerne mit einem Hochgeschwindigkeitskopfstoß aus dem Wasser befördert, um die fleischige Beute anschließend aus dem Wasser zu fischen.
  Die Tiere neigen eher zum Kampf als zur Flucht, weshalb sie für Seejäger eine gefährliche Beute sind. Die Rammattacke kann Rumpf und Kiel der schweren Schiffe stark beschädigen. Ein Kapitän, der auf Bulkhaie Jagd macht, sollte seine Mannschaft deshalb gut auf das Wasserschöpfen und Plankenflicken vorbereiten, um nicht plötzlich selbst zur Beute zu werden.
Eckdaten
Wissenschaftlicher Name
Norticum Calvariam Coluerunt Terribilis
Alternativer Name
Schwarzramme
Klassifizierung
Fisch
Unterart
Hai
Lebenserwartung
Weibchen ca. 50 Jahre
Männchen ca. 70 Jahre
Durchschnittliche Länge
Weibchen ca. 7,0 m
Männchen ca. 5,0 m
Durchschnittliches Gewicht
Weibchen ca. 1.100 kg
Männchen ca. 900 kg
Natürliches Thaum
Nein
Besondere Sinne
extreme sensiebler Geruchssinn
Abwehrmaßnahmen
Rammschädel
Dreifachgebiss




Fortpflanzung und soziales Verhalten

Bulkhaie sind Einzelgänger, die sich außerhalb der Brunft jedoch hin und wieder zu kleinen Jagdschwärmen von fünf bis sechs Tieren zusammenschließen, um wesentlich größere Beute wie Wale und Seeschlangen zu jagen.
  Die Brunft findet immer zwischen Mitte Nespotar und Anfang Juleanor statt. Dabei buhlen die Männchen um die Gunst der Weibchen, indem sie ihre Schädel in Balzkämpfen gegeneinander rammen, ähnlich wie Schafsböcke.
  Für die innere Befruchtung beißt sich das Männchen an einer speziellen Bauchfalte am größeren Weibchen fest, um sein Geschlechtsorgan einzuführen und die Eier im Leib der Mutter zu befruchten. Dann entwickeln sich die Jungtiere ovovipar.
  Das heißt, sie schlüpfen bereits im Mutterleib und ernähren sich von den unbefruchteten Eiern und ihren schwächsten Geschwistern. Nach zehn Monaten sind die Jungtiere vollständig entwickelt, haben eine Länge von knapp einem Meter und werden jetzt erst geboren.
Für die Geburt suchen die Mütter die Küstengewässer der Teerskischen Insel und der Nord-Aravellischen Fjorde auf, wo das Wasser flacher ist und sich die Kleinen gut verstecken können, um dann weiter heranzureifen.
  Die zwei bis zehn Jungtiere verlassen die Mutter sofort, ehe diese nach der anstrengenden Geburt bemerkt, dass sie hungrig ist.
  Erst mit einer Länge von drei Metern und einem Alter von vier Jahren verlassen die jungen Bulkhaie die küstennahen Gewässer und wagen sich in die offene Nordmeer rund um Nortika.
  Dabei bewegen sie sich für fünf bis sechs Jahre noch in kleinen Schulen von bis zu zehn Tieren, ehe sich die Tiere mehr und mehr abspalten und ein solitäres Leben beginnen.

Lebensraum

  • Nordmeere rund um Nortika
  • Küstengewässer der Teerskischen Insel und Nord-Aravelliens (ersten Lebensjahre)

  •  

    Nahrung

  • Es handelt sich bei dieser Spezies um carnivore Piscivoren.

  • Als Nahrung dienen Ihnen Fische, Robben, andere Haiarten, einige Wale, Seeschlangen, Umiriiden und jedes andere Lebewesen das sich ins Meer verirrt

  • Ihre Lieblingsspeise sind die unterschiedlichen Robbenarten der Nordmeere.

  • Bulkhaiflosse by Nightone w/ Dream

    Wachstumsstadien

  • Schlupf: Die Jungen schlüpfen im Mutterleib aus den Eiern und entwickeln sich ovovipar.

  • 1 Tag: Die Jungtiere werden voll entwickelt geboren, verlassen die Mutter sofort und verstecken sich in den Küstengewässern. Sie erreichen eine Länge von etwa einem Meter.

  • 4 Jahre: Die Jungtiere verlassen die Küstengewässer in Schulen von bis zu zehn Tieren mit einer Länge von bis zu drei Metern.

  • Ab 7 Jahre: Die Bulkhaie verlassen den Schwarm und beginnen ein solitäres Leben. Sie sind nun knapp dreieinhalb Meter lang.

  • 20 Jahre: Die Männchen werden geschlechtsreif und gelten als ausgewachsen.

  • 25 Jahre: Die Weibchen werden geschlechtsreif und gelten als ausgewachsen.

  • 50 Jahre: Das Ende der üblichen Lebenserwartung beim Weibchen.

  • 70 Jahre: Das Ende der üblichen Lebenserwartung beim Männchen.

  • 83 Jahre: Das älteste bekannte Exemplar „Schwarzzahn”, welches zuletzt nahe der nördlichen Sturmmeere gesichtet wurde.
  • Sonstiges

  • Bulkhaie gelten zurecht als Menschenfresser. Im Wasser zu schwimmen, wenn ein hungriger Bulkhai heranschwimmt, ist lebensgefährlich.

  • Die Leber der Bulkhaie ist reich an verschiedenen Vitaminen und kann pro Stück bis zu 300 Kilogramm wiegen. Sie ist für die Seejäger 30 bis 40 GoM pro Stück wert und gilt bei Teerskiern als Delikatesse. Für 100 Gramm zahlen diese schon mal 20 KuM. Das ist der Grund, warum sich Seejäger immer wieder an den gefährlichen Gegnern als Beute versuchen.

  • Bulkhaie können bereits einen Tropfen Blut im Wasser auf eine Entfernung von bis zu 500 Metern riechen und sogar die verschiedenen Blutarten unterscheiden. Ob sie darauf reagieren, ist jedoch von ihrem Hunger und der Art des Bluts abhängig.

  • Orks und Goblins scheinen für Bulkhaie ungenießbar zu sein, da sie nie auf das Blut reagieren und nach Seeschlachten nur die Kadaver anderer Völker verspeisen.

  •  
    Alle Mann: Festhalten! Er rammt uns!
      *Ein dumpfer Einschlag ist zu hören*
      Verdammt! Das war knapp unter der Wasserlinie. Wie sieht es aus, halten die Planken?
      Schiffszimmermann, sofort unter Deck! Wenn wir einen Wassereinbruch haben, stecken wir in ernsten Schwierigkeiten!

    — Olga Hrimmswehr, Kapitänin der "THS Handelswind"


    Cover image: Tierbanner by Nightone

    Kommentare

    Author's Notes

    Background images:

    Mamor by Nightone w/ Dream


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    Dec 25, 2025 08:40

    Die scheinen noch schlimmer als Weiße Haie zu sein. Ich frage mich, ob man ihre Schädel als Rammböcke nutzen könnte und wie groß wäre die Leber und wieivel müsste man dafür bezahlen?

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    Blue's Worlds - Elaqitan - Naharin
    Dec 27, 2025 23:12

    Ja, die Jungs sind schlimmer als Weiße Haie, allein schon, weil sie kleineren Booten echt gefährlich werden können.
    Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Teeskische Kapitän einen entsprechenden Schädel im Lager hat, um ihn kurzerhand an die Spitze eines Holzstammes zu packen – wenn auch nur aus psychologischen Gründen. Aushalten würde es die Schädelplatte allemal.

    Die Leber: Ähnlich wie beim Weißen Hai schafft es die Leber auf 28 bis 32 Prozent des Körpergewichts, womit schon ordentlich was zusammenkommt, wenn man einen großen Bullen erwischt. Die Kosten hängen – wie immer – natürlich stark mit der Transportentfernung zusammen. Auf der Teerskischen Insel bekommt man 100 g für ca. 20 Kupferstücke. Somit würde eine 300 kg schwere Leber einen Gesamtwert von 60.000 Kupfer oder 60 Goldstücken haben. Das reicht also schon, um die Seejäger mit ihren 10 bis 20 Mann Besatzung hinter den Tieren herzulocken. Selbst wenn der Händler im Hafen natürlich weniger als der Endverbraucher zahlt und das Schiff garantiert geflickt werden muss, bleibt noch einiges übrig, das die Seeleute bei Laune hält.

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    Jan 7, 2026 15:50

    Die Robben haben's echt nicht leicht, die werden auch von allem gefressen, was da sonst so rum schwimmt :D Die sehen auf jeden Fall auch fieser aus, als die Tarfinwale. Aber immerhin hat das offensichtlich auch Vorteile, Ork oder Goblin zu sein. Wobei ich vermute, die Tarfine sind dann nicht so wählerisch, wie die Bulkhaie und am Ende ist es nur eine Frage, von wem man gefressen wird ...

    Jan 12, 2026 07:52

    Nein die Robben und ihre artverwandten haben wirklich kein einfachs Leben (auf der Teerskischen Insel werden sie dann auch noch wegen ihres Felles gejagt) - Aber ja Bulkhaie gehören mit zu dem fiesesten was die Gewässer hier bieten - es sei denn man ist ein Scheusal ^^ (Tarfine sind ja zum Glück keine aktiven Menschenfressser)

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