Bulkhai
Rammbock der Meere
Käptn! Blut im Wasser und 'ne schwatte Flosse Backboard!
Wenn's auf dem Wrack da vorn' noch wenn Lebendes jibt, müssen wir uns beeilen, da is 'n Bulk' unterwegs!
Der bricht durch die morsch'n Wänd wie durch feuchtes Papier! Oje, er beschleunigt!
*Ein krachendes Geräusch ertönt*
Ah, äh Käpt'n...
Sie sollt'n die Beiboote zurück rufen... sonst macht die Schwarzramme mit denen auch kurz'n Prozess!
Körperbau
Auf dem Rücken entspringt eine große, aufrecht stehende schwarze Flosse. Das ist meist das Erste, was ein Seemann von einem Bulkhai sieht, wenn er an die Meeresoberfläche herangeführt wird.
Der Kopf und der vordere Rumpf sind kräftiger aufgebaut als bei den meisten anderen Haiarten. In Verbindung mit der für Haie eher untypischen, abgerundeten und fast flachen Schnauze entsteht der Eindruck, als wäre er zu oft gegen eine Wand geschwommen.
Dieser Eindruck kommt nicht von ungefähr, denn der Schädel besitzt eine dicke Knochenplatte, aus der auch kleine Hornfortsätze wachsen können. Diese Platte ist der stabilste und schwerste Knochen im Körper des Bulkhais, dessen Skelett ansonsten nur aus Knorpel besteht.
Tatsächlich nutzt der Bulkhai die Platte als Rammverstärkung bei der Jagd und in Balzkämpfen.
Sein kräftiger Kiefer vermag es, große Brocken aus größeren Beutetieren zu reißen und kleinere im Ganzen zu verschlucken.
Erwähnenswert ist außerdem, dass die Weibchen um einiges größer und schwerer als die Männchen werden, dafür jedoch eine kürzere Lebenserwartung haben.
Bewegung
Der Hai schwimmt die meiste Zeit mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h durch den Ozean, kann auf der Jagd jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg bis zu 45 km/h aufrechterhalten und in kurzen Stößen, wenn er zu seiner gefürchteten Rammattacke ansetzt, sogar bis zu 90 km/h erreichen.
Er nutzt dies, um mit seinem Schädel größere Beute zu rammen und ihr ernsthafte innere Verletzungen zuzufügen oder sie bewusstlos zu schlagen, um sie dann mit seinen scharfen Zähnen zu zerreißen.
Sie nutzen den Geschwindigkeitsschub auch, um fast senkrecht aus dem Wasser zu schießen und an der Oberfläche schwimmende Beutetiere zu erwischen.
Bulkhaie sind auch dafür bekannt, ihre Ramme einzusetzen, um kleinere Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dazu zählen beispielsweise die hölzernen Wände gesunkener Schiffe, Korallengeflechte oder Eisschollen, auf denen sich Robben befinden. Aber auch kleine Boote mit zweibeinigen Passagieren an Bord werden gerne mit einem Hochgeschwindigkeitskopfstoß aus dem Wasser befördert, um die fleischige Beute anschließend aus dem Wasser zu fischen.
Die Tiere neigen eher zum Kampf als zur Flucht, weshalb sie für Seejäger eine gefährliche Beute sind. Die Rammattacke kann Rumpf und Kiel der schweren Schiffe stark beschädigen. Ein Kapitän, der auf Bulkhaie Jagd macht, sollte seine Mannschaft deshalb gut auf das Wasserschöpfen und Plankenflicken vorbereiten, um nicht plötzlich selbst zur Beute zu werden.
Männchen ca. 70 Jahre
Männchen ca. 5,0 m
Männchen ca. 900 kg
Dreifachgebiss
Fortpflanzung und soziales Verhalten
Die Brunft findet immer zwischen Mitte Nespotar und Anfang Juleanor statt. Dabei buhlen die Männchen um die Gunst der Weibchen, indem sie ihre Schädel in Balzkämpfen gegeneinander rammen, ähnlich wie Schafsböcke.
Für die innere Befruchtung beißt sich das Männchen an einer speziellen Bauchfalte am größeren Weibchen fest, um sein Geschlechtsorgan einzuführen und die Eier im Leib der Mutter zu befruchten. Dann entwickeln sich die Jungtiere ovovipar.
Das heißt, sie schlüpfen bereits im Mutterleib und ernähren sich von den unbefruchteten Eiern und ihren schwächsten Geschwistern. Nach zehn Monaten sind die Jungtiere vollständig entwickelt, haben eine Länge von knapp einem Meter und werden jetzt erst geboren.
Die zwei bis zehn Jungtiere verlassen die Mutter sofort, ehe diese nach der anstrengenden Geburt bemerkt, dass sie hungrig ist.
Erst mit einer Länge von drei Metern und einem Alter von vier Jahren verlassen die jungen Bulkhaie die küstennahen Gewässer und wagen sich in die offene Nordmeer rund um Nortika.
Dabei bewegen sie sich für fünf bis sechs Jahre noch in kleinen Schulen von bis zu zehn Tieren, ehe sich die Tiere mehr und mehr abspalten und ein solitäres Leben beginnen.
Lebensraum
Nahrung
Wachstumsstadien
Sonstiges
Alle Mann: Festhalten! Er rammt uns!
*Ein dumpfer Einschlag ist zu hören*
Verdammt! Das war knapp unter der Wasserlinie. Wie sieht es aus, halten die Planken?
Schiffszimmermann, sofort unter Deck! Wenn wir einen Wassereinbruch haben, stecken wir in ernsten Schwierigkeiten!






Die scheinen noch schlimmer als Weiße Haie zu sein. Ich frage mich, ob man ihre Schädel als Rammböcke nutzen könnte und wie groß wäre die Leber und wieivel müsste man dafür bezahlen?
Blue's Worlds - Elaqitan - Naharin
Ja, die Jungs sind schlimmer als Weiße Haie, allein schon, weil sie kleineren Booten echt gefährlich werden können.
Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Teeskische Kapitän einen entsprechenden Schädel im Lager hat, um ihn kurzerhand an die Spitze eines Holzstammes zu packen – wenn auch nur aus psychologischen Gründen. Aushalten würde es die Schädelplatte allemal.
Die Leber: Ähnlich wie beim Weißen Hai schafft es die Leber auf 28 bis 32 Prozent des Körpergewichts, womit schon ordentlich was zusammenkommt, wenn man einen großen Bullen erwischt. Die Kosten hängen – wie immer – natürlich stark mit der Transportentfernung zusammen. Auf der Teerskischen Insel bekommt man 100 g für ca. 20 Kupferstücke. Somit würde eine 300 kg schwere Leber einen Gesamtwert von 60.000 Kupfer oder 60 Goldstücken haben. Das reicht also schon, um die Seejäger mit ihren 10 bis 20 Mann Besatzung hinter den Tieren herzulocken. Selbst wenn der Händler im Hafen natürlich weniger als der Endverbraucher zahlt und das Schiff garantiert geflickt werden muss, bleibt noch einiges übrig, das die Seeleute bei Laune hält.
A lot of unofficial Challenges